Schuld an dem scharfen Geschmack und Geruch von Meerrettich - auch Kren oder Pfefferwurzel genannt - ist die große Menge an sogenannten Thiocyanaten. Die Schärfe hat für den Körper aber Vorteile: Meerrettich enthält viele Stoffe, die gegen Bakterien, Pilze und Viren helfen. Trotz ihres farblosen Äußeren ist die Wurzel sogar der Zitrone überlegen. Meerrettich enthält doppelt so viel Vitamin C wie die Zitrusfrucht, außerdem Kalium und Kalzium.

Um Meerrettich in der Küche zu verwenden, muss die Wurzel gesäubert, geschält und dann das Weiße geraspelt werden. Geriebener Meerrettich lässt sich gut einfrieren, kann aber auch über einen längeren Zeitraum in Essig aufbewahrt werden. Mit saurer Sahne und Zitronensaft mischt man eine scharfe Soße zu Fleisch. Zu kaltem Fleisch oder Fisch passt Meerrettichsahne.

Wer nichts von der Schärfe verlieren will, gibt das Gewürz beim Kochen besser erst am Ende zum Essen. Sonst verliert es durch die Hitze seine typisch beißende Eigenschaft.