Augenzentrum Ulm MVZ
: Früher erkennen, besser sehen

AnzeigeWarum die regelmäßige Kontrolle der Augen wichtiger denn je ist, welche Entwicklungen für die Zukunft Hoffnung geben und was das Augenzentrum Ulm MVZ von anderen unterscheidet, erklärt Dr. med. Oliver Schütte im Interview.
Von
pm
Ulm
Dr. Oliver Schütte

Dr. Oliver Schütte

Augenzentrum Ulm MVZ

Welche Augenkrankheiten oder Sehprobleme stehen im Fokus Ihrer Arbeit?

Vor allem altersbedingte Erkrankungen wie der Graue Star, das Glaukom sowie Netzhauterkrankungen. Besonders die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) beschäftigt uns sehr: Sie gilt in westlichen Industrieländern als eine der wichtigsten Ursachen für schwere Sehbehinderung und Erblindung im höheren Lebensalter. Zudem betreuen wir viele Patientinnen und Patienten mit diabetischen Netzhautveränderungen. Gerade durch den demografischen Wandel sehen wir hier eine deutliche Zunahme. Entscheidend ist die frühzeitige Erkennung und eine konsequente, individuell angepasste Therapie, um das Sehvermögen möglichst langfristig zu erhalten.

Gibt es neue Diagnose- oder Behandlungsmethoden, die Sie auf der vitawell vorstellen möchten?

Die moderne Netzhautdiagnostik hat sich enorm weiterentwickelt. Mit hochauflösender optischer Kohärenztomographie (OCT) können feinste Veränderungen der Netzhaut frühzeitig erkannt werden, oft noch bevor Patientinnen und Patienten selbst eine Verschlechterung bemerken. In der Therapie ermöglichen individualisierte Behandlungsintervalle, insbesondere bei intravitrealen Medikamentengaben (IVOM), eine deutlich bessere Prognose und Lebensqualität. Neu und besonders spannend ist außerdem der Ansatz „Auge als Biomarker“. Die Netzhaut ist entwicklungsbiologisch Teil des zentralen Nervensystems und wird deshalb zunehmend als „Fenster“ zu systemischen und auch neurodegenerativen Veränderungen diskutiert. Forschung und aktuelle Übersichtsarbeiten beschreiben, dass OCT retinale Parameter als nicht-invasive Biomarker bei kognitiver Beeinträchtigung bzw. Alzheimer mit untersucht werden und perspektivisch die Früherkennung ergänzen könnten.

Wichtig dabei: Bei Erkrankungen wie Alzheimer laufen biologische Veränderungen oft Jahre vor klaren Symptomen ab – genau deshalb gewinnt frühe, niedrigschwellige Diagnostik zunehmend an Bedeutung.

Warum ist die regelmäßige Kontrolle der Augen so wichtig?

Viele relevante Augenerkrankungen verlaufen lange symptomlos. Beim Glaukom beispielsweise entstehen Schäden am Sehnerv häufig unbemerkt und sind nicht rückgängig zu machen. Deshalb ist Früherkennung so wichtig. Auch Netzhauterkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration zeigen in frühen Stadien oft keine deutlichen Beschwerden. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig therapeutisch einzugreifen.

Was unterscheidet Ihr Zentrum von anderen Augenarztpraxen in der Region?

Wir verbinden spezialisierte Netzhautmedizin mit moderner apparativer Ausstattung und einer strukturierten Organisation. Dadurch können wir auch komplexe Erkrankungen umfassend betreuen, von der präzisen Diagnostik bis zur langfristigen Therapie. Unser Anspruch ist es, moderne Medizin mit persönlicher Betreuung zu kombinieren. Patientinnen und Patienten sollen sich sowohl fachlich bestens versorgt als auch menschlich gut begleitet fühlen.

Augenzentrum Ulm MVZ

Glöcklerstraße 1
89073 Ulm
www.augenzentrum-ulm.de