
DFB: DFB kündigt schnelle Bestrafung aller beteiligten Spieler an
Das sportgerichtliche Urteil könne „vielleicht sogar weit vor einer Anklageerhebung und einer richterlichen Entscheidung“ fallen. Der DFB werde auch der Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen helfen. „Sobald wir wissen, gegen wen ermittelt wird, werden wir der Staatsanwaltschaft natürlich alles zur Verfügung stellen, was sie braucht“, sagte Zwanziger. „Es liegt ganz in unserem Sinne, dass die Staatsanwaltschaft das so aggressiv angeht.“ Menschen, die den Fußball für ihre kriminellen Zwecke ausnutzten, müssten aus dem Sport entfernt werden, sagte Zwanziger. „Wenn wir die Dinge unter den Teppich kehren würden, dann hätten wir das schleichende Gift der Betrügereien und Manipulationen in unserem Haus.“ Am Freitag war Europas Fußball vom größten Betrugsskandal seiner Geschichte erschüttert worden. Laut Staatsanwaltschaft Bochum stehen rund 200 Spiele in mehreren europäischen Ländern unter Manipulationsverdacht, es gebe „bisher über 200 Tatverdächtige“. In Deutschland sind nach vorläufiger Darstellung der Staatsanwaltschaft und der Polizei Bochum insgesamt 32 Spiele der 2. und 3. Liga sowie der Regional- und Oberliga betroffen. Mit Belgien, der Schweiz, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien, der Türkei und Ungarn sind acht weitere Länder ebenfalls im Visier. Größtenteils sollen Erstligaspiele betroffen sein. Für Betrügereien sollen nach Medienberichten zwischen 5000 und 25 000 Euro geflossen sein. dpa/tra