Los ging es mit dem Besuch der Dauerausstellung sowie der Sonderausstellung "Einblicke - Das Gubener Gefängnis" auf deutscher Seite. Museumsleiterin Heike Rochlitz erzählte in einer Führung von Zeitzeugen, die ganz hautnah berichteten, wie es ihnen in den Wänden des Gefängnisses ergangen war. Alles wurde dokumentiert und ist sowohl schriftlich als auch akustisch im Museum an der Gasstraße zu sehen und zu hören. Christa Töpfer aus Cottbus war ergriffen von den Ausführungen, erinnerte sie sich doch als geborene Gubenerin an ihre Kinderzeit und die Erlebnisse rund um das Gefängnis auf dem heutigen Kirchplatz. Im Jahr 1984 hatte sie Guben verlassen und kommt jetzt als 76-Jährige wieder in die Neißestadt, um Neues zu entdecken sowie Altes aufzuarbeiten, wie sie selbst sagt. Begleitet wird sie dabei von ihrer Freundin Heidrun Borowiak. Beide Frauen nutzen dann auch gleich die Gelegenheit, um die vielen schicken und ausgefallenen Hüte von GubHut auszuprobieren. Etwa 70 Stück hatten Heidemarie Höhne und Petra Kubec mitgebracht. Die Museumsbesucher machten von der Hutprobe kräftig Gebrauch und ließen ihr Hutgesicht von einer Kamera professionell festhalten.

Wie so ein Hut entsteht, erfuhren die Museumsnachtbesucher auch gleich in einem Film, bevor sie gemeinsam mit Stadtwächter Andreas Peter in Richtung Gubin zur nächtlichen Führung aufbrachen. Auf polnischer Seite erwarteten die Besucher der Besuch der Museumskammer und die Besteigung des "Dicken Turms". Mit deutsch-polnischer Stimmungsmusik und den "Lichtern zum Himmel" mit besten Wünschen der Besucher klang diese Museumsnacht aus.