Senftenberg
: Vorsicht bei Krampfadern

AnzeigeSana Kliniken Niederlausitz: Lausitzer Gefäß-Experte Tom Hammermüller empfiehlt frühzeitige Abklärung / OP besser in kühleren Monaten einplanen
Von
Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann
Sana Kliniken Niederlausitz
Mit Hilfe von Ultraschall untersuchen Tom Hammermüller, Chefarzt des Gefäßzentrum Lausitz, und Gefäßassistentin Mandy Buder das Venensystem.

Mit Hilfe von Ultraschall untersuchen Tom Hammermüller, Chefarzt des Gefäßzentrum Lausitz, und Gefäßassistentin Mandy Buder das Venensystem.

SKN/Rasche

Krampfadern sind keine Seltenheit. Wer die hervortretenden Venen an den Beinen oder kleinen Verästelungen an den Knöcheln als rein kosmetisches Problem abtut, riskiert ernste gesundheitliche Folgen.

Der Lausitzer Gefäßspezialist Tom Hammermüller von den Sana Kliniken Niederlausitz erklärt, warum Varizen behandelt werden sollten und wieso Herbst und Winter dafür die optimale Zeit sind.

Ernsthafte Erkrankungen

„Krampfadern sind Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung des Gefäßsystems“, sagt Tom Hammermüller, Chefarzt des Sana Gefäßzentrum Lausitz in Senftenberg, und erklärt: „Die Gefäße weiten sich, wenn die Klappen in den Venen nicht mehr richtig schließen und sich das Blut dadurch staut.“ Der erfahrene Gefäßspezialist der Sana Kliniken Niederlausitz behandelt mit seinem Team jedes Jahr mehrere hundert Patienten mit einer solchen Klappeninsuffizienz.

Varizen, wie die Krampfadern von Medizinern bezeichnet werden, können verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten Risikofaktoren gehören neben einer genetischen Veranlagung ein schwaches Bindegewebe, zu wenig Bewegung oder zu langes Stehen, zum Beispiel in Berufen wie Friseur oder Lehramt. „Auch Schwangerschaften, die Einnahme der Pille oder Nikotinkonsum können das Risiko erhöhen“, zählt Tom Hammermüller auf.

Werden die Varizen nicht behandelt, drohen ernsthafte Folgeerkrankungen. Zum einen können sich chronische Venenleiden und Entzündungen entwickeln, zum anderen kann es sogar zur Bildung von Thrombosen oder Ulcus cruris (umgangssprachlich als „offenes Bein“ bezeichnet) kommen.

Schmerzfreie Diagnostik bringt Gewissheit

Wenn die Gefäße an den Beinen sichtbar hervortreten, wenn es in den Waden zieht oder zu Schwellungen kommt, sollten Betroffene diese Symptome unbedingt abklären lassen. „Wir können mit einer Ultraschalluntersuchung ganz einfach und schmerzfrei feststellen, wie groß die Schäden im Gefäßsystem sind. Je nachdem, wie der Befund aussieht, beraten wir die Patienten dann über weitere Therapiemöglichkeiten“, sagt der Chefarzt.

Die moderne Medizin bietet heute viele Behandlungswege. Das Spektrum reicht von konservativen Optionen wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen über Lasertherapien, bei denen die Krampfadern von innen verschweißt werden, bis hin zum Strippen, wobei die Vene über einen Schnitt in der Leiste aufgefädelt und dann herausgezogen wird.

Vorteile einer Operation bei kühlerem Wetter

„Wenn eine Operation aus medizinischer Sicht notwendig ist und es sich nicht um ein akutes Problem handelt, dann ist es durchaus sinnvoll, die Operation nicht gerade im Hochsommer anzugehen“, erklärt Tom Hammermüller, warum Varizen-Eingriffe in den Sana Kliniken Niederlausitz vorwiegend im Herbst und Winter durchgeführt werden. Denn für Patienten ist ein solcher Eingriff während der kühleren Monate komfortabler. Das ist zum einen eine Frage der Wundheilung. Denn bei dem Eingriff wird auch ein kleiner Schnitt in der Leiste vorgenommen - ein Bereich, in dem durch Hautkeime und die Reibung der Unterwäsche ein erhöhtes Risiko besteht, dass sich die Wunde infiziert.

Zum anderen ist die Operation nur ein Teil der Therapie. „Nach dem Eingriff müssen Patienten unbedingt über mehrere Wochen Kompressionsstrümpfe tragen, um nachhaltig von einem Erfolg der Behandlung zu profitieren“, erläutert der Experte.

Bei Sommerhitze kann es in den recht dicken Strümpfen durchaus unangenehm werden. Bei kühlerem Wetter fällt das Tragen hingegen etwas leichter. Varizen-Operationen sind in den meisten Fällen heute ambulant machbar. Das heißt, dass die Patienten bereits am Abend des Operationstages wieder zu Hause sind und die weitere Nachversorgung dann ambulant abläuft. „Krampfadern lassen sich heute gut behandeln - wichtig ist aber, erste Symptome am besten frühzeitig ärztlich abklären zu lassen“, empfiehlt der Lausitzer Gefäßspezialist.

Sichere Versorgung für Gefäßpatienten

Im Sana Gefäßzentrum Lausitz werden Patienten von einem multiprofessionellen Team zuverlässig versorgt.

Sana Gefäßzentrum Lausitz
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Krankenhausstraße 10
01968 Senftenberg

Wund- und Gefäßambulanz
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