Eklat im Landespokal: SV Babelsberg sieht „wechselseitige Provokationen“ als Auslöser

Nach dem Sieg von Energie Cottbus beim SV Babelsberg kam es auf der Haupttribüne zu Handgreiflichkeiten, als einige FCE-Profis dort zu ihren Familien wollten.
Sebastian Räppold/Matthias KochMit einer Stellungnahme via soziale Netzwerke hat der SV Babelsberg auf die Vorkommnisse rund um das Pokalspiel am Freitagabend gegen Energie Cottbus reagiert. Darin weist der Potsdamer Regionalligist zurück, dass es einen gezielten Angriff auf die Frau von FCE-Profi Niko Bretschneider gegeben habe. Vielmehr verweist der Verein auf das Sicherheitspersonal sowie Augenzeugen, die „wechselseitige Provokationen sowohl von Cottbuser Spielern, als auch von Fans des SV Babelsberg 03“ berichteten. Das habe zu „einer Spirale der Aggression“ geführt und sei in einem Handgemenge gemündet.
Gemeinsam mit der Polizei sollen die Vorkommnisse aufgearbeitet werden, heißt es in der Stellungnahme. Der Verein stellt zudem klar: „Unabhängig davon, von wem, wann, welche Aggression ausging, sind wir der Meinung, dass derartiges Verhalten nicht toleriert werden darf.“
Zudem verurteilte der SV Babelsberg „das Abfeuern von Pyrotechnik auf Besucherinnen und Besuchern im Karl-Liebknecht-Stadion aufs Schärfste“. Man werde gegen dieses Verhalten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vorgehen und wolle auch zu Becherwürfen auf Spieler oder Ordnungspersonal ermitteln.
SV Babelsberg will auf eigene Fans einwirken
Die Partie am Freitagabend hatte zweimal unterbrochen werden müssen, weil Feuerwerksraketen aus dem Block der Babelsberger in Richtung Gästeblock abgefeuert worden waren. Zudem wurden via Fernzünder blaue Rauchfackeln unter den FCE-Fans entzündet.
Ohne sich beim FC Energie für diese gefährlichen Situationen oder Szenen auf der Haupttribüne zu entschuldigen, bei denen auch Energie-Präsident Sebastian Lemke von Diffamierungen und Verängstigungen berichtet hatte, heißt es schlussendlich in der Mitteilung: „Der SV Babelsberg 03 missbilligt jegliche Form von Gewalt, sei es körperlicher oder verbaler Natur. Unser, von den Mitgliedern verabschiedeter, Wertekanon steht für Toleranz und einen gewaltfreien Umgang miteinander. Auch in Zukunft werden wir weiterhin intensiv daran arbeiten, auf unsere Fans einzuwirken, um derartige Vorfälle zu verhindern. Gleiches erwarten wir auch von unseren Gästen, um das respektvolle Miteinander zu wahren.“
Doppelsechs – der Energie-Cottbus-Podcast
Die Sportredaktion der Lausitzer Rundschau recherchiert viele Themen rund um den FC Energie Cottbus in der 3. Fußball-Liga. Einmal in der Woche gibt es alle wichtigen Nachrichten rund um den FCE nun auch zum Hören. Doppelsechs – der Energie-Cottbus-Podcast gibt es auf allen gängigen Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify oder Amazon Music.
Gemeinsam mit BosePark Productions verantworten die Sportredakteure Jan Lehmann und Frank Noack diesen Podcast, der mithilfe neuester KI-Möglichkeiten produziert wird. Dafür wurden die Stimmen der beiden Energie-Reporter synthetisiert. Aus den Recherchen der FCE-Experten und dem Tempo der künstlichen Intelligenz entsteht ein flottes Zusammenspiel, das so schnell auf die Audio-Spielfelder der Podcast-Welt gebracht werden kann.
Dieser Podcast ist zudem ein spannendes Experiment für unsere Redaktion, um weiter zu prüfen: Wie können Journalismus und KI gemeinsam in die Zukunft gehen. Fest steht jetzt schon: Bei Doppelsechs haben immer die Reporter das Sagen – die künstliche Stimme steht ihnen dabei hilfreich zur Seite.
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