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: Sana Kliniken Niederlausitz: Hilfe gegen den Kloß im Hals

AnzeigeHoffnung für Schilddrüsen-Patienten: Wenn die Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert, sind Experten gefragt.
Von
<em>Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann</em>
Senftenberg
Präzision im OP-Saal: Mit Lupenbrille für beste Sicht auf das Operationsgebiet und Neuromonitoring zur Überwachung des Stimmbandnervs operiert Dr. Ahmad Oyais mit seinem Team Patienten mit Schilddrüsen-Erkrankungen.

Präzision im OP-Saal: Mit Lupenbrille für beste Sicht auf das Operationsgebiet und Neuromonitoring zur Überwachung des Stimmbandnervs operiert Dr. Ahmad Oyais mit seinem Team Patienten mit Schilddrüsen-Erkrankungen.

Foto: Kevin Klose /SKN

Dr. Ahmad Oyais, Chefchirurg der Sana Kliniken Niederlausitz, ist mit seinem Team auf die Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen spezialisiert. Mit Fingerspitzengefühl, Lupenbrille und Neuromonitoring werden Patienten operiert.

Erleichterung und Freude stehen Günter Scholz ins Gesicht geschrieben. Anfang April wurde der 85-Jährige in den Sana Kliniken Niederlausitz an der Schilddrüse operiert. „Mir geht es gut. Ich habe die ganze Sache 100-prozentig überstanden“, erzählt der Lauchhammeraner. Die Operation sei ohne Komplikationen verlaufen und bereits nach drei Tagen habe er das Krankenhaus wieder verlassen können. Die schmale Narbe am Hals ist heute so gut wie nicht mehr zu sehen.

Günter Scholz ist einer von zahlreichen Patienten, die jährlich in den Sana Kliniken Niederlausitz an der Schild-drüse operiert werden. Die Behandlung von Erkrankungen an dieser kleinen, sensiblen Hormondrüse gehört zu den medizinischen Schwer-punkten von Chefarzt Dr. Ahmad Oyais und seinem Team von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Erst Anfang diesen Jahres hat der Chefchirurg in einer kosten-freien Patientenveranstaltung umfangreich über Schilddrüsenunter- und -überfunktion sowie kalte und heiße Knoten informiert und darüber aufgeklärt, wie die Drüse im Hals-bereich operiert werden kann.

Klarheit durch Ultraschall

Unter den Zuhörern in der Alten Cafeteria des Krankenhauses war damals auch Günter Scholz. Aus gutem Grund. Bei einem routinemäßigen Check habe seine Hausärztin festgestellt, dass einige Blutwerte nicht in Ordnung waren. Bei einer anschließenden Ultraschalluntersuchung wurden Knoten in der Schilddrüse gefunden, berichtet der Rentner. Die Schilddrüse, die normalerweise nur etwa so groß wie eine Walnuss ist, hatte sich stark vergrößert, war nach innen gewachsen und hatte sich um die Luftröhre gelegt. „In Dresden hat man mir gesagt, dass bei der Operation mein Brustkorb geöffnet werden muss. Das wollte ich auf keinen Fall“, blickt Günter Scholz zurück.

In der Zeitung erfuhr er von der Patientenveranstaltung in Lauchhammer und nutze die Gelegenheit, sich gründlich zu informieren und mit dem Lauchhammeraner Chefarzt ins Gespräch zu kommen. „Ich war danach ambulant zur Untersuchung und hatte ein sehr gutes und auf-schlussreiches Gespräch mit dem Chefarzt. Deshalb habe ich mich für die Operation in Lauchhammer entschieden“, erzählt der Rentner.

Kleiner Schnitt. Große Wirkung.

Dr. Ahmad Oyais gelingt es mit seinem erfahrenen Team, die Schilddrüse nur über einen wenige Zentimeter kleinen Schnitt am Hals zu entfernen. Der Chefchirurg hat in seiner Laufbahn als Arzt bereits mehrere hundert Patienten an der Schilddrüse operiert und ist ausgesprochener Experte auf diesem Gebiet.

„Wenn die Schilddrüse vergrößert ist, kann das Schluck-beschwerden oder eine Art Globus-Gefühl im Hals verursachen. Außerdem weiß man bei kalten Knoten nie, wie diese sich entwickeln“, erklärt der versierte Chirurg. Die Symptome für eine Erkrankung der Schilddrüse können ganz unterschiedlich sein. Patienten mit einer Unterfunktion fühlen sich beispielsweise oft schwach und erschöpft, beklagen eine mangelnde Leistungsfähigkeit oder sind depressiv.

