Anzeige: Praxis lernen mitten im Klinikalltag

Praktisches Training: Praxisanleiterin Anke Scholz übt mit Lisa-Marie Schritt für Schritt, wie Blutdruckmessen richtig geht. Das intensive Training der vielen einzelnen Pflegemaßnahmen im Klinikalltag ist ein Schwerpunkt auf der Integrierten Ausbildungsstation im Krankenhaus Senftenberg.
SKN / Steffen RascheAusbildung intensiv, rund um die Uhr und mitten im Klinikalltag: Auf der Integrierten Ausbildungsstation im Krankenhaus Senftenberg lernen Nachwuchs-Pflegekräfte in den Sana Kliniken Niederlausitz wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen unter realistischen Bedingungen im Stationsalltag. Erfahrene Praxisanleiterinnen betreuen die Auszubildenden bei der Arbeit mit den Patienten.
Vorsichtig schiebt Lisa-Marie die Blutdruckmanschette über den Arm von Praxisanleiterin Anke Scholz. „Ungefähr zwei Finger breit über der Armbeuge. Ja, so ist es richtig“, lobt die erfahrene Krankenschwester. Dann beginnt Lisa-Marie, damit die Manschette aufzupumpen. Anfang April hat die 17-Jährige ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau in den Sana Kliniken Niederlausitz begonnen - und seither nicht nur das Blutdruckmessen fleißig geübt. Solche „Trockenübungen“ gehören zum Alltag auf der Ausbildungsstation. Anke Scholz und ihre Kollegen nehmen sich hier besonders viel Zeit für die angehenden Pflegeprofis.
Zehn Patienten. Intensive Betreuung.
Seit Oktober 2024 ist die Integrierte Ausbildungsstation in Betrieb. Sie ist Teil der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie im Krankenhaus Senftenberg. „Die Schüler übernehmen im Ausbildungsbereich zehn Patienten und werden dabei von Praxisanleitern betreut“, erklärt Stationsleiterin Mandy Meiritz. Sie hat von 2005 bis 2008 ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert und hätte sich damals eine solche Ausbildungsstation gewünscht, weil hier Praxis und Theorie ganz eng verknüpft sind und Schüler besonders intensiv lernen können.
„Die Schüler durchlaufen während ihrer Ausbildung verschiedene Abteilungen und müssen ganz viel zur patientenbezogenen Pflege und zur Bedarfspflege vermittelt bekommen. Im normalen Stationsalltag ist es schwierig, den Schülern ein Zimmer mit ein oder zwei Patienten zu übergeben und das dann adäquat mit zu betreuen“, weiß die Stationsleiterin. Auf der Ausbildungsstation ist das anders. „Ich kann die Auszubildenden hier im kompletten Einsatz betreuen, vom ersten bis zum letzten Einsatztag. Da sieht man die Entwicklung“, sagt Anke Scholz.

Zeit zum Erklären und Nachfragen: Praxisanleiterin Christin Richter zeigt zwei angehenden Krankenpflegehelferinnen wie eines der Geräte zur Messung der Vitalwerte funktioniert.
SKN / Steffen RascheDie langjährige Praxisanleiterin hat hunderte Schüler im Klinikalltag begleitet. Seit Oktober gehört auch sie zum Team der Integrierten Ausbildungsstation und ist begeistert von den Möglichkeiten, die sich hier mit den Schülern vom ersten bis zum dritten Ausbildungsjahr sowie den angehenden Krankenpflegehelfenden zum Lernen und Üben bieten. Einmal pro Woche wird das Team außerdem von einer Lehrkraft der Sana Campusschule Niederlausitz verstärkt, die die Auszubildenden im Lernen unterstützt.
Ausgewogener Mix aus Theorie und Praxis
Je nach Stand kümmern sich die Azubis komplett um einen oder mehrere Patienten, übernehmen einzelne Pflegemaßnahmen oder arbeiten in Lerngruppen zusammen. Parallel zur praktischen Arbeit bleibt immer wieder Zeit für „Trockenübungen“ wie das Blutdruckmessen oder kleine theoretische Lerneinheiten. Die Praxisanleitenden haben dafür zum Beispiel „One Minute Wonder“ vorbereitet: kleine Wissenshappen, mit denen die Azubis ruck, zuck nebenbei dazulernen.
Dank der intensiven Begleitung durch die Praxisanleitenden bekommen die Schüler auch die wichtigsten Handgriffe in der Pflege vermittelt: von der Kontrolle der Vitalzeichen über Krankenbeobachtung, Unterstützung in der Körperpflege, Medikamente zusammenstellen, Blutentnahme, Teilnahme an Visiten bis zur Dokumentation. Parallel gibt es ganz viel Wissen rund um typische Krankheitsbilder der Kardiologie sowie deren Diagnostik und Therapie. „Wir decken hier alle Kompetenzen ab, die in der generalistischen Pflegeausbildung notwendig sind“, sagt Anke Scholz.
Verantwortung tragen und Alltag organisieren
Der große Vorteil der Ausbildungsstation ist neben der engen Verzahnung von Theorie und Praxis, dass die Schüler hier auch wertvolle Fähigkeiten entwickeln können, die im Stationsalltag unverzichtbar sind: im Team arbeiten, komplexe Aufgaben planen, Dienste organisieren, Verantwortung übernehmen und vieles mehr.
Brundhild Winkler ist eine der Patientinnen, die auf der Ausbildungsstation betreut werden, und freut sich, dass sie so junge Menschen um sich hat. Wer eines der Zimmer in dieser Abteilung bekommt, ist reiner Zufall. „Wir betreuen hier jeden - von selbstständigen Patienten bis zu pflegebedürftigen Menschen. So wie auf jeder anderen Station auch“, berichtet Mandy Meiritz. „Der Unterschied besteht darin, dass wir den Schülern hier mehr erklären, sie sich für Manches etwas mehr Zeit nehmen können und vieles selbstständig unter Aufsicht übernehmen können“, sagt die Stationsleiterin. Bei den Patienten kommt das bisher sehr gut an - genau wie bei den Auszubildenden.
Jetzt bewerben!
Lust auf eine Karriere in Medizin und Pflege? Am 1. Oktober 2025 startet in den Sana Kliniken Niederlausitz das nächste Ausbildungsjahr für Pflegefachfrauen/-männer und Krankenpflegehelfer. Der Theorieunterricht findet an der Sana Campusschule Niederlausitz in Klettwitz statt. Interessierte können sich ab sofort bewerben. Einfach eine Mail senden an
skn.pflegedirektorat@sana.de
T 03573 . 75 1153