Dynamo Dresden 3. Liga
: SGD siegt mit Bundesliga-Edelfan auf der Tribüne beim SC Verl

Dynamo Dresden stürmt mit dem Sieg beim SC Verl zurück an die Tabellenspitze der 3. Liga. In spielerischer Hinsicht können die Gäste aber nicht überzeugen.
Von
Frank Noack
Verl
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3. Liga - SC Verl - SG Dynamo Dresden am 25.09.2024 in der Sportclub Arena in Verl Jubel, Torjubel, Torschuetze, Torsch?: 3. Liga - SC Verl - SG Dynamo Dresden am 25.09.2024 in der Sportclub Arena in Verl Jubel, Torjubel, Torschuetze, Torsch?tze Christoph Daferner Dresden jubelt nach seinem Tor zum 0:2. *** 3 Liga SC Verl SG Dynamo Dresden on 25 09 2024 at the Sportclub Arena in Verl Cheering, goal celebration, goal scorer, goal scorer Christoph Daferner Dresden cheers after his goal to 0 2 MT

Christoph Daferner erzielte zwei Treffer beim Auswärtssieg von Dynamo Dresden beim SC Verl in der 3. Fußball-Liga.

Imago/Osnapix/Titgemeyer
  • Dynamo Dresden siegt 3:0 bei SC Verl, kehrt an Tabellenspitze der 3. Liga zurück.
  • Christoph Daferner erzielt zwei Tore; Maximilian Arnold von VfL Wolfsburg als Fan dabei.
  • Ungewöhnliche Blitz-Anreise wegen Hotelknappheit; Küchenmesse in Ostwestfalen.
  • Dynamo-Fans füllen Gästeblock; nächstes Spiel gegen Alemannia Aachen.
  • Spielverlauf: Tore durch Meißner und Daferner (2), Torhüter Schreiber hält die Null.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die SG Dynamo Dresden ist zurück an der Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga. Die Sachsen setzten sich am Mittwochabend beim SC Verl mit 3:0 (2:0) durch und profitierten dabei im Dauerregen in Ostwestfalen vor allem von ihrer Effektivität. In spielerischer Hinsicht können sie nicht überzeugen. Dynamo führt die Tabelle punktgleich mit dem SV Sandhausen und Erzgebirge Aue an.

Auf der Tribüne der Sportclub-Arena verfolgte ein ganz besonderer Fan die Partie: Maximilian Arnold vom Bundesligisten VfL Wolfsburg ist bekennender Dynamo-Anhänger. Der VfL-Kapitän wurde in Riesa geboren und nutzte die Chance, am Mittwochabend von Wolfsburg aus in Verl vorbeizuschauen. Das Fazit von Arnold: „Dynamo hat im Stile einer Spitzenmannschaft den Sieg geholt. Sie hatten natürlich auch etwas Glück. Und sie haben immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen. Aber man muss auch ganz ehrlich sagen, dass Verl super gespielt hat.“

Dynamo Dresden in Verl – die Tore

Robin Meißner traf in der 13. Minute zum 1:0 für den Favoriten aus Dresden. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhte Christoph Daferner auf 2:0 (45.+2). Vor 3536 Zuschauern in der Verler Sportclub-Arena war erneut Daferner per Handelfmeter erfolgreich (3:0, 62.).

Dynamo Dresden in Verl – die Aufstellung

Kapitän Stefan Kutschke fehlte diesmal in der Startelf von Trainer Thomas Stamm. Mit Vinko Sapina und Oliver Batista Meier durften bei Dynamo Dresden zwei ehemalige Verler von Beginn an ran. Jan Hendrik Marx, der in dieser Saison erst neun Einsatzminuten auf dem Konto hatte, kam zu seinem Startelf-Debüt auf der Rechtsverteidiger-Position.

Dynamo Dresden in Verl – so lief das Spiel

Dynamo Dresden setzte auf eine Blitz-Anreise nach Verl. Statt wie üblich einen Tag vor dem Spiel anzureisen, düste der Dynamo-Tross erst am Mittwoch um 14 Uhr von Dresden per Charterflieger nach Paderborn-Lippstadt. Von dort ging es per Bus 40 Kilometer nach Verl und auf diesem Weg auch wieder zurück.

Laut Dynamo-Trainer Thomas Stamm sei es nicht ganz so einfach gewesen, „für die Anzahl der Personen ein Hotel in Verl zu finden, dass es sinnvoll wäre für den Spieltag. Ansonsten wären wir auch gefahren, der Zeitplan hätte es eigentlich zugelassen“. Grund für die Hotel-Knappheit in Ostwestfalen ist offenbar eine derzeit stattfindende Küchenmesse mit Gästen aus vielen Ländern.

