„Wieso ist in der Lausitz eigentlich das Glas gefühlt immer halbleer?“ – das hatte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor dem Cottbuser Endspiel bei Eintracht Braunschweig gefragt. Seine Antwort: „Ich weiß es nicht!“

Auch der langjährige Energie-Fan Stefan Braack hatte vor dem so entscheidenden Spiel am Samstag (13.30 Uhr/RUNDSCHAU-Liveticker) das Gefühl, dass die Cottbuser zwar über dem Strich in der Drittliga-Tabelle stehen – dennoch mit einem mulmigen Gefühl in Braunschweig antreten.

Dagegen wollte er nun etwas tun und hat sich hingesetzt und in anderthalb Stunden die Wahrscheinlichkeiten ausgerechnet, weil er die Ausgangs- und Gefühlslage zwischen Opti- und Pessimismus auch nicht so richtig greifen konnte. Sein Ergebnis: Energie Cottbus bleibt zu 93 Prozent in der 3. Liga.

In der RUNDSCHAU-Redaktion haben wir uns intensiv mit der komplizierten Rechnung des Energie-Fans auseinandergesetzt und geben ehrlich zu: Bis ins letzte Detail haben wir das nicht verstanden. Aber wie hat schon einst der Energie-Verteidiger und spätere Sportdirektor Christian Beeck gesagt: „Fußball ist keine Atomphysik.“ Von daher: Wir von der schreibenden Zunft gestehen hiermit unsere mathematischen Schwächen ein und geben dennoch allen Energie-Fans diese Berechnung von Stefan Braack als Hoffnungsformel mit in den Samstag.

Dazu kommt aber auch noch die Warnung des Energie-Anhängers, der am Samstag in Braunschweig persönlich im Stadion sein wird: „Wichtig ist nur: die Rechnung darf bei keinem in dem Kader Nachlässigkeit auslösen!“, schreibt Braack und fordert: „Es heißt kämpfen bis die Wahrscheinlichkeit bei 100 Prozent steht!“

Den RUNDSCHAU-Liveticker zum Spiel gibt es hier: Eintracht Braunschweig - Energie Cottbus