Anzeige: Wie ein Schlag aus heiterem Himmel

Je nach betroffenem Hirnareal sind die Folgen eines Schlaganfalls unterschiedlich stark. In den Sana Kliniken Niederlausitz erhalten Betroffene in der zertifizierten Stroke Unit professionelle Hilfe.
sudok1 - stock.adobe.comHunderttausende Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Schlaganfall. Mehr als 500 Schlaganfallpatienten werden Jahr für Jahr in den Sana Kliniken Niederlausitz vom kompetenten Pflege-, Ärzte- und Therapeuten-Team behandelt. Der 10. Mai ist bundesweiter Aktionstag gegen den Schlaganfall – ein Anlass, um die Menschen für diese tückische Erkrankung zu sensibilisieren.
Plötzliche halbseitige Lähmungen, Schwindel oder Schluckprobleme – all das können Hinweise auf einen Schlaganfall sein. Dann heißt es: Nicht warten, sondern den Notruf absetzen. Denn der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle. „Wir haben nur ein kleines Zeitfenster von wenigen Stunden, in dem wir wirklich gut helfen können“, betont Prof. Dr. Markus Reckhardt, Chefarzt des Zentrums für Neurologie und Schmerzbehandlung in den Sana Kliniken Niederlausitz.
Eindeutige Symptome für einen Schlaganfall gibt es nicht, aber sehr typische Anzeichen. „Achten Sie auf halbseitige Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen, einen hängenden Mundwinkel, Sprechstörungen wie Wortfindungsstörungen, undeutliche Sprache oder Wortsalat, Gesichtsfeldausfälle, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen. Entscheidend ist, dass die Symptome des Schlaganfalls in der Regel abrupt einsetzen. Es trifft einen wie ein Schlag“, erklärt der erfahrene Neurologe.
Eine Erkrankung, zwei Gesichter und Ursachen
Es gibt im Wesentlichen zwei Hauptformen des Schlaganfalls. Der ischämische Schlaganfall, der etwa 80 Prozent aller Fälle ausmacht, entsteht durch eine Verstopfung eines Blutgefäßes im Gehirn, meist durch ein Blutgerinnsel. Dadurch wird die Durchblutung unterbrochen und das Gehirngewebe erhält nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe.
Der hämorrhagische Schlaganfall, auch Hirnblutung genannt, entsteht durch das Reißen eines Blutgefäßes im Gehirn, wodurch Blut in das umliegende Gewebe austritt und dieses schädigt. Beide Formen erfordern eine sofortige medizinische Behandlung, wobei die Therapie je nach Art des Schlaganfalls unterschiedlich ist.
Vorboten ernst nehmen
Manchmal sendet der Körper Warnzeichen in Form von kurzzeitigen Symptomen, einer sogenannten Transitorischen Ischämischen Attacke (TIA). Prof. Dr. Markus Reckhardt erklärt: „Das sind kurzzeitige Durchblutungsstörungen des Gehirns, die Vorboten eines schweren Schlaganfalls sein können.“ Auch wenn die Symptome rasch wieder verschwinden, sollte man umgehend ein Krankenhaus aufsuchen, denn diese Vorboten können sich wiederholen.

Eingespielte Abläufe in der Senftenberger Klinik für Neurologie sorgen für beste Behandlungsergebnisse nach einem Schlaganfall.
SKN / RascheSchlaganfall tut nicht weh
Ein wichtiger Unterschied zu anderen Notfällen, wie dem Herzinfarkt ist, dass ein Schlaganfall in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden ist. „Da verschläft man gerne mal die halbseitige Lähmung und wacht morgens mit den Symptomen auf“, warnt Prof. Dr. Markus Reckhardt.
Deshalb sollte jeder einzelne auf sich achten und Risikofaktoren minimieren. „Das Alter ist ein Risikofaktor, den wir nicht beeinflussen können. Gegen andere Faktoren kann man aber gut etwas tun. So lassen sich beispielsweise Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Fettstoffwechselstörung oder Diabetes mellitus behandeln und Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen vermeiden“, erklärt der Chefarzt.

Prof. Dr. Markus Reckhardt ist Chefarzt des Zentrums für Neurologie und Schmerzbehandlung in den Sana Kliniken Niederlausitz.
SKN / Steffen RascheSchnelles Handeln ist extrem wichtig
„Das Gehirngewebe ist extrem empfindlich, wenn es nicht durchblutet wird“, erklärt Prof. Dr. Markus Reckhardt. „Wenn Nervenzellen von der Durchblutung abgeschnitten sind, stellen sie innerhalb von Sekunden die Funktion ein und sind innerhalb von Minuten unwiederbringlich geschädigt. In der Fachwelt sagen wir gern: Time is Brain - also Zeit ist Hirn.“
Daher gilt: Wer eines oder mehrere der genannten Symptome bei sich oder anderen bemerkt, sollte sofort und ohne zu zögern die 112 rufen! „Gehen Sie nicht zum Hausarzt und warten Sie nicht auf eine Besserung der Symptome – auch wenn diese wieder rückläufig sind. Wir haben nur wenige Stunden, um im Krankenhaus dafür zu sorgen, dass sich Blutgerinsel im Hirn wieder auflösen oder – im Falle einer Hirnblutung – die Blutung zu stoppen.“

FAST-Test: Schlaganfall erkennen und handeln.
Benjamin Seidemann