Sana Kliniken Niederlausitz: Lausitzer Herzen unter Druck

Herzgesundheit im Blick: Dr. Till-Frederic Zimmermann kümmert sich in der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie in Senftenberg um stationäre Patienten und betreut parallel ambulante Herzpatienten in der kardiologischen Praxis des Sana Gesundheitszentrum Niederlausitz in Schwarzheide. Der erfahrene Mediziner weiß, wie belastend Temperaturextreme für unseren Lebensmotor sein können.
SKN / Steffen RascheOb schweißtreibende Hitze im Hochsommer oder klirrende Kälte im Winter: Extreme Temperaturen belasten unser Herz. Zusätzliche Anstrengungen wie Sport können unter Umständen böse Folgen haben. Der Niederlausitzer Kardiologe Dr. Till-Frederic Zimmermann rät dazu, die Risiken für schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall nicht zu unterschätzen.
Sport wie Ausdauer- und Krafttraining gehören neben einer ausgewogenen Ernährung zu den tragenden Säulen für einen gesunden Lebensstil – die optimale Prävention vor schweren Erkrankungen, ins-besondere vor Herzkreislauferkrankungen. Doch nicht bei jedem Wetter ist Sport eine gute Idee.
„Extreme Hitze und Kälte können ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen, insbesondere für Ältere und Menschen, die bereits eine Herzerkrankung haben“, sagt Dr. Till-Frederic Zimmermann. Der Herz-Experte engagiert sich in der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie in den Sana Kliniken Niederlausitz und kümmert sich um ambulante Patienten in der kardiologischen Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums Schwarzheide des Sana Gesundheitszentrum Niederlausitz.
Der Facharzt betont: „Die Temperaturextreme können das Herz-Kreislauf-System erheblich belasten und zu Bluthochdruck, einem Ohnmachtsanfall (Synkope) oder sogar zu einem Herzinfarkt als auch Schlaganfall führen.“
An der Grenze der Belastbarkeit
Sehr hohe oder niedrige Temperaturen können unseren Körper an die Grenzen der Belastbarkeit bringen. Bei starker Hitze weiten sich die Blutgefäße, um überschüssige Wärme abzuführen und den Körper zu kühlen. „Das führt zu einem Abfall des Blutdrucks und zu einem Anstieg der Herzfrequenz, um den Blutfluss aufrecht zu erhalten. Wenn diese Anpassungsmechanismen eskalieren, kann es zur Unterversorgung von Organen mit Blut und Sauerstoff kommen und zum Beispiel einen Herzinfarkt zur Folge haben“, beschreibt der erfahrene Kardiologe.
Wenn ein Herzinfarkt droht
Doch auch frostige Temperaturen machen unserem Körper ziemlich zu schaffen: Denn dann ziehen sich die Gefäße in der Haut zusammen. Dadurch steigt der Blutdruck und die Herzleistung nimmt konsekutiv erheblich zu. „Das kann schlimmstenfalls zur Unter-versorgung von Gewebe oder Organen in der Peripherie und damit zu Erfrierungen und Frostbeulen führen. Durch den erhöhten Blutdruck kann ebenfalls ein Herzinfarkt drohen“, warnt Dr. Till-Frederic Zimmermann. Vor allem rät der Herz-Experte Patienten, die bereits einen Herzinfarkt durchlebt haben, zu besonderer Vorsicht.
Gut geschützt vor Hitze und Kälte
Um sich vor extremen Temperaturen zu schützen, sollten Lausitzer also gut auf sich achten. Weil der Körper bereits damit beschäftigt ist, auf starke Hitze oder Kälte-schwankungen zu reagieren, sind zusätzliche Anstrengungen wie Sport oder schwere, ungewohnte Tätigkeiten wie Schneeschieben im Winter zu vermeiden. „An Hitzetagen ist es besser, das Training lieber auf die kühleren Morgen-stunden oder in den Abend zu verlegen“, rät der Facharzt. Er empfiehlt, sich während der hohen Mittagstemperaturen tagsüber nicht der prallen Sonne auszusetzen, sondern lieber schattige Orte, am besten mit etwas Zugluft, aufzusuchen. Um einer Dehydration vorzubeugen, sollte außerdem genügend Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, getrunken werden. Helle, leichte und atmungsaktive Kleidung sowie ein Sonnenschutz für den Kopf sorgen zusätzlich dafür, dass unser Körper die Hitze besser regulieren kann. Auch bei großer Kälte gilt: auf schützende Kleidung achten, sich nicht zu lange den frostigen Temperaturen aussetzen und körperliche Anstrengung vermeiden.
Saunagang lieber mit Augenmaß
Nicht nur Sommer und Winter können den Körper mit Temperaturextremen belasten. „Der Gang in die Sauna ist prinzipiell gut und empfehlenswert, wenn man nicht zu sehr kardial vorerkrankt ist. Denn Saunieren stärkt unser Herz-Kreislauf-System und unsere Abwehrkräfte“, erklärt der Kardiologe. Allerding gilt auch hier: Lieber nicht über-treiben, sondern langsam die Sitzhöhe und damit auch die Temperaturen steigern. „In der Sauna sollte man nicht auf die Uhr, sondern auf seinen Körper hören“, rät der Experte und appelliert an den gesunden Menschenverstand.
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