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: Die Qual der Wahl für Bojan Prasnikar

Der FC Energie Cottbus bestreitet am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) sein letztes Saisonspiel bei Hannover 96. Im Gegensatz zum 2:0 des FCE vor Wochenfrist gegen den HSV hat diesmal Energie-Cheftrainer Bojan Prasnikar die Qual der Wahl, was die
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Die zuletzt gelbgesperrten Daniel Ziebig, Mario Cvitanovic und Stanislav Angelov kehren in den Cottbuser Kader zurück. Der Einsatz von Vragel da Silva ist mit einem Fragezeichen versehen.

Doch bevor es um das Spiel gegen den alte Kontrahenten aus Hannover ging, verkündete Energie-Präsident Ulrich Lepsch ganz offiziell noch einmal die Vertragsverlängerung mit Bojan Prasnikar bis zum Jahre 2010 (die RUNDSCHAU berichtete). „Wir haben es so lange unter der Decke gehalten, weil für uns erst einmal der Klassenerhalt im Vordergrund stand“ , begründete der FCE-Präsident den schon in der Winterpause perfekt gemachten Deal. Auch der Kontrakt von Co-Trainer Guido Hoffmann läuft weiter bis 2010.

Am Samstag kann Prasnikar gegen Hannover aus dem Vollen schöpfen, was den Spielerkader betrifft. Denn die Elf aus dem HSV-Spiel steht ebenso zur Verfügung, wie das Stammspieler-Trio Ziebig, Cvitanovic und Angelov.
„Es ist doch schön, wenn es mehr Konkurrenz in der Mannschaft gibt“ , verkündete Prasnikar verschmitzt und verkündete gleichzeitig, dass er in Hannover wieder „etwas probieren“ wolle, ohne jedoch „Ross und Reiter“ zu nennen.

Möglich ist sogar, dass er für seinen Abwehrspieler Vragel da Silva so etwas wie eine „Schutzsperre“ verhängt. Denn der Brasilianer war vor Jahresfrist in Niedersachsen mit Hanno Balitsch aneinandergeraten, wofür er nachträglich gesperrt wurde. Beim 5:1 in Cottbus wurde er wegen einer Attacke gegen Gaetan Krebs ebenfalls nachträglich für acht Spiele gesperrt. Hannovers Trainer Dieter Hecking hatte damals gar Berufsverbot für da Silva gefordert. „Möglich, dass er eine Pause bekommt“ , hielt sich Prasnikar bedeckt und FCE-Manager Steffen Heidrich meinte: „Wir wollen nicht unnötig etwas provozieren. Wir haben jede Menge Alternativen und eine intakte Mannschaft.“

Der Brasilianer selbst sagte: „Wenn die Zuschauer pfeifen, wenn ich spiele, ist mir das egal. Sie sind da draußen und ich auf dem Platz. Ich werde jedenfalls mein Bestes geben.“

Dass Hannover nach dem 1:6-Debakel gegen Werder Bremen vom vergangenen Wochenende besonders motiviert sein wird, die Scharte wieder auszuwetzen, will Prasnikar nicht überbewerten. „In jeder Meisterschaft gibt es solche Nackenschläge. Wir haben gegen Schalke auch ganz schnell zwei Tore kassiert, da kriegst du ganz schnell fünf“ , sprach Prasnikar aus Erfahrung Er fügte aber auch an: „Natürlich wollen wir auch in Hannover punkten. Wie viele Zähler es am Ende werden, ist eigentlich egal, denn an unserem Tabellenplatz ändert das nichts mehr“ .

In der Tat ist der FCE mit 36 Punkten nicht mehr von Platz fünfzehn zu verdrängen. Selbst wenn Bielefeld in Stuttgart gewinnt und auch auf 36 Zähler käme, hat der FCE das deutlich bessere Torverhältnis (Energie: – 17/Bielefeld: – 25). In der letzten Saison unterlag der FCE in Hannover 0:2. In der Spielzeit 2002/2003 gelang den Cottbusern ein 3:1-Auswärtserfolg gegen die Niedersachsen.
Auch nach dem erreichten Klassenerhalt ist das Interesse der Energie-Fans ungebrochen. Ein Sonderzug startet nach Hannover wo den FCE 2700 Anhänger unterstützen werden.