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| 01:46 Uhr

Zug bei Cottbus durch Steinhaufen beschädigt

Cottbus. Unbekannte habe laut Bundespolizei in den frühen Montagsabendstunden auf Höhe der Kiekebuscher Spreebrücke mehrere Steine auf die Gleise der Bahnstrecke Görlitz – Cottbus gelegt. Ein Zug der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, überfuhr das Hindernis und wurde dabei beschädigt. nn

Nachfolgende Züge fielen komplett aus oder kamen verspätet ans Ziel. ODEG-Sprecher Jörg Kiehn schildert den Vorfall so: „Der Haufen aus Betonteilen war in der Mitte des Gleises aufgeschichtet worden und reichte knapp über die Höhe der Schienen hinaus. Der Triebwagenführer konnte das Hindernis erst im letzten Moment erkennen und löste bei Tempo 120 eine Schnellbremsung aus.“

Bei der Bremsung sei niemand verletzt worden. Auch die Gefahr, dass der Zug entgleist, habe nicht bestanden. „Beim Überfahren des Hindernisses wurde der Triebwagen aber erheblich beschädigt“, sagt Kiehn. Der Triebwagen sei zur ersten Begutachtung in die Werkstatt nach Görlitz gebracht worden. An der Unterseite der Lok sind laut ODEG Leitungen zerrissen und das Gehäuse von Motor und Getriebe beschädigt.

„Wie hoch der Sachschaden ist, können wir noch nicht abschließend sagen. Erst werden noch externe Gutachter den beschädigten Triebwagen untersuchen“, sagt Jörg Kiehn.

Unterdessen hat die Bundespolizei ein Strafverfahren gegen des Verdachtes des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Unmittelbar nach dem Zwischenfall auf der Bahnstrecke suchten Beamte der Bundespolizei den Streckenabschnitt nach Spuren ab. Dafür musste Strecke zwischen 18.30 und 19.30 Uhr gesperrt werden. „Mehrere Züge sind dadurch ausgefallen. Weitere sieben Züge hatten insgesamt knapp 300 Minuten Verspätung“, informiert Sven Drese, der Sprecher der Bundespolizei.