Dynamo Dresden 3. Liga: Gesperrter Trainer leidet mit den Fans im K-Block

Nur Zuschauer: Athletik- und Konditionstrainer Matthias Grahé war im Heimspiel von Dynamo Dresden gegen den VfL Osnabrück gesperrt und durfte nicht wie gewohnt mit der Mannschaft arbeiten.
Imago/Oliver Mueller- Matthias Grahé, Athletiktrainer bei Dynamo Dresden, war gegen Osnabrück gesperrt.
- Er erhielt die Gelb-Rote Karte beim Spiel gegen Ingolstadt.
- Grahé schaute das Spiel der Dresdner von der Tribüne und dem K-Block.
- Cheftrainer Thomas Stamm fordert, Emotionen zu kontrollieren.
- Grahé könnte intern eine Strafe erwarten, z.B. ein Essen für das Team.
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Das gab es noch nie: Athletik- und Konditionstrainer Matthias Grahé verpasste aufgrund seiner Sperre zum ersten Mal seit sechs Jahren ein Spiel von Dynamo Dresden – zumindest unten am Rasen. Denn Grahé war natürlich auch beim 0:1 (0:0) gegen den VfL Osnabrück am Samstag im Rudolf-Harbig-Stadion. Der 56 Jahre alte Coach hatte sich für jede Halbzeit jeweils zwei ganz besondere Plätze ausgesucht.
Matthias Grahé hatte beim 2:2-Remis von Dynamo Dresden gegen den FC Ingolstadt am Mittwoch zum ersten Mal in seiner langen Karriere als Athletiktrainer eine Gelb-Rote Karte kassiert. Der gebürtige Lausitzer – Grahé wurde in Bad Muskau geboren und hat auch schon für Energie Cottbus gearbeitet – hatte in der Schlussphase der Partie gegen Osnabrück bei der Erwärmung der Ersatzspieler hinter der Grundlinie offenbar zu laut protestiert. Schiedsrichter Felix Weller, bei dem die Karten ohnehin recht locker saßen, zeigte erst Gelb und kurz danach Gelb-Rot für den Athletiktrainer von Dynamo Dresden.

Dynamos Athletik- und Konditionstrainer Matthias Grahé (links) bekommt im Spiel gegen den FC Ingolstadt von Schiedsrichter Felix Weller die Gelb-Rote Karte gezeigt.
Robert Michael/ZB/dpaMatthias Grahé verpasste damit zum ersten seit sechs Jahren ein Spiel der SGD. Er war 2019 aus dem Nachwuchs von RB Leipzig nach Dresden gewechselt. Wie auch bei Spielern und Cheftrainern bedeutet Gelb-Rot auch in diesem Fall ein Spiel Sperre. Die Erwärmung der Dynamo-Profis wurde stattdessen von José Portela geleitet. Er verantwortet ansonsten die Bereiche Leistungsdiagnostik, Athletik- und Reha-Training bei der SGD. Cheftrainer Thomas Stamm mahnte alle Beteiligten, derartige Sperren nach Möglichkeit zu vermeiden: „Wir tun gut daran, die Emotionen so zu kanalisieren, dass wir bei uns bleiben.“
Matthias Grahé hatte sich am Samstagnachmittag für seine ungewohnte Rolle als Zuschauer zwei ganz besondere Plätze im Rudolf-Harbig-Stadion ausgesucht. Die erste Halbzeit verfolgte er gemeinsam mit den Fans im K-Block. Die zweite Halbzeit schaute er sich dann an der Seite seiner Frau Anne – einer Physiotherapeutin – von der Haupttribüne aus an. Beide wohnen in der Nähe von Pulsnitz.
Matthias Grahé hat seine Sperre in der Partie gegen den VfL Osnabrück also abgesessen. Gut möglich, dass er auch intern noch eine Runde geben muss. Thomas Stamm jedenfalls hatte vor dem Osnabrück-Spiel schmunzelnd erklärt: „Dass da was kommen muss, ist eindeutig, was die Mannschaft einfordert, weiß ich nicht.“ Seine aktuelle Beobachtung: „Es stand noch kein Foodtruck vorm Trainingszentrum. Es gab auch noch keinen Grillabend, ich war zumindest nicht eingeladen“, so der Dynamo-Trainer.
Der gegen Osnabrück ebenfalls gesperrte SGD-Profi Sascha Risch erklärte bei Magentasport: „Es wurde noch nicht angesprochen, weil sich in der englischen Woche viel aufs Spiel konzentriert wird. Entweder er zahlt etwas in die Mannschaftskasse, oder vielleicht lädt er uns mal zum Essen sein.“
