Sana Kliniken Niederlausitz
: Wo Pflege mit Zukunft beginnt

AnzeigeSana Kliniken Niederlausitz So läuft Ausbildung von Pflegenachwuchs praxisnah und intensiv
Von
Benjamin Seidemann und Christiane Noack-Klein
Niederlausitz
Praxis üben mitten im Stationsalltag: Tabea bereitet einen Verbandswechsel vor. Im Ausbildungsbereich der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bekommen Nachwuchskräfte intensive Begleitung durch erfahrene Praxisanleitende.

Praxis üben mitten im Stationsalltag: Tabea bereitet einen Verbandswechsel vor. Im Ausbildungsbereich der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bekommen Nachwuchskräfte intensive Begleitung durch erfahrene Praxisanleitende.

SKN / Benjamin Seidemann

Ausbildung braucht Struktur, Orientierung und einen Ort, an dem Praxis verstanden wird. Genau das leben die Sana Kliniken Niederlausitz mit dem Ausbildungsbereich in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Hier sind angehende Pflegefachkräfte und Pflegehelfende aus allen Ausbildungsjahren im Einsatz, übernehmen Verantwortung, vertiefen ihr Wissen, reflektieren sich selbst - alles mit intensiver Begleitung durch erfahrene Praxisanleitende. So lernen Nachwuchskräfte Pflege dort, wo sie wirklich passiert: am Bett, im Ablauf, im Gespräch und in der fachlichen Einordnung danach.

Schwungvoll schiebt Tabea Hirsch den Wagen mit dem Verbandsmaterial über den Stationsgang. Die 20-Jährige ist im dritten Ausbildungsjahr und kennt sich in der Orthopädie und Unfallchirurgie bereits bestens aus. „Ich habe hier schon mein Praktikum absolviert“, sagt Tabea, die mitten in der Prüfungsvorbereitung steckt. Auf der Ausbildungsstation, die vor wenigen Monaten eröffnet wurde, hat sie beste Voraussetzungen, um sich richtig fit für die Prüfung zu machen, letzte Wissenslücken zu schließen und nochmal das Einmaleins der Pflege zu trainieren. Denn in diesem besonderen Bereich arbeiten Fachkräfte, die wissen, worauf es ankommt: Erfahrene Praxisanleitende begleiten die Schüler auf Schritt und Tritt, erklären und haken nach, korrigieren und loben, fordern und fördern.

Jede Menge Stoff zum Lernen

Eine von ihnen ist Ramona Leisner-Krull. Die examinierte Altenpflegerin ist seit 15 Jahren als Praxisanleiterin im Einsatz. „Die Azubis schlagen sich hier wirklich wacker“, sagt die erfahrene Mitarbeiterin und lacht. Sie weiß: Der Klinikalltag in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist anders als auf anderen Stationen.

Im Gespräch mit der Pflegedirektorin: Saskia Bünger (l.) hat den Aufbau der neuen Ausbildungsstation mit begleitet. Ihr und ihrem Team ist wichtig, dass Nachwuchskräfte im Krankenhausalltag so viel wie möglich lernen können, um fit für die Arbeit in der Pflege zu werden.

Im Gespräch mit der Pflegedirektorin: Saskia Bünger (l.) hat den Aufbau der neuen Ausbildungsstation mit begleitet. Ihr und ihrem Team ist wichtig, dass Nachwuchskräfte im Krankenhausalltag so viel wie möglich lernen können, um fit für die Arbeit in der Pflege zu werden.

Benjamin Seidemann / SKN

„Wir kümmern uns hier um Patienten, die Unfälle hatten oder ein künstliches Gelenk implantiert bekommen haben, um Kinder, die vom Klettergerüst gefallen sind, oder Patienten, die ein Polytrauma durch einen Verkehrsunfall haben“, zählt Ramona Leisner-Krull auf. Dadurch gibt es auf dieser Station nicht nur ein breites Altersspektrum, sondern auch eine große Bandbreite an Krankheitsbildern - von Quetschungen über Prellungen, Schnittwunden und Gelenkimplantate bis hin zu Frakturen. „Aber ganz viel lernen können die Auszubildenden natürlich auf jeder Station in unserem Haus, denn jede hat ihre Fachgebiete, spezielle Diagnosen, Untersuchungen und Therapien“, betont die Praxisanleiterin.

