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: Cottbuser Trophäensammlung hat noch einen Platz frei

Wie gern erinnern sich die Energie-Fans an die Sternstunden im Stadion der Freundschaft. An Siege gegen die Topteams der Liga wie zuletzt am 10. Mai 2008 gegen den Hamburger SV (2:0). Nur gegen Borussia Dortmund hatten die FCE-Anhänger zu Hause noch
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FCE-Trainer Bojan Prasnikar liebt diese Vergleiche: „Für uns ist jeder Samstag wie ein Spiel in der Champions League“ , sagt er mit Blick auf den Gegner Borussia Dortmund, der in diesem Jahr zumindest im Uefa-Cup auf der internationalen Bühne steht. Heute kommt also mal wieder einer der ganz großen Bundesliga-Vereine ins Stadion der Freundschaft. Solche Spiele gegen Bayern, Schalke, Hamburg oder eben Dortmund sind für Energie Cottbus jedes Mal ein Feiertag.
Die Bundesliga-Riesen hingegen fahren mit gemischten Gefühlen zu dieser „Pflichtaufgabe“ . Zu Recht. Ein Blick in die Cottbuser Jagdstube besagt tatsächlich: Fast alle Großen der Liga hat der FCE auf heimischem Rasen schon erlegt. Nur Borussia Dortmund fehlt noch in der Trophäensammlung. Fünf Heimspiele gegen den BVB und bis jetzt nur Niederlagen. „Bis jetzt“ , bestätigt Mariusz Kukielka mit deutlicher Betonung auf das „jetzt“ . Der polnische FCE-Innenverteidiger sagt kämpferisch: „Jede Serie ist einmal zu Ende – vielleicht auch bald die gegen Dortmund.“ Torhüter Gerhard Tremmel ist da vorsichtiger. Er erinnert an das Heimspiel gegen Dortmund in der Vorsaison. „Das war ähnlich wie zuletzt gegen Hoffenheim. Wir haben ein frühes Gegentor bekommen und wurden danach ausgekontert,“ beschreibt er die 0:2-Niederlage. Seine Ansage ans Team: „Wir müssen sicher stehen und druckvoller nach vorn spielen. Wir werden sehen, wozu das reicht.“
Die Cottbuser Jagdgemeinschaft gibt sich zurückhaltend, während das Dortmunder Großwild mit der eigenen Stärke kokettiert. Fast schon gönnerhaft bot BVB-Chef Hans-Joachim Watzke zuletzt dem FCE-Manager Steffen Heidrich ein Unentschieden für das heutige Spiel an. Wohl wissend, dass der BVB derzeit bestens in Form ist. Nach zwei ordentlichen Spielen gegen Leverkusen und Bayern schauen die Borussia-Fans schon wieder ganz nach oben – eben in Richtung Champions League. Und mit der kurzfristigen Verpflichtung des südkoreanischen Nationalspielers Young-Pyo Lee zeigen die Dortmunder, dass sie auch namhafte Ausfälle wie den von Kapitän Dede gut verkraften können.
Lee wird gegen Cottbus allerdings noch nicht auflaufen. BVB-Trainer Jürgen Klopp vertraut der Elf, die Bayern München an den Rand einer Niederlage gebracht hatte. FCE-Trainer Bojan Prasnikar hat sich diese Spiel im Westfalenstadion angesehen. Er lobt den BVB in höchsten Tönen: „Das ist eine sehr starke Mannschaft.“ In der internen Videoanalyse hat der Slowene seiner Mannschaft allerdings sehr wohl auch Schwachstellen im Dortmunder Spiel gezeigt. Sein Team soll sich in der Defensive auf die Lauer legen, um dann die junge Verteidigung (Durchschnittsalter 20,5 Jahre) mit schnellen Kontern zu zerlegen. Manager Steffen Heidrich hat das Angebot von BVB-Chef Watzke übrigens dankend abgelehnt. Er hat wahrscheinlich an die Cottbuser Trophäensammlung gedacht. Und in der Champions League fängt man Großwild nur mit Siegen.