Betroffene sollten ihre Bank schriftlich auffordern, ihrem Konto das Geld gutzuschreiben, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Basis dafür bieten zwei Urteile des Bundesgerichtshofes (BGH) in Karlsruhe, wonach Banken und Sparkassen bei P-Konten keine Extragebühren etwa für Kontoführung, Überweisungen oder Lastschriften erheben dürfen Wer die bereits zahlen musste, darf sie zurückfordern (Az.: XI ZR 145/12; XI ZR 500/119).

Einen Musterbrief dafür finden Betroffene auf der Internetseite der Verbraucherzentrale (siehe Link). Mit in den Umschlag gehören Kontoauszüge, die die Zahlung beweisen. Zwei Auszüge genügen: einer aus der Zeit vor der Zusatzgebühr und einer aus der Zeit danach. Gibt es eine schriftliche Umstellungsvereinbarung, in der die Bank dem Kontoinhaber den höheren Preis für das P-Konto mitteilt, genügt auch die als Beweis.

Ein zum P-Konto umgewandeltes Girokonto wird für Kunden eingerichtet, die Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten. Sie sollen jedoch trotz Pfändung Zahlungen über das Konto abwickeln und Bargeld abheben können.

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