Es hätte aber auch leicht Tote geben können: "Da haben viele Menschen ganz viel Glück gehabt", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Alfons Kleffner. Mit mehr als 100 Stundenkilometern war der Zug auf der Strecke Kassel-Hagen bei dichtem Nebel mit nur 50 Metern Sichtweite unterwegs, als der Lokführer mitten auf dem beschrankten Bahnübergang plötzlich den Lastwagen-Anhänger vor sich sah. Der Mann zog die Notbremse und brachte sich mit einem Sprung aus seinem Führerstand in Sicherheit. Der Zug krachte mit fast ungebremster Wucht auf den Anhänger. "Der Zugführer hat wirklich vorbildlich reagiert und vermutlich auch das eigene Leben gerettet", sagte Kleffner. Der Führerstand des Zuges, in dem überwiegend Schüler unterwegs waren, wurde komplett zerstört. Der Zug riss den tonnenschweren Anhänger von der Zugmaschine und schleuderte ihn neben die Gleise. Die Ladung - geschredderter Plastikmüll - ergoss sich auf den Boden. Nach dem Zusammenstoß sprang eine Achse des Zuges aus den Gleisen. Er ratterte noch 200 Meter weiter über die Betonschwellen, kippte aber nicht um - sonst wären vermutlich noch mehr Menschen verletzt worden. dpa/pb