Zu den häufigen Symptomen gehören auch eine starke Gewichtszunahme, Verstopfungen und Bauchschmerzen sowie eine verminderte Schweißfähigkeit und eine Überempfindlichkeit gegenüber Kälte. Bei einer Überfunktion hingegen kann es zu einem erhöhten Puls und Herzrhythmusstörungen kommen, die Betroffenen lei-den unter Nervosität, verlieren häufig trotz gesteigertem Appetit an Gewicht und sind intolerant gegenüber Hitze.

Gründliche Diagnostik

Patienten, die wegen einer Erkrankung der Schilddrüse ins Krankenhaus Lauchhammer kommen, werden zunächst noch einmal gründlich durch-gecheckt. Die Ärzte führen unter anderem Ultraschallunter-suchungen durch, analysieren den Hormonspiegel über das Blut und setzen Tumormarker ein, die auf eventuell bösartige Erkrankungen hinweisen Können.

Präzision gefragt

Wenn eine Operation notwendig ist, kann diese in Lauchhammer sowohl über einen offenen Schnitt als auch endoskopisch erfolgen. „Für die spätere Narbenbildung spielt das keine Rolle, denn den Schnitt sieht man hinterher so gut wie gar nicht“, beruhigt Dr. Ahmad Oyais. Da im Hals-bereich recht viele Gefäße und Nervenbahnen verlaufen, ist höchste Präzision gefragt.

Die Niederlausitzer Chirurgen operieren mit speziellen Lupenbrillen, mit deren zig-facher Vergrößerung sie das Gewebe der Schilddrüse von anderen Strukturen wie Nerven gut unterscheiden können. Außerdem wird während des Eingriffs über ein Neuromonitoring immer der besonders sensible Stimmnerv überwacht, um ihn vor Beschädigungen zu schützen. Diese besondere Vorsicht ist für Betroffene ein Segen und ein Garant für beste Ergebnisse.

Nachkontrolle: Chirurg Thomas Schwörig und Dr. Ahmad Oyais untersuchen die Patientin nach der Operation an der Schilddrüse mit Ultraschall. Die Ärzte sind zufrieden: Alles ist bestens verheilt.

Nachkontrolle: Chirurg Thomas Schwörig und Dr. Ahmad Oyais untersuchen die Patientin nach der Operation an der Schilddrüse mit Ultraschall. Die Ärzte sind zufrieden: Alles ist bestens verheilt.

SKN / B. Seidemann

Rasche Erholung

Dank der schonenden Operationsverfahren, die mit kleinsten Schnitten, sehr blutungs-arm und gewebeschonend erfolgen, sowie einem ausgefeilten individuellen Schmerz- und Wundmanagement sind die Patienten bereits kurz nach dem Eingriff wieder fit und können nach wenigen Nächten im Krankenhaus wieder nach Hause entlassen werden. ERAS wird das multimodale Konzept abgekürzt, das in der Klinik mit Erfolg an-gewendet wird.

Die vier Buch-staben stehen für „Enhanced Recovery after Surgery“, was übersetzt so viel bedeutet wie beschleunigte Erholung nach chirurgischen Eingriffen. Seit Dr. Ahmad Oyais im Oktober 2023 die ärztliche Leitung der Klinik übernommen hat, hat er das Konzept kontinuierlich auf der Station etabliert. Patienten profitieren durch das ERAS-Konzept in Lauchhammer enorm. Nachweislich treten weniger Komplikationen und Risiken auf und die Patienten sind nach einer Behandlung schneller wieder fit für den Alltag.

Nachkontrolle im Blick

Auch Svitlana Vlasenko ist m Krankenhaus Lauchhammer an der Schilddrüse operiert worden und kommt nun – rund ein Jahr nach dem Eingriff – zur Nachkontrolle. Thomas Schwörig, Facharzt für Chirurgie, schaut konzentriert auf den Monitor, während er den Schallkopf des Ultraschallgeräts vorsichtig über den Hals der Patientin gleiten lässt. Der Mediziner gehört seit 1998 zu den Sana Kliniken Niederlausitz und hat jahrzehntelange Erfahrung als Chirurg, auch in der Be-handlung von Schilddrüsen-patienten. „Alles in Ordnung - der Bereich am Hals, wo die Schilddrüse einmal war, bevor sie entfernt wurde, ist völlig unauffällig“, erklärt der Oberarzt.