Verbandswechsel mit kleinen Tipps vom Profi

Für Tabea Hirsch ist heute Verbandswechsel bei einer Patientin angesagt, die mit einem gebrochenen Bein in der Klinik liegt und einen stabilisierenden Fixateur trägt. Beim Verbandswechsel ist nicht nur Behutsamkeit, sondern vor allem Hygiene gefragt. Deswegen legt sich die Schülerin erst einmal eine Einmal-Schürze aus Plaste um, desinfiziert ihre Hände und streift Handschuhe über. Vorsichtig beginnt sie, den alten Verband zu lösen - immer wieder mit Blickkontakt zur Patientin. Sorgsam reinigt die Auszubildende die Wunde, bevor diese neu verbunden wird. Ramona Leisner-Krull schaut zu, gibt hier und da noch einen kleinen Tipp. „Gut gemacht“, lobt die Praxisanleiterin, als der neue Wundverband sitzt und mit freundlichen Worten an die Patientin verabschieden sich die beiden aus dem Zimmer.

Wo Verantwortung zählt

Es sind Augenblicke wie dieser, die zeigen: Auf dieser Ausbildungsstation tragen Nachwuchskräfte Verantwortung, übernehmen vielfältige Aufgaben in der Pflege, aber auch in der Organisation des Stationsalltags. Die Praxisanleitenden sind dabei mehr als Begleitung, sie sind Sicherheitsnetz, Coach und fachlicher Kompass zugleich. Der Ausbildungsbereich ist ein Ort des interaktiven Lernens geworden.

Ort des Lernens

Mitten im realistischen Klinikalltag zwischen Patientenzimmern, Stationstresen und Dienstzimmern ist ein Raum des Lernens entstanden. An den Wänden hängen lange Listen und bunte Tafeln. „Das kannst du bei uns lernen“ steht auf der einen. Auf anderen sind die einzelnen Aufgaben für Früh-, Spät- und Nachtdienst festgehalten. Wichtige Basis-Infos, die den Nachwuchskräften dabei helfen, den Stationsalltag zu strukturieren. Außerdem gibt es hier kompaktes Wissen zu häufigen Krankheitsbildern wie Dekubitus auf einen Blick. Hier können die Jugendlichen ihr Wissen vertiefen und Neues lernen, hier ist Raum für den Austausch miteinander.

Wissen aus dem Alltag für den Alltag

„In unserem Schülerraum wird uns viel von unseren Praxisanleitern erklärt, hier hängt der Dienstplan und wir können Dokumentationen über Patienten schreiben“, sagt Natyra Zejna. Die 19-Jährige ist im ersten Ausbildungsjahr zur Pflegefachfrau und die Ausbildungsstation ist ihr erster Einsatz in der Praxis. „Ich konnte schon sehr viel machen - zum Beispiel Patienten bei der Körperpflege unterstützen, Essen anreichen, Vitalzeichen messen, dokumentieren und ich habe sogar schon unter Anleitung bei einem Verbandswechsel geholfen“, berichtet die Schülerin. Im Raum des Lernens hat sie an diesem Tag taufrisch Wissenswertes rund um künstliche Kniegelenke erfahren und was bei der Betreuung der Patienten nach einer solchen Implantation besonders zu beachten ist. Wertvolles Wissen mitten aus dem Klinikalltag für den Klinikalltag.

Ausbildung mit Anspruch und Individualität

Der Ausbildungsbereich in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist neben der integrierten Ausbildungsstation auf der Kardiologie der zweite dieser Art im Krankenhaus Senftenberg. Die Idee ist die gleiche, die Umsetzung unterscheidet sich allerdings deutlich - und das aus guten Gründen. „Unser Beruf ist so facettenreich, dass wir das gar nicht als Blaupause machen können“, erklärt Pflegedirektorin Saskia Bünger, warum die neue Ausbildungsstation keine einfache Kopie ist. „Wir haben auf der Kardiologie ganz andere Dinge, die wir beachten müssen. Wir haben dort eine Bereichspflege, ein anderes Patientenklientel und eine andere Fachrichtung. Hier in der Orthopädie und Unfallchirurgie geht es um Verbandswechsel, um Spritzen, Blutentnahmen, OP-Vorbereitung und vieles mehr. Deswegen haben wir diesen Ausbildungsbereich bewusst anders gestaltet, um unsere Schüler flexibel auf dieses Fachgebiet vorzubereiten“, erklärt Saskia Bünger und hätte damals bei ihrer eigenen Ausbildung zur Krankenschwester gern selbst Möglichkeiten gehabt, um so praxisnah unter realistischen Bedingungen im Stationsalltag lernen zu können.

