Sana Kliniken Niederlausitz
: Zeit, Wissen und Herz für Ältere

AnzeigeSana Kliniken Niederlausitz: So fördert die geriatrische Komplexbehandlung hochbetagte und multimorbide Patienten
Von
Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann
Lauchhammer
 Zurück in den Alltag: In der Klinik für Geriatrie in Lauchhammer arbeiten Fachärzte, Therapeuten, Psychologen, Pflegeprofis und Sozialdienst eng zusammen, damit hochbetagte Patienten wieder Sicherheit und Selbstständigkeit zurückgewinnen.

Zurück in den Alltag: In der Klinik für Geriatrie in Lauchhammer arbeiten Fachärzte, Therapeuten, Psychologen, Pflegeprofis und Sozialdienst eng zusammen, damit hochbetagte Patienten wieder Sicherheit und Selbstständigkeit zurückgewinnen.

SKN / Steffen Rasche

Ein gebrochenes Bein, eine Lungen­entzündung, Herz- Kreislauf-Probleme - viele akute Erkrankungen wiegen im Alter noch schwe­rer. Denn hochbetagte Men­schen haben oft bereits kom­plexe Krankheitsbilder: Vie­le sind chronisch krank und nicht mehr ganz so mobil und sicher auf den Beinen unter­wegs. Hinzukommen häufig Erkrankungen wie Inkonti­nenz, Verwirrtheit oder De­menz.

Genau das macht Al­tersmedizin so anspruchsvoll. Senioren brauchen mehr als eine gute medizinische Ver­sorgung, wenn sie ins Kran­kenhaus kommen. Sie brau­chen ein Umfeld, das ihnen Sicherheit, Verständnis und Vertrauen schenkt - mit ei­nem interdisziplinären Team, das sie Schritt für Schritt zu­rück in den Alltag begleitet. Genau dafür steht die multi­modale Komplexbehandlung in der Klinik für Geriatrie der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer.

Ganzheitlicher Blick

„Schon wenige Tage Immobi­lität können bei hochbetag­ten Patienten zum dauerhaf­ten Verlust von Selbststän­digkeit und zur Pflegebedürf­tigkeit führen. Ziel der geriatrischen Komplexbe­handlung ist deshalb die frühzeitige Stabilisierung von Mobilität, Kognition und All­tagsfähigkeit", erklärt Dr. Jo­sef Nees. Der Facharzt für In­nere Medizin sowie für Psy­chiatrie und Psychotherapie ist seit Februar Chefarzt der geriatrischen Kliniken in Lauchhammer und im Lausit­zer Seenland Klinikum in Ho­yerswerda. Das Kompetenz­zentrum für Altersmedizin verfügt über rund 80 statio­näre und 12 tagesklinische Plätze für die ganzheitliche Versorgung von hochbetag­ten und multimorbiden Pati­enten. „Durch die enge Ko­operation der beiden Schwes­terkliniken können wir unse­re Patienten noch bedarfsorientierter behan­deln“, erläutert der Chefarzt.

Was die Geriatrie aus­zeichnet, ist der gesamtheit­liche Blick auf Patienten. „Hier geht es nicht um Ein­zeldiagnosen, sondern um eine ganzheitliche Behand­lung. Die geriatrische Kom­plexbehandlung erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Wochen. Dieser Zeit­raum ist notwendig, um Mo­bilität, Alltagsfähigkeit und Selbstständigkeit gezielt wie­der aufzubauen. Wir berück­sichtigen dabei die individu­elle Lebenssituation, vorhan­dene Ressourcen und persön­lichen Behandlungsziele der Patienten“, erklärt Dr. Josef Nees. Sein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung hoch­komplexer älterer Patienten an der Schnittstelle von inne­rer Medizin, psychischer Ge­sundheit und palliativer Ver­sorgung. Breite, interdiszip­linäre Fachkompetenz spielt eine große Rolle in der Geri­atrie. Denn neben der Be­handlung der akuten Erkran­kung kümmert sich das Team eben auch um bestehende, oft komplexe Beschwerden wie Altersgebrechlichkeit, Mobi­litätsverlust, Schluckstörun­gen, die Vermeidung von De­lir und mehr.

Dafür werden Profis gebraucht - und ge­nau deshalb arbeiten Fachärz­te, erfahrene Therapeuten, Psychologen und geschulte Pflegekräfte in der Geriatrie Hand in Hand. „Die Patien­ten erhalten täglich mehrere aufeinander abgestimmte Therapieeinheiten aus Phy­siotherapie, Ergotherapie, ggf. Psychotherapie und Lo­gopädie sowie aktivierender therapeutischer Pflege und ärztlicher Behandlung“, so der Chefarzt. Geballte Kom­petenz für Patienten mit komplexen Krankheitsbil­dern. Das gilt auch über die Fachabteilung hinaus. So ar­beitet die Geriatrie beispiels­weise im zertifizierten Alter­straumazentrum in Lauch­hammer von Beginn an eng mit Unfallchirurgie, Orthopä­die und Traumatologie zu­sammen.

Stabilisierung und Linderung

„Im Mittelpunkt steht oft nicht die vollständige Hei­lung einzelner Erkrankungen, sondern der Erhalt von Selbstständigkeit, Lebens­qualität und Teilhabe“, sagt Nees.

Damit Patienten die Rück­kehr in ihr Zuhause so leicht wie möglich fällt und sie Selbstständigkeit im Alltag zurückgewinnen, gibt es brei­te Unterstützung. Mit seinem ärztlichen Team nimmt der Chefarzt beispielsweise die Medikation unter die Lupe, prüft Wechselwirkungen, sucht nach Alternativen. Therapeuten und Pflegekräf­te fördern mit aktivierender Pflege und motivieren Patien­ten dazu, kleinere und größe­re Aufgaben wieder allein zu übernehmen. Der Sozial­dienst schaut, ob Hilfsmittel oder ein höherer Pflegegrad den Alltag erleichtern könn­ten.

Zusätzlich zum stationären Aufenthalt bietet die geriat­rische Tagesklinik in Lauch­hammer zwölf Plätze. „Hier können wir Patienten, die keinen vollstationären Auf­enthalt im Krankenhaus be­nötigen, in einem klar struk­turierten therapeutischen Ta­gesablauf fördern - Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten sowie Pflegekräfte sind im­mer vor Ort", erläutert Dr. Jo­sef Nees das Konzept.

Ob stationär oder in der Tagesklinik: In Lauchhammer bedeutet Altersmedizin mehr, als Krankheiten zu be­handeln. Was zählt, sind eine möglichst große Portion mehr Selbstständigkeit und neue Lebensqualität.

Sicher versorgt

Klinik für Geriatrie und Tagesklinik
Chefarzt Dr. Josef Nees, MBA
Friedensstraße 18
01979 Lauchhammer

T 03573 - 75 3333
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