Am Dresdner Führungstreffer hatten die beiden Ex-Verler großen Anteil: Vinko Sapina und Oliver Batista Meier spielten Robin Meißner im Sturmzentrum frei, der nach 13 Minuten zum 1:0 traf. Wirklich Sicherheit gab dieser Treffer dem Spiel des Favoriten aber nicht. Verl mit dem fleißigen Berkan Taz im Mittelfeld rannte immer wieder an. Die beste Chance der Gastgeber in Halbzeit eins hatte Jonas Arweiler, der völlig frei vor Dynamo-Keeper Tim Schreiber auftauchte. Bei der 0:3-Heimniederlage gegen Energie Cottbus hatte ebenfalls Arweiler eine Großchance vergeben. Dynamo spielte wirklich gut, war aber extrem effektiv: Kurz vor der Pause erhöhte Christoph Daferner auf 2:0 (45.+2).

Verl – als einziges Team der 3. Liga in dieser Saison noch ohne Heimsieg – mühte sich auch nach dem Wechsel um eine Wende in diesem Spiel. Die Gastgeber schlugen jedoch kein Kapital aus ihrem Ballbesitz und den vielen Chancen. Als in der 62. Minute der Ball an die Hand von Berkan Taz sprang, sorgte Christoph Daferner per Handelfmeter für die 3:0-Vorentscheidung. Der Rest war Verwalten des Vorsprunges. Torhüter Tim Schreiber hielt in der Schlussphase die Null fest. Von Edelfan Maximilian Arnold gab es nach dem Schlusspfiff einen dicken Beifall.

Der Edelfan: Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg drückte die Dynamo Dresden beim Spiel in Verl die Daumen.

Der Edelfan: Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg drückte die Dynamo Dresden beim Spiel in Verl die Daumen.

Frank Noack

Dynamo Dresden in Verl – die Fans

1200 Dynamo-Fans begleiteten die Mannschaft trotz des Wochen-Spieltages am Mittwochabend nach Ostwestfalen und füllten damit den Gästeblock nahezu komplett (1500). Die kleine, aber feine Sportclub Arena bietet insgesamt 5207 Plätze.

Dynamo Dresden in Verl – die Reaktionen

Alexander Ende (SC Verl): „Wir bekommen derzeit viele Nackenschläge, die weh tun. Wir haben in dieser Saison bisher erst ein richtig schlechtes Spiel gemacht – gegen Energie Cottbus. Damals wussten wir, warum 0:3 verloren haben. Heute haben wir viel besser Fußball gespielt. Aber uns fehlt die Effektivität. Ich bin mir dennoch sicher, dass wir zeitnah ins Rollen kommen und noch für viel Furore sorgen werden.“

Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen spielstarken Gegner. Wir hatten über weite Strecken keinen Zugriff. Das muss ich auf meine Kappe nehmen, denn es hängt mit der Struktur zusammen.  Das ist mein Job als Trainer. Wir haben zu sehr guten Zeitpunkten die Tore gemacht. Wir waren heute sehr effizient. Es war in Summe nicht unser bestes Spiel, trotzdem sind wir glücklich über die drei Punkte.“

Jonas Arweiler (SC Verl): „Wenn ich meine große Chance genutzt hätte, wäre das Spiel in eine andere Richtung gegangen. Es nervt mich sehr. Es ist nicht das erste Spiel, wo wir besser spielen als der Gegner. Aber dafür können wir uns nichts kaufen, wenn wir nicht die drei Punkte einfahren. Wir müssen uns einfach für den großen Aufwand belohnen.“

Christoph Daferner (Dynamo Dresden): „Wir haben aus wenig heute viel gemacht. Man sieht einfach, dass wir Qualität haben. Und wir wollten unbedingt zu null spielen. Unser Trainer hat uns ganz klar darauf hinwiesen, dass erfolgreiche Mannschaften meistens eine sehr gute Defensive haben.“

So geht es Dynamo Dresden weiter

Am Spieltag der 3. Liga trifft Dynamo Dresden auf Alemannia Aachen (Sonntag, 29. September). Das Duell gegen den Aufsteiger beginnt um 16.30 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion.

SC Verl – Dynamo Dresden 0:3 (0:2)

SC Verl: Schulze - Kammerbauer, Köhler, Gruber, Stöcker (78. Kijewski) - Benger - Otto, Taz (69. Scholze), Baack (69. Stark) - Arweiler (62. Steczyk), Gayret (62. Onuoha).

Dynamo Dresden: Schreiber - Marx, Kammerknecht, Bünning, Heise - Casar - Sapina (59. Menzel), Hauptmann (84. Boeder) - Batista Meier (59. Sterner) - Daferner (73. Kutschke), Meißner (84. Lemmer).

Tore: 0:1 Meißner (13.), 0:2 Daferner (45.+2), 0:3 Daferner (62., Handelfmeter); Schiedsrichter: Max Burda (Berlin); Zuschauer: 3536; Gelbe Karten: –/Casar.