Attentate in der USA
: Auf welche US-Präsidenten gab es Anschläge?

Nach den jüngsten Attentatsversuchen auf Donald Trump stellt sich die Frage, ob es noch weitere Anschläge auf Staatsoberhäupter der USA gab. Hier könnt ihr alles dazu nachlesen.
Von
Elias Hoffmann
Washington D.C.
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Donald Trump ist einer von vielen Staatsoberhäuptern der Vereinigten Staaten Amerikas, auf den ein Attentat ausgeübt wurde. Welche es noch waren, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Donald Trump ist einer von vielen Staatsoberhäuptern der Vereinigten Staaten Amerikas, auf den ein Attentat ausgeübt wurde. Welche es noch waren, erfahrt ihr in diesem Artikel.

UPI/dpa
  • Attentate auf US-Präsidenten: Lincoln (1865), Garfield (1881), McKinley (1901), Kennedy (1963) getötet.
  • Überlebte Angriffe: Theodore Roosevelt (1912), Franklin D. Roosevelt (1933), Reagan (1981), Bush (2005), Trump (2024).
  • Lincoln ermordet im Ford's Theater, Kennedy in Dallas erschossen, Verschwörungstheorien um JFK.
  • Reagan überlebte Schüsse 1981, Bush entging 2005 Handgranatenangriff.
  • Trump 2024 bei Wahlkampfveranstaltung angeschossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 13. Juli 2024 wurden alle Bürger der Welt daran erinnert, dass selbst ein ehemaliger Präsident vor keinem Anschlag auf sein Leben sicher ist. Das ehemalige Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten Donald Trump wurde auf einer Wahlkampfveranstaltung angeschossen und kam mit dem Leben davon. Anderen ehemaligen Präsidenten der USA hingegen war dieses Glück nicht vergönnt. Auf diese US-Präsidenten gab es bereits Attentate.

Diese Präsidenten sind im Amt getötet worden

  • Abraham Lincoln († 15.04.1865)
  • James A. Garfield († 19.09.1881)
  • William McKinley († 14.09.1901)
  • John F. Kennedy († 22.11.1963)

Abraham Lincoln

Abraham Lincoln war der 16. Präsident der USA. Als Oberbefehlshaber führte er die Vereinigten Staaten zum Sieg über die sklavenhaltenden Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865). Die wesentliche Kapitulation der konföderierten Nord-Virginia-Armee in Appomattox erlebte er noch mit, das offizielle Ende des Sezessionskrieges jedoch nicht. Am 14. April 1865 – fünf Tage nach der Kapitulation – schoss Schauspieler John Wilkes Booth auf den ersten Präsidenten der republikanischen Partei. Der Tatort: Das Ford’s Theater in Washington. Dort besuchte Lincoln gemeinsam mit seiner Frau eine Vorstellung der Komödie Our American Cousin. Der Attentäter soll sich der unbewachten Präsidentenloge von hinten genähert und Lincoln einen Kopfschuss verpasst haben. Lincoln erlag seinen Verletzungen am nächsten Morgen.

James Abram Garfield

Auch James Abram Garfield ist erschossen worden. Der 20. US-Präsident war erst wenige Monate im Amt gewesen. Vier Monate nach seiner Inauguration am 2. Juli 1881 verletzte ihn Charles J. Guiteau, der sich zuvor erfolglos als Botschafter in der Garfield-Administration beworben hatte, schwer. Im Bahnhofsgebäude in Washington, D.C. schoss er dem Präsidenten zunächst in den Rücken und feuerte dann eine weitere Kugel ab. Zweieinhalb Monate später erlag Garfield seinen Verletzungen.

William McKinley

In der Amtszeit von William McKinley entwickelten sich die USA zu einer offen imperialistischen Kolonialmacht – der Spanisch-Amerikanische Krieg 1898 steht dafür sinnbildlich. Seine Agenda konnte der 25. US-Präsident allerdings nicht vollenden. Am 6. September 1901, sechs Monate nach Beginn seiner zweiten Amtszeit, schoss ihn der Anarchist Leon Czolgosz beim Besuch der Weltausstellung in Buffalo an. Der Präsident erlitt Schussverletzungen in der Brust und im Unterleib, in deren Folge er sechs Tage später verstarb. Der Täter wurde anderthalb Monate später auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

John Fitzgerald Kennedy

Er war der erste katholische US-Präsident – und bis heute das letzte im Amt getötete Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten. John Fitzgerald Kennedy, meist John F. Kennedy oder schlicht JFK, kam am 22. November 1963 in Dallas ums Leben. Der 35. US-Präsident paradierte in einem offenen Wagen durch die Innenstadt, als der mutmaßliche Attentäter Lee Harvey Oswald aus dem sechsten Stockwerk eines Hochhauses drei Schüsse abfeuerte. Eine Kugel traf Kennedy an der Kehle, eine drang in seine rechte Gehirnhälfte ein. Wenig später erklärten die Ärzte den Präsidenten für tot. Noch immer ranken sich viele Verschwörungstheorien um diese Bluttat. Ermittler konnten den Anschlag bis heute nicht restlos aufklären. Besonders tragisch: JFKs jüngerer Bruder Robert F. Kennedy fiel am 6. Juni 1968 während des Vorwahlkampfes ebenfalls einem Attentat zum Opfer.

