Sana Kliniken Niederlausitz: Großes Herz für kleine Patienten

Kinderkrankenschwester aus Berufung: Fast fünf Jahrzehnte lang hat sich Sylvia Hain rührend um die kleinsten und größeren Patienten im Krankenhaus Lauchhammer gekümmert. Jetzt hat sie viele Pläne für ihren Ruhestand.
SKN / Steffen RascheAls Sylvia Hain in der Kinderklinik in Lauchhammer anfing, da war die Welt noch schwarz-weiß. Seit 1979 gehört die Kinderkrankenschwester mit dem großen Herzen und dem hohen Anspruch zum Team der Sana Kliniken Niederlausitz. Ende April geht sie offiziell in ihren wohlverdienten Ruhestand – voller Erinnerungen an tausende junge Patienten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen sowie vielen Plänen für ihren neuen Lebensabschnitt.
Zahlreiche Erinnerungen
Lächelnd blättert Sylvia Hain durch die Foto-Alben, in denen bildhafte Momente aus der langen Geschichte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin festgehalten sind. Bilder von ehemaligen und heutigen Kolleginnen, Fotos von den legendären Kinderfesten und Eindrücke aus dem Stationsalltag. „Wir haben zu DDR-Zeiten den ersten Reanimationswagen für Babys selbst gebaut“, erzählt die Kinderkrankenschwester und deutet auf eines der Fotos, das ein umgebautes Babybett mit einer Halterung für Sauerstoffflaschen zeigt. Für diese Innovation gab es damals sogar eine Auszeichnung. Ob der Reanimationswagen funktioniert hat? „Na klar, sogar mit Küchentrichter, weil es keine Beatmungsmasken gab“, berichtet Sylvia Hain. Der außergewöhnliche Prototyp ist nur eine der zahlreichen Erinnerungen, die die Klettwitzerin in sich trägt.
1979 begann sie ihr Studium zur Kinderkrankenschwester an der medizinischen Fachhochschule in Cottbus und arbeitete im Anschluss auf der Neugeborenenstation, bevor sie im Jahr 2001 auf die Kinderstation wechselte. „Ich habe noch Zeiten erlebt, da haben wir noch selber Tupfer mit der Hand gedreht und Baumwollwindeln nach dem Waschen gelegt, weil es noch keine Einwegwindeln gab“, blickt Sylvia Hain zurück. Damals wurden Glasspritzen und Metallkanülen noch eigenhändig von den Schwestern auf der Station sterilisiert – „und sonntags haben wir im Steri die Brötchen aufgebacken“, sagt sie und lacht.
Immer an erster Stelle
Ihre jungen Patienten haben für Sylvia Hain immer an erster Stelle gestanden. Tag und Nacht war sie im Einsatz, hat mit den Patienten viele Weihnachten gefeiert und das neue Jahr begrüßt, hat sie getröstet und sich mit ihnen über jeden kleinen Fortschritt gefreut. In den Jahrzehnten hat die Kinderkrankenschwester auch alle Umstrukturierungen im Krankenhaus Lauchhammer begleitet: Den Abriss des alten Kinderhauses, den Umzug auf die provisorische Kinderstation und den Einzug in die neue Klinik, den Ausbau der Digitalisierung und die Fortschritte bei den Behandlungsmöglichkeiten. Ihrer Haltung ist sie in all der Zeit treu geblieben: „Mein Herz hat immer für die Kinder geschlagen. Sie standen bei mir immer an erster Stelle, ich habe für sie gekämpft und mein Bestes gegeben, damit es ihnen gut geht und sie wieder gesund werden“, sagt sie.
Sylvia Hains Engagement reichte weit über die Arbeit auf der Station hinaus. Jahrelang hat sie das beliebte Kinderfest der Kinderklinik organisiert - und stand gemeinsam mit DJ Torsten Gruber auf der Bühne - mal als Piratenbraut, mal als Märchenfigur oder Burgfräulein. Ob Theaterstück, Kinderkonzert oder Miniplaybackshow: Sie ließ sich immer etwas einfallen, um die jungen Gäste und ihre Familien im Krankenhaus Lauchhammer zu begeistern.
Vorbild für andere
„Sylvia Hain ist eine Kinderkrankenschwester mit Herz, Hingabe und einem riesengroßen Erfahrungsschatz, den wir in der Niederlausitz schmerzlich vermissen werden. Egal ob Pflegeschülerin, Assistenzarzt oder erfahrenes Teammitglied der Kinderklinik – von Sylvia konnten wir alle lernen“, würdigt Chefärztin Dr. Carolin Stegemann das Engagement und fügt hinzu: „Wenn sie ein schlechtes Bauchgefühl, eine Diagnoseidee oder einen Therapievorschlag hatte, dann war darauf stets Verlass.“ Und SKN-Pflegedirektorin Saskia Bünger betont: „Mit ihrer ruhigen Art, ihrer Erfahrung und ihrer Herzlichkeit war sie im Team äußerst beliebt. Unvergessen bleiben ihre liebevoll organisierten Kinderfeste, die stets für strahlende Kinderaugen sorgten.“
Sylvia Hain nimmt nicht nur zahlreiche schöne Erinnerungen mit in den Ruhestand, sondern auch jede Menge kunterbunte Gaben. Denn im Laufe der knapp fünf Jahrzehnte hat sie von ihren jungen Patienten viele selbstgemalte Postkarten und Bilder als Dankeschön bekommen. Bildhafte Herzenswärmer, die bleiben. Sie freut sich auf ihren Ruhestand: darauf, dass sie viel mehr Zeit für ihre beiden Enkelkinder hat, dass sie jetzt bei jeder Familienfeier dabei sein kann und nicht mehr auf den Schichtplan schauen muss, und darauf, dass sie mit ihrem Mann im Camper auf Tour gehen kann.
Partner für Familien
Das Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist rund um die Uhr für junge Patienten im Einsatz und sorgt dafür, dass Familien mit ihrem Nachwuchs in der Region bestens medizinisch versorgt sind.
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