Sana Kliniken
: Weil Wegsehen Leben kostet

AnzeigeSana Kliniken starten Woche der Wiederbelebung: Wenn das Herz plötzlich stillsteht, zählt für Lausitzer jede Sekunde.
Von
Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann
Niederlausitz
Auch Profis trainieren den Ernstfall, denn wenn ein Herz aufhört zu schlagen, zählt auch im Krankenhaus jede Sekunde. Thomas Schneider (hinten) und Kollegin Catharina Gießner (r.) traineren hier gemeinsam mit Kollegen den Ernstfall im Rahmen eines Projekttages mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg.

Auch Profis trainieren den Ernstfall, denn wenn ein Herz aufhört zu schlagen, zählt auch im Krankenhaus jede Sekunde. Thomas Schneider (hinten) und Kollegin Catharina Gießner (r.) traineren hier gemeinsam mit Kollegen den Ernstfall im Rahmen eines Projekttages mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg.

SKN / Seidemann

Ein Stechen in der Brust. Das Atmen fällt schwer. Plötzlich schwarz vor Augen. Das Herz steht still. Kein Klopfen. Kein Pochen. Rund 370 Menschen erleiden Tag für Tag in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Still-stand außerhalb von Kliniken. Dann sind engagierte Ersthelfer gefragt, denn ohne fremde Hilfe gibt es keine Überlebenschance. In der Woche der Wiederbelebung vom 22. bis 28. September zeigen die Sana Kliniken Niederlausitz: Reanimation kann jeder lernen.

Herzstillstände kennen kein typisches Alter, keine Uhrzeit und keinen Ort. Sie ereilen Betroffene mitten im Alltag – beim Einkaufen, in der Wohnung oder am Arbeitsplatz. Dann werden Kollegen, Familienangehörige oder Passanten überlebenswichtig. Ihr schnelles Handeln entscheidet darüber, ob die Profis in Krankenhäusern helfen können oder nicht.

Der Grund dafür lässt sich einfach auf den Punkt bringen. Menschen können drei Wochen ohne Essen überleben, drei Tage ohne Trinken, aber nur drei Minuten ohne Sauerstoffversorgung. Wenn ein Herz stillsteht und keine Reanimation gestartet wird, sind schwerste Hirnschädigungen oder der Tod die Folge. Genau aus diesem Grund haben die Sana Kliniken in Südbrandenburg es sich zur Aufgabe gemacht, in der Woche der Wiederbelebung Lausitzer für dieses Thema zu sensibilisieren.

Frühe Hilfe entscheidend

„In unserer täglichen Arbeit sehen wir immer wieder: Ein plötzlicher Herzstillstand lässt keine Zeit zum Zögern. Jede Minute ohne Hilfe verringert die Überlebenschance drastisch. Deshalb ist es von unschätzbarem Wert, wenn Menschen in solchen Momenten nicht wegsehen, sondern eingreifen. Der Mut und das Wissen, Erste Hilfe zu leisten, können den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten – noch bevor wir als medizinisches Team überhaupt eingreifen können“, sagt Thomas Schneider, Leitender Oberarzt im Interdisziplinären Zentrum für Intensivmedizin und Anästhesie. Hier werden regelmäßig auch Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand versorgt.

Im Herzkatheterlabor können mit modernster Technik die Ursachen für einen Herzinfarkt untersucht und behandelt werden. Das Team der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie ist 24/7 in Rufbereitschaft, um Patienten im Notfall schnellstens versorgen zu können.

Im Herzkatheterlabor können mit modernster Technik die Ursachen für einen Herzinfarkt untersucht und behandelt werden. Das Team der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie ist 24/7 in Rufbereitschaft, um Patienten im Notfall schnellstens versorgen zu können.

SHC / Steffen Rasche

Die Sana Kliniken Niederlausitz sind das Kompetenzzentrum für die Behandlung von kardialen Notfallpatienten in der Region. Die Notaufnahmen in Senftenberg und Lauchhammer sind wichtige Anlaufstellen für Rettungskräfte aus den Landkreisen Ober-spreewald-Lausitz und Elbe-Elster. Dank einer 24/7-Ruf-bereitschaft der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie können Herzinfarkt-Patienten rund um die Uhr versorgt werden.

Lücken bei Erste-Hilfe-Kenntnissen

Herzgesundheit ist das Thema Nummer eins in der Region, denn das Bundesland Brandenburg ist laut dem Herzbericht der Deutschen Herzstiftung noch immer trauriges Schlusslicht bei der Herzinfarktsterblichkeit.

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, bei der im Auftrag der Sana Kliniken deutschlandweit 5.000 Bundesbürger befragt wurden, hat ergeben, dass jeder Vierte keine ausreichenden Erste-Hilfe-Kenntnisse hat. Zudem hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren keinen oder so-gar noch nie einen Erste-Hilfe-Kurs mit Schulung der Wiederbelebung absolviert.

Überlebenschancen für Betroffene sichern

„Jeder von uns kann lernen, Leben zu retten. Der einzige Fehler, den man machen kann, ist, nichts zu tun. Wenn wir in einem Notfall zögern, verliert der Patient wertvolle Zeit“, appelliert Thomas Scheider dar-an, sich fit in Sachen Erste Hilfe und Reanimation zu machen.

In 3 Schritten zum Lebensretter werden

Mit drei einfachen Schritten kann jeder zum Lebensretter werden: Prüfen. Rufen. Drücken.

Prüfen. Ist die reglose oder hilfebedürftige Person an-sprechbar? Kann der Patient reagieren? Ist die Atmung unregelmäßig oder atmet der Mensch gar nicht mehr?

Rufen. Sofort Hilfe organisieren! Der Notruf 112 alarmiert geschulte Rettungskräften. Parallel können Ersthelfer laut auf sich aufmerksam machen, gezielt anderen Menschen ansprechen und zur Mithilfe auffordern.

Drücken. Der Druckpunkt für die Laienreanimation liegt auf der unteren Hälfte des Brustbeins, also „mitten auf der Brust“. Um diesen Punkt zu finden, können Ersthelfer die Linie zwischen den Brustwarzen mit einer Linie zwischen Kinn und Nabel kreuzen lassen. Der Druckpunkt kann auch bei bekleidetem Patienten gefunden werden. Für den optimalen Rhythmus von 100 bis 120 BPM (Beats per minute) sorgen Ohrwürmer wie „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees, ABBAs „Dancing Queen“ und der Kinderliedklassiker „Pippi Langstrumpf“.

Sind weitere Personen vor Ort, können sich die Helfer bei der Herzdruckmassage abwechseln oder parallel einen AED (automatisierter externer Defibrillator) organisieren.

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Mitmachen - teilen - helfen! In Videos und Beiträgen zeigen Pflegekräfte und Ärzteteams in der Woche der Wiederbelebung unter #WdW2025 wie Rufen. Prüfen. Drücken. geht und wie wichtig Erste Hilfe vor Ort ist.

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