
Tropical: „Punktlandung“ unter Palmen
Warum kam die Einigung mit Tropical Islands so spät zustande?
Nach dem Ausstieg von Penny im November suchte Vermarkter Infront gemeinsam mit Energie nach einem neuen Geldgeber. Es gab zwar Verhandlungen mit Interessenten, sie konnten jedoch nicht finalisiert werden. Vor 14 Tagen wurden die Gespräche mit Tropical Islands intensiviert. Das Unternehmen ist seit zwei Jahren als Sponsor im Stadion präsent. „Die junge, sympathische Mannschaft und die hochkarätigen Spiele der 2. Bundesliga bieten ein attraktives Umfeld, um die Bekanntheit von Tropical Islands in ganz Deutschland zu erhöhen“, erklärt Marketingchef Kim Schäfer.
Muss Energie wegen der späten Einigung Einbußen hinnehmen?
Nein, im Gegenteil. Das finanzielle Volumen bewegt sich in ähn lichen Dimensionen wie bei Penny: Der Discounter hatte etwa 850 000 Euro pro Saison überwiesen. Allerdings profitiert Energie davon, dass Tropical insgesamt weniger Werbefläche beansprucht als Penny. Der Verein kann also die freigewordenen Flächen zusätzlich vermarkten.
Passen die Partner zusammen?
Ja, denn anders als Penny mit dem Rewe-Hauptsitz in Köln ist Tropical in der Region verwurzelt. Vom Stadion der Freundschaft bis zu Europas größter tropischer Urlaubswelt sind es nur 60 Kilometer. „Wir freuen uns, einen Hauptsponsor mit regionalem Bezug gefunden zu haben“, sagt FCE-Präsident Lepsch.
Wie sieht die Zusammenarbeit konkret aus?
Der Vertrag gilt zunächst für ein Jahr. Neben der Trikotwerbung ist Tropical weiterhin im Stadion präsent. Zudem soll es gemeinsame Events geben. „Zum Beispiel ist ein Fußball turnier bei Tropical denkbar. Wir haben viele Pläne“, kündigt FCE-Marketingleiter Ralf Lempke an.