(jal/noc/swr) Noch bevor Bayern-Trainer Niko Kovac sich am Montagabend zur bevorstehenden Verpflichtung von Vize-Weltmeister Ivan Perisic äußerte und auf den Bundesliga-Start am Freitag gegen Hertha BSC schaute, hatte der 47-Jährige ein anderes Anliegen: „Ich möchte zuerst Energie Cottbus loben“, so der Ex-Profi, der einst mit München und auch dem Hamburger SV selbst im Stadion der Freundschaft gespielt hatte. Kovac betonte: „Energie hat sich gewehrt von der ersten bis zur letzten Minute. Es war eine tolle Atmosphäre, so kenne ich Cottbus. Es war ein schönes Pokalspiel“, befand der Coach des Rekordmeisters.

Auch seine Spieler waren voll des Lobes für den jungen Gegner aus der Regionalliga Nordost. Nationalkeeper Manuel Neuer erklärte in der ARD: „Sie haben es toll gemacht, alle waren mit dem Herzen dabei. Ganz ehrlich, für einen Viertligisten war das richtig gut.“ Von der prickelnden Atmosphäre war der 33-Jährige, der 2007 mit Schalke in Cottbus sogar mal verloren hatte, nicht überrascht: „Das ist eine Fußballstadt, bei Energie Cottbus ist es für uns nie einfach gewesen“, so Neuer.

Auch David Alaba, der 2011 mit Erstligist Hoffenheim gegen den damals zweitklassigen FC Energie mit Trainer Claus-Dieter Wollitz sensationell aus dem Pokal geflogen war, hatte es geahnt und beschrieb am ARD-Mikrofon: „Wir wussten, dass das kein einfaches Spiel wird.“ Er verdeutlichte mit Blick auf die Ränge: „Man sieht, dass das ein Traditionsverein ist, dass da alle hinter dem Verein stehen, egal in welcher Lage er ist. Das hat uns ziemlich viel abverlangt.“