Sana-Herzzentrum Cottbus: Hinsehen. Handeln. Leben retten.

Bei einem Herzstillstand ist schnelle Hilfe gefragt. Oft entscheidet das Eingreifen von Ersthelfenden über Leben und Tod. Laien sollten regelmäßig trainieren.
Dina - stock.adobe.comEin Mensch bricht mitten im Alltag zusammen – im Supermarkt, auf dem Sportplatz oder zu Hause. Er reagiert nicht mehr, atmet nicht normal. Entscheidend ist jetzt, dass jemand hinsieht, den Notruf wählt und mit der Herzdruckmassage beginnt.
Genau darum geht es in der Woche der Wiederbelebung vom 21. bis 27. September 2026. Unter dem Motto „Hinsehen. Handeln. Leben retten.“ machen die Sana Kliniken in Südbrandenburg darauf aufmerksam, wie einfach die ersten Schritte im Notfall sein können: Prüfen. Rufen. Drücken.
Nichtstun ist das größere Risiko
„Viele Menschen haben Angst, bei einer Reanimation etwas falsch zu machen. Diese Unsicherheit ist verständlich. Aber wenn ein Mensch bewusstlos ist und nicht normal atmet, ist Nichtstun das größere Risiko“, sagt Dr. Axel Harnath, Chefarzt der Kardiologie am Sana-Herzzentrum Cottbus. „Wer 112 wählt, das Telefon auf Lautsprecher stellt und mit der Herzdruckmassage beginnt, setzt die entscheidende Rettungskette in Gang.“ Ein Herzstillstand kann jeden treffen – unabhängig von Alter oder Lebenssituation. Er ist nicht dasselbe wie ein Herzinfarkt, kann aber beispielsweise durch einen schweren Herzinfarkt ausgelöst werden. Für Laien ist in der akuten Situation vor allem eines wichtig: nicht lange nach der Ursache zu suchen, sondern sofort zu handeln.
Prüfen. Rufen. Drücken.
Die drei Schritte sind leicht zu merken. Zuerst prüfen: Reagiert die Person? Atmet sie normal? Dann rufen: 112 wählen, den Standort nennen und den Anweisungen der Leitstelle folgen. Schließlich drücken: beide Hände auf die Mitte des Brustkorbs setzen und kräftig sowie schnell drücken – möglichst ohne längere Unterbrechung, bis professionelle Hilfe übernimmt. Während Ersthelfende handeln, beginnt im Hintergrund bereits die nächste Phase der Versorgung. Rettungsdienst und Notarzt übernehmen, Kliniken bereiten sich auf die Aufnahme vor, spezialisierte Teams stehen bereit.
Cottbuser Herzzentrum ist Kompetenzzentrum
Das Sana-Herzzentrum Cottbus bildet innerhalb des regionalen Sana Versorgungsnetzes einen wichtigen Baustein. Hier greifen Herzkatheteruntersuchungen, interventionelle Kardiologie und Herzchirurgie eng ineinander. „Bei akuten Herzproblemen zählt die abgestimmte Zusammenarbeit vieler Menschen und Bereiche“, erklärt Chefkardiologe Dr. Axel Harnath. „Vom Notruf über die Erstversorgung bis zum Herzkatheterlabor müssen die Übergänge funktionieren. Je früher die Rettungskette beginnt, desto besser können wir in der Klinik anknüpfen.“ Im Sana-Herzzentrum Cottbus werden seit mehr als 30 Jahren Menschen mit komplexen Herz-Kreislauf-Erkrankungen behandelt. Neben der interventionellen Kardiologie stehen auch wichtige operative Verfahren zur Verfügung. Dazu gehören Bypassoperationen und Eingriffe an den Herzklappen. Die Klinik für Herzchirurgie im Herzen von Cottbus ist die einzige ihrer Art in Südbrandenburg.
Ersthelfende sind oft einzige Überlebens-Chance
Prof. Dr. Dirk Fritzsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Herzchirurgie, betont: „Hoch spezialisierte Herzmedizin beginnt dort, wo ein Mensch hinsieht und handelt. Jede Rettungskette lebt davon, dass die einzelnen Schritte ineinandergreifen – von der Laienreanimation bis zur operativen Versorgung.“
Diese Verbindung steht im Mittelpunkt der Aktionswoche. Die Sana Kliniken in Südbrandenburg zeigen nicht nur, wie Wiederbelebung funktioniert. Sie machen zugleich sichtbar, wie die regionale Versorgung vom ersten Notruf bis zur spezialisierten Behandlung organisiert ist.
Die Herzkatheterversorgung wird an den Krankenhausstandorten in Lübben, Königs Wusterhausen, Senftenberg und Cottbus vorgehalten. Hausarztpraxen und ambulante Kardiologien ergänzen das Netzwerk durch Diagnostik, Weiterüberweisung und Nachsorge.
Jeder kann helfen
Für die Bevölkerung soll dennoch eine einfache Botschaft im Mittelpunkt bleiben: Jeder kann im entscheidenden Moment helfen. Es braucht keine medizinische Ausbildung, um 112 zu wählen und mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Die Leitstelle begleitet durch die Situation. Ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED, kann zusätzlich unterstützen und gibt seine Anweisungen selbst vor. Während der Woche der Wiederbelebung veröffentlichen die Sana Kliniken in Südbrandenburg täglich Videos und praktische Hinweise. Eine zentrale Internetseite bündelt die Informationen und Downloads – von der Merkkarte „Prüfen. Rufen. Drücken.“ bis zur AED-Kurzanleitung und zur Übersicht der regionalen Versorgung.Der erste Schritt bleibt jedoch immer derselbe: hinsehen statt wegschauen.
Herzstillstand ist keine Frage des Alters
Ein Herzstillstand kann jeden treffen. In der Woche der Wiederbelebung zeigen die Sana Kliniken in Südbrandenburg, wie einfach die ersten Schritte sind:
Prüfen. Rufen. Drücken.
Woche der Wiederbelebung 2026
21.–27. September 2026
Videos, Merkkarten und Informationen:
sana.de/wdw2026