Vor der Saison klang das so: Braunschweig gegen Cottbus am letzten Spieltag – da kämpft die Eintracht vielleicht noch um den Aufstieg und Energie gegen den Abstieg. Denkste! Es ist ein Endspiel auf Augenhöhe. Dass Braunschweig vorm Absturz in die Viertklassigkeit zittern muss, ordnet die Cottbuser Leistungen in dieser komplizierten 3. Liga gut ein. Dort traf der FCE auf einige Clubs aus einer anderen Fußballwelt: 1860 mit viel Geld aus Jordanien, Uerdingen mit russischen Millionen, Kaiserslautern mit extremer landespolitischer Unterstützung – oder eben auch Braunschweig. Gegenüber dem mit vielen Fernsehgeld-Millionen aufgepumpten Eintracht-Kader kommt der FCE fast wie eine Betriebssportgemeinschaft aus dem Braunkohlerevier daher. Dennoch: Für den Klassenerhalt benötigt Energie kein Fußballwunder, sondern nur ein Tor mehr als Braunschweig. Eine derart romantische Sportgeschichte müsste doch in den Zeiten der Überkommerzialisierung nicht nur für Sympathisanten des Cottbuser Fußballs vor allem eines sein: unbezahlbar.