Die bekanntesten Mordversuche und Attentate auf Präsidenten

Nicht jedes Attentat führte zum Tod des jeweiligen US-Präsidenten. Donald Trump ist nicht der Erste, der eine solche Gewalttat überlebte. Es gab bereits mehrere Fälle von politischer Gewalt, die sich gegen US-Präsidenten, Ex-Präsidenten und Präsidentschaftsbewerber richteten.

  • Theodore Roosevelt Jr. (1912)
  • Franklin D. Roosevelt (1933)
  • Ronald W. Reagan (1981)
  • George W. Bush (2005)
  • Donald J. Trump (2024)

Theodore Roosevelt

Wie auch Trump war Theodore Roosevelt 1912 im Wahlkampf. Zwar war auch er bereits aus dem Amt ausgeschieden, hatte zwei Amtszeiten als Republikaner absolviert. Doch für die kleine Progressive Party wollte er erneut ins Weiße Haus einziehen – damals gab es schließlich noch keine Begrenzung der Amtszeit auf maximal zwei Perioden. Als Roosevelt am 14. Oktober 1912 in Milwaukee kampierte, schoss John Schrank dem Ex-Präsidenten auf dem Weg vom Hotel zum Auto in die Brust. Ein Metallbrillenetui und gefaltete Papiere in Roosevelts Tasche sollen die Wirkung der Kugel abgeschwächt haben. Roosevelt blieb weitgehend unverletzt. Der Täter gab später an, der Geist von William McKinley sei ihm im Traum erschienen und habe ihn aufgefordert, seinen Tod zu rächen (Roosevelt war der Nachfolger McKinleys).

Franklin D. Rossevelt

Theodores Cousin fünften Grades ist ebenfalls Opfer einer Gewalttat geworden. Franklin Delano Roosevelt, meist FDR, entging im Februar 1933 nur knapp dem Tod. Er war bereits zum 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden, die Amtseinführung stand zu dem Zeitpunkt jedoch noch aus. Nach einer Rede in Miami vom Rücksitz eines offenen Wagens fielen auf der Veranstaltung Schüsse. Roosevelt selbst blieb unverletzt. Der Bürgermeister von Chicago, Anton Cermak, wurde jedoch getötet.

Ronald Reagan

Ebenfalls von einer Rede kam Ronald Reagan, als die Tat in Washington geschah. Der 40. Präsident ging gerade zu seiner Präsidentenlimousine und winkte den Fotografen zu. Plötzlich fielen sechs Schüsse aus der Menge heraus. Eine Kugel prallte vom kugelsicheren Fensterglas des Fahrzeugs ab und verletzte Ronald Reagan schwer. Drei weitere Personen wurden getroffen, darunter sein Pressesprecher James Brady, der infolgedessen dauerhafte Hirnschäden erlitt und teilweise gelähmt war. Reagan erholte sich von seinen Verletzungen. Die Motive des Schützen: Er wollte in die Geschichte eingehen und die Schauspielerin Jodie Foster beeindrucken. Der inzwischen aus dem Gefängnis entlassene Täter galt als unzurechnungsfähig und psychisch krank.

Attentate auf US-Präsidenten - Ronald Reagan

Auf US-Präsident Ronald Reagan ist am 30. März 1981 nach dem Verlassen des Hilton Hotels in Washington D.C. ein Attentat verübt worden. Auch sein Pressesprecher James Brady (hinten) sowie ein Leibwächter und ein Polizist wurden, zum Teil schwer, verletzt.

-/UPI/dpa

George W. Bush

Eine Schrecksekunde erlebte auch George W. Bush. Der 43. US-Präsident kam aber glimpflich davon. Bei einer Kundgebung mit dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwil in Tiflis im Jahr 2005 wurde eine Handgranate in seine Richtung geworfen. Sie landete rund 30 Meter entfernt von den Präsidenten, die hinter einer kugelsicheren Barriere standen. Die Granate explodierte nicht und niemand wurde verletzt. Der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.