International unterwegs

Dr. Ahmad Oyais übersetzt während der Untersuchung parallel für die aus der Ukraine stammende Patientin auf Russisch. Der international anerkannte Spezialist stammt aus dem Kaschmir, hat in Russland studiert und spricht die Sprache fließend. „Hier ist ein bisschen multikulti. Alle sind herzlich willkommen“, sagt er lachend. Nicht nur Patienten aus unterschiedlichen Herkunftsländern werden in der Klinik behandelt, auch das Team ist international aufgestellt – Kommunikation auf Deutsch, Englisch, Russisch, Rumänisch, Tschechisch Kasachisch und anderen Sprachen ist hier Alltag.

Rundum gut betreut

Vielfalt ist auch in anderer Hinsicht angesagt. Denn die Versorgung der Patienten beginnt und endet nicht mit dem Krankenhausaufenthalt. Bereits vor einem möglichen stationären Aufenthalt werden etliche Patienten im Medizinischen Versorgungszentrum in Lauchhammer ambulant von Thomas Schwörig und anderen Ärzten betreut. „Durch das MVZ ist die Vor- und Nachsorge gesichert. Außer-dem müssen die Patienten nicht ewig auf einen Termin warten und unterschiedliche Orte aufsuchen“, erklärt der Chefarzt.

Glücklich über die gelungene Operation: Patient Günter Scholz ist froh, dass der Eingriff bei ihm über einen kleinen Schnitt am Hals erfolgen konnte. Dr. Ahmad Oyais wirft einen prüfenden Blick auf die Narbe und ist zufrieden mit dem Heilungsverlauf.

Glücklich über die gelungene Operation: Patient Günter Scholz ist froh, dass der Eingriff bei ihm über einen kleinen Schnitt am Hals erfolgen konnte. Dr. Ahmad Oyais wirft einen prüfenden Blick auf die Narbe und ist zufrieden mit dem Heilungsverlauf.

SKN / B. Seidemann

Breites Leistungsspektrum

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie hat sich längst nicht nur bei Schilddrüsenpatienten herumgesprochen. Weitere Schwerpunkte bilden die Diagnose, Behandlung und Therapie von Erkrankungen der Bauchorgane, insbesondere Tumorerkrankungen sowie Erkrankungen der Leber-, Bauchspeicheldrüse-, Magen-, Darm-, Enddarmerkrankungen und Erkrankungen der Nebennieren.

Multiprofessionelles Team

Die Klinik setzt dabei auf multi- professionelle und interdisziplinäre Teamarbeit: Mediziner, Funktionsdiagnostiker, Therapeuten oder Pflegekräfte engagieren sich Hand in Hand, um für jeden einzelnen Patienten den optimalen Behandlungs-weg zu finden und ihn dabei zu begleiten. Dabei arbeitet das Team auch eng mit anderen Fachabteilungen der Sana Kliniken Niederlausitz zusammen.

Klare Weiterempfehlung

Günter Scholz ist froh, dass er sich für eine Behandlung in Lauchhammer entschieden hat: „Hier gibt es überhaupt keine Probleme. So hervor-ragend wie das Personal ist, muss man staunen - vom Chef angefangen über alle Mitarbeiter. Das kann man nur weiterempfehlen. Das hat keiner gedacht, dass Lauchhammer in der Lage ist, solche Operationen zu machen beziehungs-wiese solche Experten vor Ort hat.“

KONTAKT

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrine, Kolo-rektale und Onkologische Chirurgie am Krankenhaus-standort Lauchhammer kann 32 Patienten auf-nehmen. Zusätzlich bieten fünf Intensiv-Überwachungs-Betten einen Ort zur Genesung.

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Chefarzt Dr. Ahmad Oyais
Friedensstraße 18
01979 Lauchhammer

Chefarztsekretariat
Jana Heinze
Tel. 03573 . 75-2401

skn.allgemeinchirurgie@sana.de
Termine: 03573 . 75 3333
skn.info@sana.de
sana.de/niederlausitz