Sana-Herzzentrum Cottbus
: Ein Leben für Lausitzer Herzen

AnzeigeSana-Herzzentrum Cottbus verabschiedet Christine Wenzel nach mehr als 30 Jahren in den Ruhestand
Von
Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann
Cottbus
Mitarbeiterin der ersten Stunde: Christine Wenzel hat das Sana-Herzzentrum Cottbus mit aufgebaut und über Jahrzehnte Verantwortung für OP-Pflege, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte und die Herzkatheterlabore übernommen.

Mitarbeiterin der ersten Stunde: Christine Wenzel hat das Sana-Herzzentrum Cottbus mit aufgebaut und über Jahrzehnte Verantwortung für OP-Pflege, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte und die Herzkatheterlabore übernommen.

SHC / Steffen Rasche

Christine Wenzel ist eine Instanz im Sana-Herzzentrum Cottbus. Sie ist Teil des Fundaments, auf dem der Erfolg der Spezialklinik im Herzen der Lausitz fußt. Denn noch bevor hier im Juni 1995 die erste Operation am offenen Herzen gemeistert wurde, gehörte sie bereits zum Team.

Als Leiterin der OP-Pflege und der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) wacht sie seit vielen Jahren akribisch über höchste Reinheit und zuverlässige Abläufe im OP. Ende Juni geht die erfahrene OP-Schwester nach fast 11.500 Tagen im Dienst für Lausitzer Herzen in ihren wohlverdienten Ruhestand. Doch ihrer Sana-Familie bleibt sie weiter verbunden.

Als Christine Wenzel am 1. April 1995 im Sana-Herzzentrum Cottbus anfing, da gab es die Klinik praktisch noch nicht. „Wir hatten noch keine Instrumente und noch nie vor einem Computer gesessen. Das mussten wir alles lernen“, erinnert sich die gebürtige Dresdnerin, die seit 1990 in Cottbus lebt. Mit ihren Kollegen bestellte die Fachkrankenschwester für OP-Pflege die ersten Instrumente und Materialien, packte die ersten Siebe, lernte den Umgang mit der modernen Technik der Herzmedizin - und war ganz vorn mit dabei, als im OP-Container die ersten Patienten operiert wurden.

Maßstäbe im OP gesetzt

Mit ihrem hohen Verantwortungsbewusstsein und ihrer großen Gewissenhaftigkeit hat sie in den OP-Sälen des Cottbuser Herzzentrums Maßstäbe gesetzt - sowohl in den OP-Containern als auch in dem modernen OP-Bereich des Klinik-Neubaus, der 1998 in Betrieb ging. „Mit dem Umzug hatten wir drei Säle. Beim Bau waren auch arbeitsmedizinische Aspekte berücksichtigt worden. Wir haben hier zum Beispiel einen Blick ins Grüne und Tageslicht – das ist ganz selten in OP-Sälen“, sagt Christine Wenzel aus Erfahrung.

Ein akribischer Blick für Perfektion: Der erfahrenen Chefin entgeht auch in der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte nichts. So stellt das Team sicher, dass auch im Notfall jedes Instrument einsatzbereit ist.

Ein akribischer Blick für Perfektion: Der erfahrenen Chefin entgeht auch in der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte nichts. So stellt das Team sicher, dass auch im Notfall jedes Instrument einsatzbereit ist.

SHC / Steffen Rasche

Spitzenbedingungen und ein top-qualifiziertes Team für exzellente Medizin und Pflege - das steht im Sana- Herzzentrum Cottbus seit jeher an erster Stelle. Jedes Jahr werden in der Spezialklinik mehr als 4.500 herzchirurgische und kardiologische Patienten behandelt - von anspruchsvollen Operationen am offenen Herzen bis zu modernsten interventionellen Verfahren. „Das Wichtigste sind regelmäßige fachliche Weiterbildung, Gewissenhaftigkeit und Teamarbeit. Ohne Zusammenarbeit Hand in Hand geht es weder im OP noch bei der Aufbereitung der Instrumente“, ist Christine Wenzel überzeugt.

Zwischen fördern und fordern

Mit liebevoller Strenge hat sie das Cottbuser Herzzentrum über rund drei Jahrzehnte mitgeprägt und die Entwicklung der Pflege im OP, der AEMP sowie im Herzkatheterlabor mitgefördert. „Mit fachlicher Kompetenz, großem persönlichem Einsatz und einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein hat sie die pflegerischen Strukturen nachhaltig gestaltet und weiterentwickelt“, sagt Pflegedirektorin Manuela Lehmann anerkennend und fügt hinzu: „Christine Wenzel hat Potenziale von Mitarbeitenden frühzeitig erkannt und sie fachlich und persönlich gefördert - immer mit einer großen Portion Wertschätzung und Empathie.“

Wenn Christine Wenzel Ende Juni offiziell in Rente geht, werden die Maßstäbe, die sie gesetzt hat, bestehen bleiben. In ihrem neuen Lebensabschnitt wird die Cottbuserin neue Meilensteine setzen: Reisen steht ganz oben auf ihrer Wunschliste. „Außerdem möchte ich mich um meine Gesundheit kümmern und freue mich auf ein bisschen mehr Wellness“, sagt Christine Wenzel. Ihrer Sana-Familie bleibt sie aber auch in Zukunft treu und unterstützt die Mitarbeitenden tageweise. „Ich wünsche mir, dass das familiäre Klima im Team erhalten bleibt und die neue Leitung ihren eigenen Stil findet“, sagt die Cottbuserin. Dafür hat Christine Wenzel selbst gesorgt, denn ihren OP-Bereich übergibt sie in erfahrene Hände. Anne Tietz und Silva Brauer - beide selbst schon viele Jahre Teil des Cottbuser OP-Teams - werden gemeinsam die Leitung dieses hochsensiblen und wichtigen Bereiches übernehmen. Ebenso wie alle Lausitzer kann Christine Wenzel also sicher sein: Das Team des Herzzentrums gibt auch künftig jeden Tag sein Bestes - nicht nur im OP-Trakt.

Exzellenzmedizin fürs Herz

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