ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:37 Uhr

Zisternen-Plan zum Schutz der Fließe

Buschwindröschen am Spreewaldfließ in Burg. Um die wertvollen Feuchtbiotope zu schützen, müssen Wasserverluste vermieden werden. Das illegale Abpumpen von Wasser für Kleingärten ist ein Problem. Deshalb werben die Naturexperten des Biosphärenreservates darum, dass die Bürger fürs Gemüsebeet Regenwasser auffangen und nutzen.
Buschwindröschen am Spreewaldfließ in Burg. Um die wertvollen Feuchtbiotope zu schützen, müssen Wasserverluste vermieden werden. Das illegale Abpumpen von Wasser für Kleingärten ist ein Problem. Deshalb werben die Naturexperten des Biosphärenreservates darum, dass die Bürger fürs Gemüsebeet Regenwasser auffangen und nutzen. FOTO: LR-Archiv/dpa/Pleul
Eine Zisterne soll auf dem Gelände des Burger Verwaltungssitzes des Biosphärenreservates Spreewald in Trockenzeiten für die Froschteiche und den Kräutergarten Regenwasser bereitstellen. Denn das Nass wird übers Jahr in der Gegend oft auch sehr knapp. „Von diesem Vorhaben erhoffen wir uns eine Initialwirkung auf Privatleute“, erklärt Naturschützerin Susanne Leber. Von Kathleen Weser

Die Spreewalddörfer haben zwar hohe Grundwasserstände. Doch in heißen Sommern oder nach langen Trockenperioden sind die Böden knochentrocken, die Pflanzen - vor allem auf den Gemüsebeeten der Kleingärtner - lechzen nach Wasser. Die Spreewaldfließe werden dann illegal angezapft und das wertvolle Ökosystem Spreewald damit geschädigt.Das Biosphärenreservat will deshalb mit gutem Beispiel voran gehen und Alternativen für Haus und Garten jenseits der doch kostspieligen Wasserentnahme aus dem öffentlichen Trinkwassernetz aufzeigen. "Im vergangenen Jahr mussten wir selbst die Froschteiche noch mit Trinkwasser auffüllen. Doch das Nass aus der Leitung ist für die Lebewesen zu kalt", erklärt Susanne Leber. Die Quappen überlebten die Trockenperioden deshalb nicht. Deshalb soll künftig Regenwasser genutzt werden. "Das tut Pflanzen und Tieren und darüber hinaus auch dem Geldbeutel gut", konstatiert die Expertin des Biosphärenreservates Spreewald. Susanne Leber betreut auch den Kräutergarten am Standort Burg federführend. Auch der solle von der Zisterne profitieren.15 Kubikmeter Regenwasser soll die Anlage fassen können, erklärt sie. Ende April oder Anfang Mai, so der Plan, solle sie errichtet werden und vor allem die Niederschläge aufnehmen, die über das Dach der Biosphärenreservatsverwaltung abfließen. Jeder Bürger könne sich dort dann auch über diese oder ähnliche Anlagen informieren können. "Der Tag des Wassers ist der richtige Zeitpunkt für den offiziellen Startschuss", stellt Susanne Leber fest.