Die Spreewalddörfer haben zwar hohe Grundwasserstände. Doch in heißen Sommern oder nach langen Trockenperioden sind die Böden knochentrocken, die Pflanzen - vor allem auf den Gemüsebeeten der Kleingärtner - lechzen nach Wasser. Die Spreewaldfließe werden dann illegal angezapft und das wertvolle Ökosystem Spreewald damit geschädigt.Das Biosphärenreservat will deshalb mit gutem Beispiel voran gehen und Alternativen für Haus und Garten jenseits der doch kostspieligen Wasserentnahme aus dem öffentlichen Trinkwassernetz aufzeigen. "Im vergangenen Jahr mussten wir selbst die Froschteiche noch mit Trinkwasser auffüllen. Doch das Nass aus der Leitung ist für die Lebewesen zu kalt", erklärt Susanne Leber. Die Quappen überlebten die Trockenperioden deshalb nicht. Deshalb soll künftig Regenwasser genutzt werden. "Das tut Pflanzen und Tieren und darüber hinaus auch dem Geldbeutel gut", konstatiert die Expertin des Biosphärenreservates Spreewald. Susanne Leber betreut auch den Kräutergarten am Standort Burg federführend. Auch der solle von der Zisterne profitieren.15 Kubikmeter Regenwasser soll die Anlage fassen können, erklärt sie. Ende April oder Anfang Mai, so der Plan, solle sie errichtet werden und vor allem die Niederschläge aufnehmen, die über das Dach der Biosphärenreservatsverwaltung abfließen. Jeder Bürger könne sich dort dann auch über diese oder ähnliche Anlagen informieren können. "Der Tag des Wassers ist der richtige Zeitpunkt für den offiziellen Startschuss", stellt Susanne Leber fest.