Die Fans auf der Nordwand feierten nach dem Schlusspfiff die Spieler. Und die Spieler ließen sich feiern – aber diesmal eben nur ein wenig. Danach wollten die Profis um Siegtorschütze José-Junior Matuwila schnell in die Kabine. Denn der Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga geht weiter!

Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz fiel das Lächeln nach dem 2:1 (1:0)-Heimsieg von Energie Cottbus gegen den VfR Aalen schwer. Trotz des wichtigen Heimdreiers im Duell mit dem bereits abgestiegenen Schlusslicht ist der FCE noch längst nicht gerettet.

Im Gegenteil: Um den Klassenerhalt zu sichern, müssen die Lausitzer nach Lage der Dinge am letzten Spieltag beim Mitkonkurrenten Eintracht Braunschweig unbedingt gewinnen. „Wir haben es selbst in der Hand, aber die Situation ist brandgefährlich“, erklärt Trainer Claus-Dieter Wollitz vor dem Zitterfinale am kommenden Samstag in Braunschweig (13.30 Uhr).

„Situation brandgefährlich“

Energie liegt nach dem 37. Spieltag zwar auf Rang 15, hat aber nur zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Weil die Konkurrenz im Tabellenkeller ebenfalls punktete, konnte am Samstagnachmittag trotz einer guten Leistung des FCE gegen Aalen der Klassenerhalt noch nicht gefeiert werden.

Jürgen Gjasula brachte die Gastgeber vor 12.232 Zuschauern im Stadion der Freundschaft schon in der 12. Minute in Führung. Doch der Tabellenletzte aus Schwaben gab sich nicht geschlagen und glich durch einen Foulelfmeter von Nicolas Sessa (31.) aus. In der zweiten Halbzeit erzielte José-Junior Matuwila den 2:1-Siegtreffer (77.).

„So ein rassiges Spiel hätte dann auch den Höhepunkt verdient gehabt. Wir werden nun am kommenden Samstag in Braunschweig alles daransetzen, um mit dem Klassenerhalt in die Lausitz zurückzukehren“, betont Wollitz.

„Noch einen raushauen“

„In Braunschweig müssen wir noch einen raushauen“, ergänzt Kevin Weidlich. Und Jürgen Gjasula meint: „Wir haben drei Punkt mehr auf dem Konto, das war unser Ziel. Leider waren die Ergebnisse so, dass jetzt immer noch alles möglich ist. Wir müssen fokussiert eine Woche weitermachen und gegen Braunschweig dann den Klassenerhalt klar machen.“

Gjasula wird dann allerdings fehlen. Der Mittfeld-Chef ist ausgerechnet im Zitterfinale wegen der 5. Gelben Karte gesperrt.

Von den unmittelbaren Abstiegskandidaten kamen auch Carl Zeiss Jena (1:0 in Meppen) und die SG Sonnenhof Großaspach (5:2 gegen Zwickau) zu Siegen. Fortuna Köln verlor bei 1860 München mit 2:3 und steht nach Aalen nun auch als Absteiger fest. Die Sportfreunde Lotte unterlagen in Unterhaching 0:3, Eintracht Braunschweig blieb beim 0:1 in Halle ebenfalls erfolglos.

Damit geht es am letzten Spieltag zwischen Braunschweig (44 Punkte), Cottbus (44), Jena (43), Großaspach (42) und Lotte (40) um die weiteren beiden Absteiger. Theoretisch könnte es auch noch Unterhaching (45) treffen.

Überraschende Erkenntnis

Wie gesagt: Energie muss ohne Gjasula bei Mitkonkurrent Braunschweig ran. Jena erwartet die inzwischen geretteten Löwen aus München. Großaspach spielt bei den abgestiegenen Kölnern. Lotte erwartet Würzburg, das in der Tabelle jenseits von Gut und Böse ist.

Energie Cottbus hat es zwar selbst in der Hand, aber vor rund 20.000 Zuschauern in Braunschweig wohl auch die schwerste Aufgabe am letzten Spieltag.

In der Infobox haben wir alle Konstellationen beleuchtet. Die überraschende Erkenntnis: Ein Remis in Braunschweig bringt Energie nix! Cottbus muss gewinnen.

Bildergalerie Stadion der Freundschaft

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