Anzeige: Kleinste Schrittmacher der Welt

Prof. Dr. Guido Matschuck, Chefarzt der Senftenberger Klinik für Kardiologie und Rhythmologie in Senftenberg, zeigt einen der modernen Mini-Schrittmacher, die in den Sana Kliniken Niederlausitz implantiert werden. Die Geräte sind weltweit die kleinsten ihrer Art.
SKN / Alexandra ScholzMinimalinvasive Hilfe auf höchstem medizinischem Niveau gibt es jetzt für Herzpatienten in den Senftenberger Sana Kliniken Niederlausitz. Prof. Dr. Guido Matschuck, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie, hat bereits mehrere Patienten mit einem neuartigen Herzschrittmacher versorgt, der kaum größer ist als eine Vitaminkapsel aus der Drogerie. Das neue System kommt vollständig ohne Kabel aus. Das bietet vor allem für die Patienten einen enormen Vorteil. Von außen betrachtet ist das Aggregat unsichtbar.
Wenn das Herz aus dem Takt gerät, kann das gefährlich werden. Menschen, die an einer Herzrhythmusstörung leiden, brauchen deshalb versierte ärztliche Betreuung. Zu den unterschiedlichen Erkrankungen, die dafür sorgen können, dass der Lebensmotor aus dem Rhythmus kommt, gehören auch Bradykardien. In diesen Fällen schlägt das Herz schlichtweg zu langsam. Diese langsamen Herzrhythmusstörungen können zu schwerwiegenden Symptomen wie Schwindel, Bewusstlosigkeit, Luftnot, Herzschwäche und allgemeiner Abgeschlagenheit führen.
Verschiedene Ursachen. Einheitliche Therapie.
Bei langsamen Herzrhythmusstörungen können verschiedene Ursachen zu Grunde liegen. Einige davon können in der modernen Herzmedizin ihrer Ursache nachbehandelt werden, wie zum Beispiel ein Herzinfarkt – bei anderen bleibt nur die Versorgung mit einem Herzschrittmacher. „Bisher bestand ein solcher Schrittmacher immer aus einem Aggregat, in dem Technik und die Batterie verbaut sind, und den entsprechenden „Kabeln“, die von dem Aggregat über die Schlüsselbeinader bis in das Herz vorgebracht werden und dort verankert werden mussten“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck den komplexen Eingriff mit einfachen Worten. Diese Art der Therapie ist seit vielen Jahrzehnten gut etabliert und funktioniert in der großen Mehrzahl der Fälle auch einwandfrei, wie der Fachmann berichtet.
Grenzen herkömmlicher Schrittmacher
Wenn diese Schrittmacher ihren Dienst versagen, dann liegt das Problem meistens bei den Kabeln, den sogenannten Sonden. Insbesondere der Verlust der Leitungsfähigkeit – durch welche Gründe auch immer – oder auch Infektionen dieser Materialien können vorkommen und führen dann zu schwerwiegenden Problemen“, erläutert der erfahrene Chefarzt.
Problematisch können solche herkömmlichen Schrittmacher, die unterhalb des linken Schlüsselbeines auf der Brust unter die Haut implantiert werden, auch für Patienten werden, die beispielsweise aus kosmetischen Gründen einen solchen Eingriff ablehnen oder aufgrund einer Brustkrebsoperation oder Bestrahlung auf der entsprechenden Seite, auf der das Aggreat implantiert wird, nicht für eine Implantation geeignet sind.
„Auch bei Patienten, bei denen die Herzklappe zwischen oberem und unterem rechtem Herzen schon schwerwiegende Undichtigkeiten aufweist, ist es nicht ratsam, durch diese Klappe auch noch ein Schrittmacherkabel legen zu wollen“, erläutert der Senftenberger Chefkardiologe.
Kabellos, winzig und von außen nicht sichtbar
Mit dem neuen kabellosen Mini-Schrittmacher, den das Team um den erfahrenen Chefkardiologen Prof. Dr. Guido Matschuck seit neustem in ausgewählten Fällen implantiert, können all diese Probleme vermieden werden. Das moderne Gerät ist um 93 Prozent kleiner als die herkömmlichen Modelle und noch sehr neu auf dem Markt. Von dieser Innovation in der Medizintechnik profitieren die Niederlausitz nun.

Der Mini-Schrittmacher kann bei einem minimalinvasiven Eingriff unter lokaler Betäubung eingesetzt werden.
SKN / Alexandra Scholz„Bei dem minimalinvasiven Eingriff wird der Mini-Schrittmacher unter lokaler Betäubung mit Hilfe eines Katheters über eine Punktion, meistens an der Leiste oder an der Vene am Hals direkt in die rechte Seite des Herzens eingebracht. Anschließend wird der für die Platzierung notwendige Katheter wieder entfernt“, beschreibt der Chefarzt die Prozedur und betont: „Es verbleibt kein Kabel im Körper und von außen ist der Schrittmacher nicht sichtbar. Der Eingriff dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten. Er ist risikoarm und schmerzfrei“, berichtet Prof. Dr. Guido Matschuck. Der Schrittmacher selbst verfügt über nahezu alle funktionellen Möglichkeiten, über die ein „normaler“ Schrittmacher auch verfügt.
Der große Vorteil: „Seine Batterie hält deutlich länger als die herkömmlichen Aggregate, obwohl sie nur sehr klein ist. In einigen Fällen mehr als fünfzehn Jahre. Sollte die Batterie doch erschöpft sein, so kann problemlos ein zweiter „Mini-Schrittmacher“ daneben implantiert werden“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck das neue medizinische Verfahren, das in den Senftenberger Sana Kliniken Niederlausitz vor kurzem Einzug gehalten hat.
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