Es ist ein schwieriger Start, der Energie Cottbus am Samstag bevorsteht. Mit der extrem jungen, völlig neu zusammengestellten Mannschaft sind die Chancen auf einen Auftaktsieg gegen Altglienicke eher gering. So unglaublich es bei dieser Begegnung zwischen dem ehemaligen Lausitzer Erstligisten und dem einstigen Kreisliga-Team aus Randberlin klingt, aber in meinen Augen sind die Gäste aufgrund ihrer Erfahrung und ihres eingespielten Kaders sogar der Favorit.

Es bedarf zumindest einer ­echten Energie-Leistung des Mini-­Kaders, um nicht mit einem Negativerlebnis in diese komplizierte Saison zu starten.

Entscheidend wird wohl sein, dass diese Ausgangsposition allen Beteiligten, also Spielern, Trainer und Zuschauern tatsächlich bewusst ist. Es bringt nichts, diese Mannschaft nun mit Titelträumen und Aufstiegshoffnungen zu überfrachten. Das frühzeitig ausgegebene Ziel von der „Mission Wiederaufstieg“ hat ohnehin schon eine Erwartungshaltung erzeugt, die zumindest mit diesem Kader nicht zu erfüllen ist. Der bevorstehende Abschied von Leon Schneider verschärft die Lage.

Das Team benötigt noch mehr Qualität, und vor allem genügend Zeit, um sich etablieren zu können. Es gehört auch ein bisschen Fantasie dazu, den Talenten um die Geisler-Brüder oder Broschinski und Raak den entscheidenden Entwicklungsschub zuzutrauen. Diese Fantasie sollte sich die Fußball-Lausitz an diesem Auftakt-Wochenende einfach mal gönnen. Ansonsten droht ein Trostlos-Start.

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Unmittelbar nach dem Abpfiff gibt es hier auf LR Online eine Zusammenfassung mit den Höhepunkten des Spiels.

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