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: Sana Kliniken Niederlausitz: Schneller wieder fit nach der OP

Chefchirurg und sein Team setzen auf ganzheitliches Konzept zur besseren Genesung
Von
Christiane Noack-Klein und Benjamin Seidemann
Senftenberg
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Teamwork im OP-Saal: Mit kleinen Schnitten und einer sanften Anästhesie arbeitet die interdisziplinären Spezialistenteam im Operationssaal in Lauchhammer. Möglichst schonende Eingriffe sind Teil eines vielschichtigen Konzepts, dass die rasche Genesung von Patienten nach chirurgischen Eingriffen fördert.

Teamwork im OP-Saal: Mit kleinen Schnitten und einer sanften Anästhesie arbeitet die interdisziplinären Spezialistenteam im Operationssaal in Lauchhammer. Möglichst schonende Eingriffe sind Teil eines vielschichtigen Konzepts, dass die rasche Genesung von Patienten nach chirurgischen Eingriffen fördert.

Steffen Rasche

Ein chirurgischer Eingriff bedeutet oft Stress für Kopf und Körper. Das Team der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer geht deshalb neue Wege: Mit dem ganzheitlichen Konzept ERAS wird die rasche Genesung nach einer Operation gefördert. Viele einzelne Bausteine vor, während und nach dem Eingriff tragen dazu bei, dass Patientinnen und Patienten schneller wieder fit sind.

„Wir wissen heute, dass der Erfolg einer Behandlung nicht nur vom Können der operierenden Chirurgen abhängt, sondern von vielen weiteren Faktoren rund um den Eingriff“, sagt Dr. Ahmad Oyais. Der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Lauchhammer hat deshalb einige Abläufe neu sortiert sowie das Team aus Ärzten und Pflegekräften umfangreich geschult, seit er vor rund einem Jahr die ärztliche Leitung der Klinik übernommen hat. ERAS heißt das Konzept, das seither in der Chirurgie in Lauchhammer etabliert wird. Die vier Buchstaben bilden die Abkürzung für „Enhanced Recovery after Surgery“ - beschleunigte Erholung nach Eingriffen. Das Konzept wurde in vielen Ländern über Jahre stetig weiterentwickelt. Inzwischen belegen Studien die Wirksamkeit. „Es kommt zu wesentlich weniger Risiken und Komplikationen, außerdem verkürzt sich der Aufenthalt im Krankenhaus nachweislich“, zählt Dr. Ahmad Oyais die Vorteile auf, von denen die Patienten profitieren.

Vier Buchstaben. Viele Bausteine.

ERAS klingt kurz. Aber hinter dem Programm steckt ein facettenreiches ganzheitliches Konzept, dass sich aus vielen kleinen und größeren Bausteinen zusammensetzt. „Wir beziehen den Patienten schon vor der Operation intensiv mit ein“, erklärt der Chefchirurg. Die Patienten werden umfassend über den geplanten Eingriff aufgeklärt und bekommen zugleich Tipps mit an die Hand, wie sie sich beispielsweise mit Ernährung und Bewegung möglichst gut auf die Operation vorbereiten können. Außerdem wird - sofern es medizinisch nötig und möglich ist - schon vor dem Eingriff mit der Therapie von Blutarmut begonnen. Zu den präoperativen Bausteinen gehört auch, dass Dr. Ahmad Oyais und sein Team weitestgehend darauf verzichten, ihren Patienten beispielweise bei Operationen am Magen und Darm lange Nüchternheitsphasen oder Darmspülungen zu verordnen, um den Körper nicht noch zusätzlich zu stressen. Stattdessen werden sanftere Abführmittel gewählt, um den Darm für den Eingriff vorzubereiten.

Kleine Schnitte. Starkes Schmerzkonzept

„Bei der Operation arbeiten wir dann wo immer es machbar ist, mit kleinen Schnitten, blutsparend und anatomisch gerecht“, erklärt Dr. Ahmad Oyais, der beispielsweise bei einem Eingriff im Bauchraum für gewöhnlich nur mit drei, wenige zentimeterlangen Schnitten statt der üblichen fünf bis sieben Zugänge arbeitet. „Außerdem verzichten wir weitestgehend auf das Legen von Drainagen und Kathetern, damit die Patienten schneller wieder mobil sein können“, sagt der erfahrene Chirurg. Dazu gehört auch ein ausgefeiltes, individuell abgestimmtes Schmerzkonzept für jeden Patienten, dass ihm erlaubt, sich schmerzfrei zu bewegen. „Niemand muss leiden und kann trotzdem mobil sein“, betont Dr. Ahmad Oyais.

Schnell zurück in den gewohnten Alltag

Dem Chefarzt ist wichtig, dass seine Patienten möglichst schon am Tag der Operation, spätestens jedoch am Folgetag das erste Mal wieder aus dem Bett aufstehen, mit Unterstützung die ersten Schritte unternehmen und den Krankenhauskittel gegen ihre Alltagskleidung tauschen. Für Ahmad Oyais ist das eine wichtige psychologische Komponente: „Wenn der Patient seine normale Kleidung trägt, sich zum Essen an den Tisch setzt, statt im Bett zu liegen und rasch wieder in Bewegung kommt, fühlt er sich weniger krank.“

 Bei täglich mehreren Visiten schauen Dr. Ahmad Oyais und sein Team, zu dem unter anderem der Facharzt Andrei Zaharia gehört, wie es den Patienten auf der Station geht.

Bei täglich mehreren Visiten schauen Dr. Ahmad Oyais und sein Team, zu dem unter anderem der Facharzt Andrei Zaharia gehört, wie es den Patienten auf der Station geht.

Steffen Rasche

Damit Patienten wieder in ihren gewohnten Rhythmus finden und die Verdauung wieder in Gang kommt, legt das Klinikteam auch großen Wert darauf, dass zeitnah wieder mit dem Essen und Trinken begonnen wird - von gehaltvoller Trinknahrung und leichte Suppen und Joghurts wird die Kost Stück für Stück gesteigert - selbstverständlich immer mit Blick auf die jeweilige Erkrankung und die entsprechende Verträglichkeit. „Unser Ziel ist bei jedem Eingriff ein möglichst geringes operatives Trauma, um den Stress für den Körper zu reduzieren“, betont der Mediziner und fügt hinzu: „Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit dem multimodalen und interdisziplinären ERAS-Konzept gemacht: Unsere Patienten sind schneller wieder fit und können wieder nach Hause, um sich dort weiter zu erholen.“

KONTAKT

Sana Kliniken Niederlausitz
Klininik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Chefarzt Dr. Ahmad Oyais
Friedensstraße 18  -  01979 Lauchhammer
Chefarztsekretariat
T 03573 . 75-2401
F 03573 . 75-2402
M skn.allgemeinchirurgie@sana.de
sana.de/niederlausitz