Dynamo Dresden 3. Liga
: Fehlentscheidung und Rot gegen Verl – Schiri-Experte urteilt

Beim Spiel von Dynamo Dresden gegen den SC Verl gab es Diskussionen um einen nicht gegebenen Elfmeter für die SGD. Schiedsrichter-Experte Babak Rafati analysiert die Szene.
Von
Frank Noack
Dresden
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SG Dynamo Dresden - SC Verl: 01.03.2025, Sachsen, Dresden: Fußball: 3. Liga, SG Dynamo Dresden - SC Verl, 26. Spieltag, Rudolf-Harbig-Stadion; Dynamos Christoph Daferner (l) und Mika Baur diskutieren mit Schiedsrichter Nico Fuchs. Foto: Robert Michael/dpa/ZB - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes ZB-Funkregio Ost +++ ZB-FUNKREGIO OST +++

Heftige Diskussion: Mike Baur (Mitte) und Christoph Daferner von Dynamo Dresden diskutieren mit Schiedsrichter Nico Fuchs.

Robert Michael/dpa
  • Dynamo Dresden gewinnt 3:0 gegen SC Verl und führt nun die 3. Liga an.
  • Schiedsrichter-Experte Babak Rafati kritisiert zwei Fehlentscheidungen im Spiel.
  • Rafati: Zwei nicht gegebene Elfmeter für Dresden in der 51. und 61. Minute.
  • Trotz Kritik erhielt Schiri Nico Fuchs vom Kicker die Note 1.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf der Anzeigetafel im Rudolf-Harbig-Stadion stand am Ende der 90 Minuten ein klares Ergebnis: Dynamo Dresden setzte sich am Samstag gegen den SC deutlich mit 3:0 (1:0). Die SGD übernahm mit diesem letztlich ungefährdeten Heimsieg gegen die Gäste aus Ostwestfalen die Tabellenführung in der 3. Liga.

Trotzdem stand auch Schiedsrichter Nico Fuchs mehrmals im Mittelpunkt. Zum Beispiel als Mika Baur im Zweikampf mit Verls Yari Otto im Strafraum zu Fall kam (51. Minute). Baur forderte in dieser Szene vehement einen Elfmeter – der Schiri ließ jedoch weiterlaufen.

Eine Fehlentscheidung? Ja, sagt Schiedsrichterexperte Babak Rafati. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter analysiert für das Internetportal Liga3-Online.de einmal pro Woche immer am Montag die strittigen Entscheidungen des zurückliegenden Wochenendes in der 3. Liga. Rafati (54) leitete insgesamt 84 Bundesliga-Partien und zahlreiche internationale Spiele.

Elfmeter für Dynamo Dresden?

Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Baur legt sich den Ball im Strafraum an Gegenspieler Otto vorbei. Dieser nimmt das Bein heraus und lässt Bauer über dieses Bein zu Fall kommen. Das ist ein Foulspiel und hätte einen Elfmeter geben müssen. Auch das Fallmuster ist typisch für ein Foulspiel“

Das Urteil von Babak Rafati: „Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen und keinen Elfmeter zu geben.“

Der Schiedsrichter-Experte listet in seiner Analyse des Spiels zwischen Dynamo Dresden und dem SC Verl noch eine weitere Fehlentscheidung auf – auch diesmal zu Ungunsten von Dynamo Dresden. Es geht um ein Foulspiel von Verls Tom Baack an Niklas Hauptmann im Strafraum in der 61. Minute. Baack habe hinter Hauptmann keine Chance mehr, an den Ball zu kommen, beurteilt Rafati diese Szene: Er gibt ihm daraufhin nur einen Stoß von hinten in den Rücken, was ausreicht, um diesen aus der Balance und schließlich zu Fall zu bringen. Das ist ein Foulspiel, das einen Elfmeter nach sich ziehen muss. Zudem ist die Aktion nur gegnerorientiert. Hauptmann hat eine große Torchance, sodass es in dieser Szene obendrein die Rote Karte hätte geben müssen.“

Schiedsrichter Nico Fuchs aus Bergisch Gladbach bekam vom Fachmagazin Kicker die Note 1 für seine Leistung in diesem Spiel. Seine Assistenten waren Jonah Besong (Duisburg) und Tobias Esch (Königswinter). Vierter Offizieller: Kenny Abieba (Nürnberg).

Im Video: Pressekonferenz Dynamo Dresden gegen Verl

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