Dynamo Dresden 3. Liga
: Fehlentscheidung beim SGD-Tor in Essen? Schiri-Experte urteilt

Beim Spiel von Dynamo Dresden gegen Rot-Weiss Essen gab es Diskussionen um das Tor für die SGD durch Lukas Boeder. Schiri-Experte Babak Rafati analysiert die Szene.
Von
Frank Noack
Dresden
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Rot-Weiss Essen - Dynamo Dresden: 15.03.2025, Nordrhein-Westfalen, Essen: Fußball: 3. Liga, Rot-Weiss Essen - Dynamo Dresden, 29. Spieltag, Stadion an der Hafenstraße. Torjubel Dynamo Dresden nach dem Tor zum 1:1 durch Dresdens Lukas Boeder, der jubelnd in die Luft springt. Foto: Christoph Reichwein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Dynamo Dresden jubelt – Rot-Weiss Essen protestiert: Das Tor von Lukas Boeder (Mitte) sorgte für Diskussionen.

Christoph Reichwein/dpa
  • Dynamo Dresden erzielte ein umstrittenes Tor gegen Rot-Weiss Essen durch Lukas Boeder.
  • Schiedsrichterexperte Babak Rafati entschied, dass das Tor korrekt war.
  • Rafati analysierte weitere Szenen, darunter einen indirekten Freistoß für Essen.
  • Boeder widmete den Treffer seinem verstorbenen Vater.
  • Schiedsrichter Timon Schulz erhielt die Note 3 für seine Leistung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dynamo Dresden jubelte über den Treffer zum 1:1-Ausgleich durch Lukas Boeder – von Rot-Weiss Essen gab es wilde Proteste. In jedem Fall wurde das Tor kontrovers diskutiert.

Torschütze Lukas Boeder freute sich derweil als gebürtiger Essener ganz besonders über das Tor. Er widmete den Treffer seinem verstorbenen Vater. „Ich war nach der Ecke noch vorn und dann habe ich ein bisschen rumgestochert“, erklärte der Mittelfeldspieler.

Diskutiert wurde über ein mögliches Foulspiel bei der Balleroberung durch Dominik Kother im Zweikampf mit dem Essener Mustafa Kourouma. Der Schiedsrichter gab das Tor trotz der Essener Proteste.

Eine Fehlentscheidung? Nein, sagt Schiedsrichterexperte Babak Rafati. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter analysiert für das Internetportal Liga3-Online.de einmal pro Woche immer am Montag die strittigen Entscheidungen des zurückliegenden Wochenendes in der 3. Liga. Rafati (54) leitete insgesamt 84 Bundesliga-Partien und zahlreiche internationale Spiele.

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Diskussion über Tor von Dynamo Dresden

Die Sicht von Babak Rafati auf die betreffende Szene: „Bei diesem Zweikampf spielt Kother im Duell mit Kourouma den Ball. Dass es dabei auch zu einem möglichen Kontakt gekommen sein könnte, ist nicht auszuschließen. Im Fußbereich ist alles okay, im Oberkörperbereich scheint sich der Verteidiger bedrängt zu fühlen und deshalb einen Freistoß haben zu wollen. Das erkennt man daran, dass sich der Verteidiger nicht an den Fuß fasst, was immer signalisieren soll, am Fuß getroffen worden zu sein, sondern die Arme hochreißt, um eben zu signalisieren, geschubst worden zu sein. Allerdings ist kein Foulspiel auszumachen beziehungsweise ist der Einsatz zu wenig für ein Foulspiel. Da muss ein Verteidiger konzentrierter und nicht so nachlässig zu Werke gehen. Solch ein Zweikampf würde man auf der anderen Seite für einen Stürmer auch nicht pfeifen.“

Das Urteil von Babak Rafati: „Eine richtige Entscheidung, weiterspielen zu lassen und den anschließenden Treffer anzuerkennen.“

Der Schiedsrichter-Experte listet in seiner Analyse des Spiels zwischen Rot-Weiss Essen gegen Dynamo Dresden noch eine weitere Szene auf: den indirekten Freistoß für Essen nach der doppelten Ballberührung von Dynamo-Torhüter Tim Schreiber beim Abstoß. „Keeper Schreiber legt sich den Ball zum Abstoß hin und berührt den Ball zweimal, wenn auch unbeabsichtigt. Das ist regeltechnisch ein zweimaliges Ballspielen, was einen indirekten Freistoß nach sich zieht. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, auf indirekten Freistoß zu entscheiden“, analysiert Rafati.

Schiedsrichter Timon Schulz aus Hannover bekam vom Fachmagazin Kicker die Note 3 für seine Leistung in diesem Spiel. Seine Assistenten waren Alexander Roppelt (Bad Schwartau) und Christoph Kluge (Bremen). Vierter Offizieller: Stefan Zielsdorf (Haselünne).