Demnach lebten im Jahr 2012 insgesamt 4023 Ausländer in der Stadt.

Damit ist die Zahl erstmals über die 4000er-Marke gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2011 lebten 2012 knapp 300 mehr Ausländer in der Stadt. Trotz dieses deutlichen Zuwachses beträgt der Ausländeranteil gemessen an der Zahl der Einwohner gerade einmal vier Prozent.

Den deutlichsten Anstieg gab es bei ausländischen Neu-Cottbusern aus anderen EU-Ländern. 2012 waren es 320 mehr als im Jahr zuvor. Die größte Gruppe kommt Heike Konzack zufolge aus dem Nachbarland Polen. Laut Statistik lebten 2012 knapp 550 Polen in der Stadt. Aber auch die Zahl der internationalen Studenten ist auf 678 leicht gestiegen. Heike Konzack ergänzt: "Hierbei handelt es sich nur um Personen aus Nicht-EU-Staaten. Studierende aus der EU werden von der Ausländerbehörde nicht erfasst." Allein an der einstigen BTU Cottbus waren im Semester 2012/13 der Universität zufolge rund 1200 ausländische Studierende eingeschrieben, fast 300 waren Erstsemestler.

Wie vielfältig und bereichernd die Einflüsse der Ausländer in Cottbus sind, wird der breiten Öffentlichkeit besonders beim Cottbus Open während des Stadtfestes bewusst. Aber darum allein geht es nicht, sagt Heike Konzack. Dabei geht auch ein Signal in die andere Richtung: "Das Festival fördert die Weltoffenheit in unserer Stadt, aber macht vor allem auch unseren ausländischen Einwohnern Mut."