LR+LR+Nils Petersen
: Energie besiegt Duisburg - Petersen trifft weiter

Überzeugender Heimsieg für Energie Cottbus: Vor 10 130 Zuschauern im Stadion der Freundschaft gewannen die Lausitzer am Samstag klar und verdient mit 3:1 die Revanche des DFB-Pokal-Halbfinales gegen den MSV Duisburg. FCE-Toptorjäger Nils Petersen war
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Cottbus
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Nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen beim 0:4 gegen 1860 München und der Heimniederlage gegen den FC Ingolstadt hatte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz sein Team etwas verändert. Velimir Jovanovic durfte das erste Mal in dieser Saison von Beginn an an der Seite von Nils Petersen stürmen. Auch Alexander Bittroff kehrte nach seiner Gelb-Sperre zurück in die Anfangself. Dafür musste Daniel Adlung voerst auf der Bank Platz nehmen.

Cottbus startete auch deutlich frischer und angriffslustiger in die Partie. In der 10. Minute aber eine Schrecksekunde für die FCE-Fans: Daniel Ziebig will einen langen Ball zurück köpfen auf den Cottbuser Keeper. MSV-Angreifer Maurice Exslager erahnt das und steht plötzlich völlig frei vor Kirschbaum. Der taucht aber ab und kann mit einer Hand den Schuss von Exslager abwehren.

In der 15. Minute hat dann Nils Petersen erstmals die Führung auf dem Fuß. Cottbus mit einem sehenswerten Highspeed-Kurzpass-Angriff über Roger und Kruska auf Dennis Sörensen. Der lupft die Kugel über die Abwehr in den Lauf von Petersen. Sein Flachschuss aus 16 Metern verfehlt den Duisburger Kasten. Cottbus auch in der Folge gefährlicher, Jovanovic fehlt aber mehrmals die Genauigkeit beim Abschluss.

Ähnliche Probleme haben auch die Duisburger: Die „Zebras“ in der 30. Minute mit einem blitzschnellen Konter über Rechts. Srdjan Baljak läuft alleine auf das Cottbuser Tor zu, passt in die Mitte auf Maurice Exslager. Der könnte schon schießen, lässt Kirschbaum aussteigen und legt noch einmal quer auf Olcay Sahan. Der schiebt den Ball aus zehn Metern am leeren Tor vorbei. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hat Nils Petersen noch eine Kopfballchance, zielt aber neben das Tor.

Aus der Pause kommen die Lausitzer erneut wacher - und werden direkt belohnt. Nils Petersen trifft in der 47. Minute zum ersten Mal. Schneller Angriff der Cottbuser über die rechte Seite. Dennis Sörensen legt im Strafraum unbedrängt den Ball quer vors Tor, wo Petersen nur noch in den leeeren Kasten einschieben muss. Und nur drei Minuten später macht es Sörensen dieses Mal alleine und schiebt gekonnt zum 2:0 ein. Duisburg kommt in der Phase nicht ins Spiel, Energie macht viel Druck und drängt auf einen weiteren Treffer. Den darf in der 70. Minute erneut Nils Petersen erzielen. Eine Hereingabe vom eingewechselten Daniel Adlung netzt er aus spitzem Winkel zur Vorentscheidung ein.

Kurz vorher gab es einen bemerkenswerten Wechsel bei den Lausitzern: Der 17-jährige Sohn von Kultstürmer Franklin - Leonardo Bittencourt - durfte sein Profidebüt geben. Und sorgte im Angriff gleich für einige Unruhe. Cottbus lässt es in den letzten Spielminuten dann aber etwas ruhiger angehen und Duisburg nutzt das nur noch zum 3:1-Anschlusstreffer.

Dennis Sörensen war nach der Partie glücklich über den Sieg: „Das war enorm wichtig für uns. Wir hatten zuletzt einige schlechte Spiele und sind gegen Duisburg im Pokal rausgeflogen. Heute wollten wir beweisen, dass wir die bessere Mannschaft sind.“ FCE-Trainer Wollitz lobte auch die Reaktion der Fans: „Ein Riesenkompliment an unsere Fans. Im Vorfeld wurde alles versucht, unsere Fans aufzuhetzen. Aber das haben sie nicht mit sich machen lassen.“ Ein Sonderlob gab es auch für Leonardo Bittencourt: „Er hat sich diesen Einsatz schon über Wochen erarbeitet und kann hier eine ganz wichtige Figur werden“, so Wollitz.

Ärger gab es dagegen zwischen Trainer Wollitz und MSV-Teamchef Milan Sasic. Wollitz ist noch immer sauer über die Begleitumstände des Pokalspiels: „Ich bin frustriert über die vielen Störfeuer. Bislang hat sich noch immer niemand entschuldigt für den Angriff auf unseren Mannschaftsbus. Respektlos gegenüber Energie war es auch, in dieser entscheidenden Phase unseren Spieler Emil Jula anzusprechen und zu verpflichten.“ Milan Sasic entgegnete: „Wenn wir im Fußball die nötige Professionalität fordern, müssen wir auch akzeptieren, dass es Trennungen gibt wenn ein Vertrag ausläuft. Wir haben im Kicker gelesen wie hier mit dem Spieler umgegangen wurde und haben ihn deswegen angesprochen. Wir haben eine offene Marktwirtschaft. Für diese Diskussion habe ich kein Verständnis.“ Wollitz lächelte daneben nur und schwieg.

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