"Die Rückrunde wird brutal schwer", hatte der Trainer von Grün-Weiß Lübben, Dirk Minkwitz, nach der Winterpause prognostiziert. Er sollte Recht behalten. In den ersten drei Rückrundenspielen wurde seine Truppe teilweise demontiert. Der Übungsleiter betonte aber auch, dass vor allem die Heimspiele wichtig werden. Nach dem starken 5:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Schwedt steht für die Spreewälder nun das nächste Kellerduell auf dem Programm. Die Partie gegen Brieske/Senftenberg, die zu Beginn der Rückrunde ausgefallen war. Es ist ein so genanntes Sechs-Punkte-Spiel, da die Begegnungen gegen direkte Konkurrenten für den Klassenerhalt doppelt wichtig sind. Aufsteiger Brieske/Senftenberg musste sich erst an die Brandenburgliga gewöhnen. Nach Abschluss der Hinserie lag die Mannschaft mit acht Punkten und 20:41 Toren noch auf dem letzten Platz. Doch das Team von Trainer Heiko Gajewski gewann in der Rückrunde in drei Partien sechs Zähler dazu und verbesserte dabei vor allem die Defensive. Allerdings spielten die Knappen dreimal zu Hause, zweimal davon auf Kunstrasen. Auswärts hat der aktuelle Tabellen-14. von sieben Begegnungen lediglich den Vergleich in Oranienburg gewonnen (2:1). Sechsmal ging Brieske als Verlierer vom Platz. "Wenn wir das Heimspiel nicht gewinnen, war der Sieg vergangene Wochen gegen Schwedt nicht viel wert", sagt Grün-Weiß-Abwehrspieler Gordon Pohle.Lübbens Spielmacher Oliver Keutel möchte ebenfalls mit einem Sieg im Lausitzer Derby "den Erfolg gegen Schwedt vergolden". Dafür müsse die Truppe aber die gleiche Einstellung zeigen und den Gegner von Beginn an aggressiv bekämpfen. "Da wir den gleichen Kader wie gegen Schwedt am Start haben, gibt es nur ein Ziel: die drei Punkte in Lübben zu behalten", betont Keutel.