Sana Kliniken Niederlausitz: Zeit, Wissen und Herz für Ältere

Zurück in den Alltag: In der Klinik für Geriatrie in Lauchhammer arbeiten Fachärzte, Therapeuten, Psychologen, Pflegeprofis und Sozialdienst eng zusammen, damit hochbetagte Patienten wieder Sicherheit und Selbstständigkeit zurückgewinnen.
SKN / Steffen RascheEin gebrochenes Bein, eine Lungenentzündung, Herz- Kreislauf-Probleme - viele akute Erkrankungen wiegen im Alter noch schwerer. Denn hochbetagte Menschen haben oft bereits komplexe Krankheitsbilder: Viele sind chronisch krank und nicht mehr ganz so mobil und sicher auf den Beinen unterwegs. Hinzukommen häufig Erkrankungen wie Inkontinenz, Verwirrtheit oder Demenz.
Genau das macht Altersmedizin so anspruchsvoll. Senioren brauchen mehr als eine gute medizinische Versorgung, wenn sie ins Krankenhaus kommen. Sie brauchen ein Umfeld, das ihnen Sicherheit, Verständnis und Vertrauen schenkt - mit einem interdisziplinären Team, das sie Schritt für Schritt zurück in den Alltag begleitet. Genau dafür steht die multimodale Komplexbehandlung in der Klinik für Geriatrie der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer.
Ganzheitlicher Blick
„Schon wenige Tage Immobilität können bei hochbetagten Patienten zum dauerhaften Verlust von Selbstständigkeit und zur Pflegebedürftigkeit führen. Ziel der geriatrischen Komplexbehandlung ist deshalb die frühzeitige Stabilisierung von Mobilität, Kognition und Alltagsfähigkeit", erklärt Dr. Josef Nees. Der Facharzt für Innere Medizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie ist seit Februar Chefarzt der geriatrischen Kliniken in Lauchhammer und im Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda. Das Kompetenzzentrum für Altersmedizin verfügt über rund 80 stationäre und 12 tagesklinische Plätze für die ganzheitliche Versorgung von hochbetagten und multimorbiden Patienten. „Durch die enge Kooperation der beiden Schwesterkliniken können wir unsere Patienten noch bedarfsorientierter behandeln“, erläutert der Chefarzt.
Was die Geriatrie auszeichnet, ist der gesamtheitliche Blick auf Patienten. „Hier geht es nicht um Einzeldiagnosen, sondern um eine ganzheitliche Behandlung. Die geriatrische Komplexbehandlung erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Wochen. Dieser Zeitraum ist notwendig, um Mobilität, Alltagsfähigkeit und Selbstständigkeit gezielt wieder aufzubauen. Wir berücksichtigen dabei die individuelle Lebenssituation, vorhandene Ressourcen und persönlichen Behandlungsziele der Patienten“, erklärt Dr. Josef Nees. Sein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung hochkomplexer älterer Patienten an der Schnittstelle von innerer Medizin, psychischer Gesundheit und palliativer Versorgung. Breite, interdisziplinäre Fachkompetenz spielt eine große Rolle in der Geriatrie. Denn neben der Behandlung der akuten Erkrankung kümmert sich das Team eben auch um bestehende, oft komplexe Beschwerden wie Altersgebrechlichkeit, Mobilitätsverlust, Schluckstörungen, die Vermeidung von Delir und mehr.
Dafür werden Profis gebraucht - und genau deshalb arbeiten Fachärzte, erfahrene Therapeuten, Psychologen und geschulte Pflegekräfte in der Geriatrie Hand in Hand. „Die Patienten erhalten täglich mehrere aufeinander abgestimmte Therapieeinheiten aus Physiotherapie, Ergotherapie, ggf. Psychotherapie und Logopädie sowie aktivierender therapeutischer Pflege und ärztlicher Behandlung“, so der Chefarzt. Geballte Kompetenz für Patienten mit komplexen Krankheitsbildern. Das gilt auch über die Fachabteilung hinaus. So arbeitet die Geriatrie beispielsweise im zertifizierten Alterstraumazentrum in Lauchhammer von Beginn an eng mit Unfallchirurgie, Orthopädie und Traumatologie zusammen.
Stabilisierung und Linderung
„Im Mittelpunkt steht oft nicht die vollständige Heilung einzelner Erkrankungen, sondern der Erhalt von Selbstständigkeit, Lebensqualität und Teilhabe“, sagt Nees.
Damit Patienten die Rückkehr in ihr Zuhause so leicht wie möglich fällt und sie Selbstständigkeit im Alltag zurückgewinnen, gibt es breite Unterstützung. Mit seinem ärztlichen Team nimmt der Chefarzt beispielsweise die Medikation unter die Lupe, prüft Wechselwirkungen, sucht nach Alternativen. Therapeuten und Pflegekräfte fördern mit aktivierender Pflege und motivieren Patienten dazu, kleinere und größere Aufgaben wieder allein zu übernehmen. Der Sozialdienst schaut, ob Hilfsmittel oder ein höherer Pflegegrad den Alltag erleichtern könnten.
Zusätzlich zum stationären Aufenthalt bietet die geriatrische Tagesklinik in Lauchhammer zwölf Plätze. „Hier können wir Patienten, die keinen vollstationären Aufenthalt im Krankenhaus benötigen, in einem klar strukturierten therapeutischen Tagesablauf fördern - Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten sowie Pflegekräfte sind immer vor Ort", erläutert Dr. Josef Nees das Konzept.
Ob stationär oder in der Tagesklinik: In Lauchhammer bedeutet Altersmedizin mehr, als Krankheiten zu behandeln. Was zählt, sind eine möglichst große Portion mehr Selbstständigkeit und neue Lebensqualität.
Sicher versorgt
Klinik für Geriatrie und Tagesklinik
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