Sana Kliniken: Beim Schlaganfall zählt jede Sekunde

Bei einem Schlaganfall ist jeder Augenblick kostbar. Die Abläufe in der Senftenberger Stroke Unit sind optimal aufeinander abgestimmt. Die moderne bildgebende Diagnostik ist der Schlüssel, um Therapien schnell zu starten.
istockphoto.com / simonkrBei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde – sonst drohen schwerste Schäden und langfristige Folgen. Darum ist es wichtig, dass Patienten so schnell wie möglich professionelle Hilfe bekommen. Die spezielle Schlaganfall-Einheit – die Stroke Unit – der Sana Kliniken Niederlausitz ist seit Jahren auf die Akutversorgung von Patienten spezialisiert.
Integrierte und geübte Abläufe, fachärztliche Betreuung, hochspezialisierte Pflegekräfte und modernste Medizintechnik sorgen dafür, dass Patienten sich darauf verlassen können, dass sie im Senftenberger Krankenhaus bestmöglich versorgt werden. Diese hohe Versorgungsqualität bestätigt auch die erfolgreiche Re-Zertifizierung durch die Fachgesellschaft.
Rettungsanker in Südbrandenburg
„Gehirnzellen haben keinen Energiespeicher - deshalb sterben sie sofort ab, wenn sie nicht mit Nährstoffen versorgt werden“, erklärt Prof. Dr. Markus Reckhardt, Chefarzt des Zentrum für Neurologie, warum bei einem Schlaganfall die Devise „Time is Brain – Zeit ist Hirn“ gilt. Das Team der Senftenberger Stroke Unit um den Chefarzt und die Leitende Oberärztin Aline Christen besteht aus erfahrenen Ärzten, Therapeuten und Pflegeprofis. Gemeinsam versorgen sie jedes Jahr rund 500 Schlaganfall-Patienten. Die Stroke Unit der Sana Kliniken Niederlausitz bildet damit einen Rettungsanker mitten in Südbrandenburg. Denn neben der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus ist Senftenberg der einzige Klinikstandort in der Region mit dieser hohen Fachkompetenz und einer hochspezialisierten Versorgungseinheit.
Eingespielte Abläufe und geprüfte Prozesse
Integriert in den HighCare Bereich, in dem schwerkranke Patienten intensiv überwacht und betreut werden, sichert das Team der Senftenberger Stroke Unit Behandlungsqualität auf höchstem Niveau. Jeder Handgriff sitzt, jeder Prozess ist optimal ausgerichtet, damit Patienten zeitnah professionelle Hilfe bekommen. „Wir haben nur ein sehr kurzes Zeitfenster, um das Blutgerinnsel aufzulösen oder mechanisch zu entfernen, beziehungsweise eine Hirnblutung zu stoppen“, erklärt Prof. Dr. Markus Reckhardt. Um dieses Zeitfenster effektiv zu nutzen, greift in der Stroke Unit ein Zahnrad ins andere, sobald Patienten eingeliefert werden – von der Notaufnahme über die bildgebende Diagnostik bis zur Einleitung der Therapie. „Wichtig ist, beim Verdacht auf einen Schlaganfall nicht abzuwarten, sondern den Notruf zu wählen“, betont die Leitende Oberärztin Aline Christen.
Schlag aus heiterem Himmel
Der Schlaganfall hat seinen Namen nicht von ungefähr, denn die Symptome treten oft schlagartig auf. Typische Anzeichen sind ein plötzlich hängender Mundwinkel, halbseitige Lähmungen, Taubheitsgefühle, Schwindel oder Ausfälle beim Sehen, Sprechen oder Schlucken. Das Tückische: Ein Schlaganfall verursacht zunächst keine Schmerzen und überrascht Patienten oft im Schlaf.
Etwa 270.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Schlaganfall. Experten unterscheiden zwei Hauptgruppen. Etwa 80 Prozent aller Schlaganfälle sind ischämisch: Ein Blutgefäß im Gehirn wird plötzlich – meist durch ein Blutgerinnsel – verstopft. Ein hämorrhagischer Schlaganfall entsteht hingegen durch das Reißen eines Gefäßes im Kopf. Weil dabei Blut in das umliegende Gewebe fließt und dieses schädigt, wird bei dieser Form des Schlaganfalls auch von einer Hirnblutung gesprochen. So unterschiedlich die Therapie der beiden Ursachen ist, so haben Sie eines dennoch gemeinsam: In jedem Falle brauchen Patienten so schnell wie möglich eine exzellente, fachkompetente medizinische Behandlung. Deshalb gilt: Sofort den Notruf 112 wählen – denn nur dann kann eine schnelle Behandlung in der zertifizierten Versorgungseinheit starten.
Test bei Verdacht auf Schlaganfall
Der FAST-Test hilft dabei, einen Schlaganfall schnell zu erkennen:
F (Face = Gesicht): Hängt ein Mundwinkel beim Lächeln?
A (Arme): Sinkt oder dreht sich ein Arm beim Heben?
S (Sprache): Klingt die Sprache verwaschen oder können einfach Sätze nicht nachgesprochen werden?
T (Time = Zeit): Sofort den Notruf 112 wählen
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Sana Kliniken Niederlausitz
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