Anzeige: Starke Hilfe für die Allerkleinsten in den Sana Kliniken Niederlausitz

Spezielle Fürsorge: Im Neonatologie-Zimmer versorgen Dr. Nadine Friedrich (r.) und Kinderkrankenschwester Sandy Oldag (l.) mit modernen Inkubatoren die Frühgeborenen kompetent und liebevoll.
Steffen RascheEtwa jedes elfte Baby in Deutschland kommt vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt und gilt damit als Frühgeborenes. In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer bekommen diese Neugeborenen ganz besonders intensive medizinische Betreuung und liebevolle Pflege, damit ihnen der Start ins Leben sicher gelingt.
Mehr als 53.100 Frühgeborene kamen im Jahr 2023 in Deutschland auf die Welt. Der größte Teil davon - knapp 82 Prozent - zählt zu den „späten und moderaten Frühgeborenen“, die zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt erblicken. In dem Perinatalen Schwerpunktzentrum Level 3, das die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Lauchhammer bildet, können Frühgeborene ab der 32+0. Schwangerschaftswoche mit einem Geburtsgewicht von mindestens 1.500 Gramm versorgt werden. Das interdisziplinäre Team aus Fachärzten, Hebammen und speziell geschulten Pflegekräften gibt sein Bestes, damit die Kleinsten sich trotz des zu frühen Starts ins Leben sicher und gesund entwickeln.
Gut geschützt - fast wie in Mamas Bauch
„Viele der Kinder, die in der 32. und 33. Woche geboren werden, passen sich nach der Geburt gut an, sodass noch im Kreißsaal die erste Kuschelphase mit Mama gewährleistet werden kann“, sagt Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und fügt hinzu: „Wir gestalten dann die geschützte Zeit, die das Baby noch im Bauch der Mama gehabt hätte, so gut wie möglich nach.“ Vom Kreißsaal kommen die Winzlinge auf kürzestem Weg direkt ins das Neonatologie-Zimmer auf der Kinderstation. Dort steht modernste Technik für die Frühgeborenenversorgung zur Verfügung. Im Inkubator herrscht die perfekte Mischung aus Wärme und Feuchtigkeit. Die vielen Schläuche und Geräte wirken für Eltern oft erst einmal beängstigend und irritierend. Aber die moderne Medizintechnik hilft den Allerkleinsten dabei, weiter zu wachsen und zu reifen. „Im Inkubator kann das Baby Energie sparen, weil es noch nicht in der Lage ist, seine Körpertemperatur zu halten“, erklärt die erfahrene Neonatologin Dr. Carolin Stegemann. Parallel werden die Kleinen ernährt – das geschieht so kurz wie nötig über eine Sonde und so schnell wie möglich oral mit der Flasche oder direkt über das Stillen.

Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Lauchhammer, ist als Neonatologin auf Neu- und Frühgeborene spezialisiert.
Steffen Rasche„Im Idealfall kümmern wir uns ,nur‘ um das Temperatur- und Ernährungsmanagement“, sagt Dr. Carolin Stegemann. Doch gerade die ganz Kleinen zeigen häufig Atemauffälligkeiten und schaffen es noch nicht, selbstständig genügend bzw. ausdauernd Luft zu holen. Dann leistet das Team der Kinderklinik je nach Bedarf invasive Kurzzeitbeatmung oder nicht-invasive Atemunterstützung. Manche Frühgeborenen brauchen das nur einige Tage, andere ein oder zwei Wochen.
Wichtige Kuschelzeiten mit den Eltern
„Solange wir das Kind im Inkubator intensiv betreuen müssen, können die Eltern auch bei uns nicht rund um die Uhr im Neonatologie-Zimmer dabei sein. Aber sie können jederzeit zu ihrem Baby und über längere Phasen mehrmals täglich mit ihm kuscheln. Das ist ganz wichtig“, erklärt die Chefärztin. Sobald das Neugeborene stabil genug ist, um vom Inkubator in ein Wärmebettchen umzuziehen, kann es dann auch mit ins Zimmer der Mama. Die Wege im Krankenhaus Lauchhammer sind für Eltern zum Glück kurz, denn Kinderklinik und Geburtsstation liegen Tür an Tür. Zur Nachbetreuung nach der Geburt bleiben die Mütter noch auf der benachbarten Wochenstation und wechseln dann direkt auf die Kinderstation - noch näher zu ihrem Nachwuchs. In der Kinderklinik sind Eltern jederzeit willkommen und können die Tage und Wochen, in der ihr Frühchen noch in der Obhut der Pflege-Profis und Ärzte ist, flexibel gestalten. Die Klinik bietet allen Eltern die Möglichkeit, während des Krankenhausaufenthalts ihres Kindes mit vor Ort zu sein.
Mit Geduld und Flexibilität
„Eltern gestalten die Zeit ganz unterschiedlich. Manche Mütter bleiben die gesamte Zeit mit in der Klinik, andere, die bereits ein, zwei Kinder haben, gehen erst einmal nach Hause und ziehen dann ein paar Tage vor der stationären Entlassung wieder mit ins Krankenhaus. Wir sind da völlig offen, weil das immer an die jeweilige Familiensituation angepasst werden muss“, berichtet Dr. Carolin Stegemann. In jedem Fall können sich Eltern sicher sein, dass ihr Frühchen beim Klinikteam in den besten Händen ist. „Der Schritt, bis die Kinder es schaffen, ihr Gewicht zu halten, sich zu entwickeln und ohne Nahrungssondierung nach Hause können, dauert am längsten“, weiß die Kinderärztin aus langjähriger Erfahrung und betont: „Man vergisst leicht, dass die Babys noch einige Wochen im Bauch der Mutter gehabt hätten, um sich zu entwickeln, und sollte sie nicht überfordern.“ Denn Babys, die zu früh auf die Welt gekommen sind, haben ein höheres Risiko zu unterzuckern oder eine lichttherapiepflichtige Gelbsucht zu entwickeln und neigen zu Kreislauf- und Blutdruckschwankungen. All das behält das Klinikteam mit wachsamem Blick im Auge und kontrolliert die Kinder engmaschig, um bei Bedarf schnell handeln zu können. „Es ist wichtig, Frühgeborenen die nötige Zeit und Ruhe zu lassen, um sich zu entwickeln, und dabei auch die Mütter und Väter mitzunehmen“, unterstreicht die Chefärztin.
KONTAKT
Sana Kliniken Niederlausitz
Friedensstraße 18
01979 Lauchhammer
Kinder- und Jugendmedizin
Dr. Carolin Stegemann
Gynäkologie & Geburtshilfe
Zainab Moualla
Chefarztsekretariat
T: 03573 . 75-2601
F: 03573 . 75-2602
M: SKN.gyn-geb@sana.de
Anmeldung zur Geburt jeden Dienstag unter 03573.75-2627
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