Die Rekord-Zahl des amerikanischen Forscherteams sei mit 12 978 189 Stellen die größere der beiden, teilte die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV) gestern in Berlin mit. Auch die Primzahl des Hobby-Mathematikers Hans-Michael Elvenich aus Langenfeld bei Köln breche aber mit elf Millionen Stellen den bisherigen Weltrekord aus dem Jahr 2006 (9,8 Millionen Stellen). Primzahlen sind nur durch sich selbst oder eins teilbar.
Die Computer in Los Angeles und Langenfeld hatten am 23. August beziehungsweise 6. September die neuen Primzahlen errechnet. Gegenproben des weltweiten Primzahlsuch-Projektes „Gimps“ (Great Internet Mersenne Prime Search) hätten bestätigt, dass die Zahl der amerikanischen Forscher (zwei hoch 43 112 609 -1) die größere der beiden sei. Damit gewinnen die Amerikaner von der University of California den renommierten Preis der Electronic Frontier Foundation. Die Stiftung hatte 100 000 US-Dollar (umgerechnet 72 000 Euro) für den Fund der ersten Primzahl mit mehr als zehn Millionen Stellen ausgelobt.
Die Suche des „Gimps“-Projekts nach der größten Primzahl funktioniert, indem unter anderem Privatpersonen weltweit ihre Rechnerkapazitäten zur Verfügung stellen. Ein Computer allein könne große Primzahlen nicht prüfen.
Zuletzt hatte ein US-Team am 4. September 2006 die bis dahin größte Primzahl gefunden. Es handelt sich um eine Zahl, die aus 9 808 358 Ziffern besteht und ausgedruckt mehr als 2000 Din A4-Seiten füllt. Primzahlen spielen unter anderem eine bedeutende Rolle beim Verschlüsseln vertraulicher Daten.
Bei den nun gemeldeten Primzahl-Entdeckern handelt es sich nicht wie am vergangenen Freitag gemeldet um Forscher aus Burlington (USA) und Wellington (Neuseeland). Damals wurde zwar der Primzahlrekord gemeldet, die Namen der Entdecker und die Zahlen selbst waren aber noch nicht veröffentlicht, da letztere weiter überprüft wurden.
(dpa/cd) www.mersenne.org