Sana Kliniken
: Hightech für kranke Gefäße

AnzeigeDiabetes Neue Angiographie-Anlage in Senftenberg bietet innovative Diagnostik und Therapie für Risiko-Patienten
Von
Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann
Senftenberg
Die hochmoderne Angiographie-Anlage in den Sana Kliniken Niederlausitz macht feinste Gefäße sichtbar und behandelbar - ohne schädliche Kontrastmittel.

Die hochmoderne Angiographie-Anlage in den Sana Kliniken Niederlausitz macht feinste Gefäße sichtbar und behandelbar - ohne schädliche Kontrastmittel.

SKN / Steffen Rasche

Diabetes mellitus ist tückisch, denn die Erkrankung richtet Schäden im gesamten Körper an – vor allem auch an den Blutgefäßen. Die moderne Angiographie-Anlage der Sana Kliniken Niederlausitz ermöglicht jetzt innovative Diagnostik- und Therapieverfahren für Betroffene.

Dank höchster Präzision sowie des Verzichts auf Kontrastmittel und Vollnarkosen können die Experten vom Sana Gefäßzentrum Lausitz auch Risikopatienten behandeln.

Hilfe für feinste Gefäße im Unterschenkel

Seit einem Vierteljahr ist die hochmoderne Angiographie-Anlage im Krankenhaus Senftenberg im Betrieb und schon jetzt steht fest: Sie ist auch ein Segen für Diabetes-Patienten. Denn dank dieser innovativen Medizintechnik, in die die Sana Kliniken Niederlausitz rund eine Million Euro investiert haben, werden feinste Gefäße sichtbar und behandelbar. „Bei Diabetes-Patienten sind vor allem die Gefäße in den Unterschenkeln problematisch, weil sie oft unterhalb des Kniegelenks verkalkt oder gänzlich zugesetzt sind“, erklärt Tom Hammermüller, Chefarzt des Sana Gefäßzentrums Lausitz.

Die Diagnose und Behandlung solcher Gefäßerkrankungen bei Diabetikern ist in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung. Zum einen gibt es im Unterschenkel – anders als beispielsweise im Oberschenkel - keine kollateralen Gefäße, über die der Blutstrom umgeleitet werden kann, um die weitere Versorgung des Fußes zu sichern.

Tückische Empfindungsstörung

Zum anderen merken Betroffene, die nicht regelmäßig zum Vorsorge-Gefäßcheck gehen, häufig viel zu spät, wie weit fortgeschritten die Verkalkung ist. „Diabetiker leiden in der Regel unter Neuropathie, einer Nervenschädigung, die die Schmerzempfindung stört. Dadurch kommen manche Patienten tatsächlich erst, wenn sich bereits Wunden gebildet haben oder die Zehen schwarz werden“, beschreibt Tom Hammermüller.

Herkömmliche Verfahren, mit denen sich der Grad der Durchblutungsstörung analysieren lässt, liefern bei der betroffenen Patientengruppe häufig keine eindeutigen Befunde. Manche Patienten sind für bewährte Tests auf dem Laufband oft schon zu immobil. Auch Anzeichen wie Ruheschmerzen, die sich beispielsweise als Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Krämpfen äußern, lassen keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Auslöser zu.

Tom Hammermüller, Chefarzt des Sana Gefäßzentrums Lausitz.

Tom Hammermüller, Chefarzt des Sana Gefäßzentrums Lausitz.

SKN / Steffen Rasche

Die hochmoderne Angiographie-Anlage im Krankenhaus Senftenberg bietet den Gefäß-Experten um Tom Hammermüller und Prof. Ivo Buschmann nun beste medizinische Voraussetzungen für eine hervorragende Diagnostik und Behandlung. „Dank der neuen Anlage können wir feinste Gefäße mit einem Durchmesser von 1,5 Millimetern sichtbar machen und behandeln“, erklärt der Chefarzt. Dafür erhalten die Patienten – meist ältere, multimorbide Menschen, für die eine Vollnarkose in der Regel nicht mehr infrage kommt - nur eine lokale Betäubung an der Leiste. An dieser Stelle führen die Gefäßspezialisten einen hauchdünnen Draht mit 0,014 bis 0,018 Millimeter Stärke ein und arbeiten sich bis zu dem Bereich vor, an dem das Gefäß durch Ablagerungen verschlossen oder verengt ist.

Kohlenstoffdioxid statt schädlicher Kontrastmittel

Um die Gefäße unter Röntgenstrahlung sichtbar zu machen, arbeitet die neue Anlage mit Kohlenstoffdioxid, einem Gas, das auch in der Atemluft vorkommt. Statt herkömmlicher Kontrastmittel, die von manchen Patienten nicht vertragen werden, werden winzige Gasbläschen eingesetzt. Wenn die Experten bis zu der defekten Stelle im Gefäß vorgedrungen sind, werden filigrane Ballons, die mit speziellen Medikamenten beschichtet sind, an die entsprechende Stelle geschoben und behutsam aufgeblasen. Auf diese Weise werden die Ablagerungen an die Gefäßwände gedrückt und das Blut kann wieder fließen. „Wir können mit diesem Verfahren Patienten auf sehr schonende Weise behandeln. Das ist ein riesiger Gewinn in der Gefäßmedizin“, betont Tom Hammermüller.

Sicher versorgt in der Niederlausitz

Das Sana Gefäßzentrum Lausitz in Senftenberg ist seit vielen Jahren Kompetenzzentrum für die Behandlung von Gefäßpatienten.
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