Frischer Wind für neue Generationen

Flexibilität, interaktives Lernen, Kommunikation auf Augenhöhe - all das und mehr spielt heute bei der Ausbildung in den Sana Kliniken Niederlausitz eine große Rolle. „Bei uns war das damals alles ein bisschen anders. Den Spruch ,Lehrjahre sind keine Herrenjahre‘ haben wir uns von morgens bis abends angehört“, erinnert sich die Pflegedirektorin an ihre eigene Ausbildungszeit. Heute setzt das Team in den Sana Kliniken Niederlausitz bewusst auf einen anderen Umgang mit Nachwuchskräften. „Die heutige Generation will viel lernen und wissen - und daran müssen wir uns anpassen. Denn unsere Auszubildenden von heute sind unsere Kollegen von morgen“, betont Saskia Bünger.

Im Raum des Lernens können Auszubildende Neues lernen und Wissen tanken, Dokumentationen schreiben und sich miteinander austauschen. Dabei wird auch ganz praktisch an Medizingeräten geübt.

Im Raum des Lernens können Auszubildende Neues lernen und Wissen tanken, Dokumentationen schreiben und sich miteinander austauschen. Dabei wird auch ganz praktisch an Medizingeräten geübt.

Benjamin Seidemann / SKN

Der neue Qualitätsanspruch wird nicht nur in den beiden Ausbildungsbereichen sichtbar, sondern auch in anderen innovativen Projekten mit Nachwuchskräften. Die Sana Kliniken Niederlausitz bleiben auch in Sachen Ausbildung auf Zukunftskurs - für starke und bestens qualifizierte Fachkräfte von morgen. Denn gute Ausbildung entsteht dort, wo Teams Ideen entwickeln dürfen, Verantwortung begleitet wird und junge Menschen merken, dass sie gebraucht werden.

Für starke Pflegeprofis von morgen

Kurz erklärt Was Ausbildung in SKN so besonders macht.

Die Sana Kliniken Niederlausitz gehen neue Wege bei der Ausbildung von Nachwuchskräften in der Pflege. Der Ausbildungsbereich befindet sich mitten in der Station für Orthopädie und Unfallchirurgie. Nachwuchskräfte übernehmen hier in enger Begleitung durch erfahrene Praxisanleitende die Versorgung der Patienten und die Organisation des   Stationsalltags.

Bereits im Oktober 2024 wurde im Krankenhaus Senftenberg in der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie die erste integrierte Ausbildungsstation eröffnet. Das Modell ermöglicht praxisnahes Lernen von Fachkompetenz und sozialen Fähigkeiten. Ziel ist es, angehende Pflegefachkräfte und Pflegehelfende optimal auf die Versorgung künftiger Patienten vorzubereiten.

Perspektivisch entstehen weitere Ausbildungsinseln in verschiedenen Fachbereichen, an den Lernende besonders intensiv begleitet werden. Damit schaffen die Sana Kliniken Niederlausitz Raum, um theoretisches Wissen in der Praxis zu vertiefen sowie wichtige pflegerische Fertigkeiten zu erwerben und zu trainieren.

Darüber hinaus haben die Sana Kliniken Niederlausitz innovative Projekte wie die Interprofessionelle Ausbildungsstation IPSTA etabliert - ein zweiwöchiges Projekt, bei dem Pflegeschüler, Studierende der Therapiewissenschaft und angehende Ärzte gemeinsam den Stationsalltag managen - mit erfahrenen Fachkräften im Hintergrund. Ein ähnliches, dreiwöchiges Projekt soll es unter dem Titel „Schüler leiten eine Station“ 2027 geben.

Raketenstarker Start in die Pflege

Die Sana Kliniken bilden gemeinsam mit der Sana Campusschule Niederlausitz angehende Pflegefachkräfte und Pflegehelfende aus. In der Schule lernen Azubis alles, was sie später im Stationsalltag benötigen.

Nächster Ausbildungsstart ist am 1. Oktober 2026. Interessierte können sich jederzeit unkompliziert und direkt bewerben: Einfach eine Mail senden oder anrufen und mit dem Team ins Gespräch kommen:

M skn.pflegedirektorat@sana.de
T 03573 . 75 1153
W sana.de/niederlausitzjobs