Dynamo Dresden – 1860 München: Rot und Elfmeter – Schiri-Experte zu Fehlentscheidungen

Nicht nur der harte Körpereinsatz von Christoph Daferner beim Tor zum 2:1 für Dynamo Dresden gegen 1860 München war am Sonntagabend umstritten.
Robert Michael/dpaViele knifflige Szenen für Schiedsrichter Nicolas Winter beim 5:2-Sieg von Dynamo Dresden am Sonntag (16. Februar) gegen 1860 München – im Nachgang sieht Schiedsrichter-Experte Babak Rafati zwei Fehlentscheidungen. Es hätte demnach einmal Rot und einmal Elfmeter geben müssen. Allerdings: Bei einigen Szenen attestiert der ehemalige Fifa-Referee dem Unparteiischen auch, dass er richtiggelegen hat.
Babak Rafati bewertet auf Liga3-Online die strittigen Szenen der 3. Liga und hat beim Sonntagabendspiel gleich mehrere Szenen unter die Lupe genommen. Die beiden Fehler von Winter sieht er auf beide Seiten verteilt.
Zwei Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Winter
Glück für Dynamo Dresden: Bei einem Konter in der 11. Minute wurde Julian Guttau (1860) von Niklas Hauptmann (Dresden) kurz vor dem Strafraum gestoppt. Winter ließ weiterspielen. Rafati kritisierte diese Entscheidung scharf: Hauptmanns Aktion sei ein klares Foulspiel gewesen und hätte einen Freistoß und eine rote Karte für eine Notbremse nach sich ziehen müssen.
Glück für 1860 München: In der 25. Minute entschied Schiedsrichter Winter nach einem Freistoß, als Mika Baur (Dresden) von Sean Dulic (1860) am Fuß getroffen wurde, auf Weiterspielen. Rafati widersprach und erklärte, Dulics Aktion sei ein Foulspiel gewesen, das einen Elfmeter und die gelbe Karte hätte nach sich ziehen müssen.
Richtige Entscheidungen von Schiedsrichter Winter
Bei diesen umstrittenen Entscheidungen lag Schiedsrichter Winter laut Experte Rafati richtig.
Das Tor zum 2:1 für Dynamo Dresden: In der 32. Minute setzte sich Christoph Daferner (Dresden) nach einer Flanke im Strafraum gegen Leroy Kwadwo (München) durch, der dabei zu Fall kam. Schiedsrichter Nicolas Winter gab den Treffer. Rafati bewertete die Entscheidung als korrekt und erklärte, Daferners Körpereinsatz sei regelgerecht gewesen.
Das Tor zum 3:1 für Dynamo Dresden: Eine weitere umstrittene Szene ereignete sich in der 39. Minute: Bei einer Ecke ging Leroy Kwadwo (München) im Strafraum zu Boden, doch das Spiel lief weiter, und unmittelbar danach fiel das 3:1 für Dresden. Rafati befand die Entscheidung, den Zweikampf laufen zu lassen, für korrekt, da kein regelwidriger Kontakt vorgelegen habe.
Der Handelfmeter für 1860 München: Schließlich erhielt 1860 München in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem Handspiel von Andi Hoti (Dresden) im Strafraum einen Elfmeter. Rafati stimmte dieser Entscheidung zu, da Hotis Arm in einer unnatürlichen Position gewesen sei.


