Den Forschern ist demnach mit einer selbst entwickelten mathematischen Formel der Nachweis gelungen, dass die Häufung von Extremwetter nicht auf natürlichen kurzfristigen Klimaschwankungen beruhte, sondern auf die steigende Durchschnittstemperatur zurückzuführen ist.

Als Beispiele verwies das PIK unter anderem auf die Hitzewelle in Russland vom Sommer 2010, die zu zahlreichen Waldbränden und Ernteausfällen führte. Den Analysen zufolge sei dieses Extremereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent eine Folge des langfristigen Klimawandels, hieß es in der Mitteilung zu der Studie. Insgesamt würde es allein auf Grundlage natürlicher kurzfristiger Schwankungen seltener zu neuen Temperaturrekorden kommen. Analysiert worden seien zunächst nur Hitzeereignisse, andere Extremereignisse sollen nun folgen. „Was die Temperaturen betrifft, so konnten wir zeigen, dass der Klimawandel unter dem Strich zu deutlich mehr Extremen führt“, erklärte Studien-Hauptautor Stefan Rahmstorf.