Drei Tage nachdem "Ike" über die US-Golfküste hinweggefegt war, entdeckten die Helfer in Texas und in angrenzenden Bundesstaaten weitere Leichen. Die Zeitung "Houston Chronicle" berichtete, nach Bränden und Unfällen mit Elektrogeneratoren seien außerdem mehrere Einwohner an Gas- und Rauchvergiftungen gestorben. Einem lokalen Rundfunksender zufolge gibt es Spekulationen, wonach etliche Menschen während der Flut aufs offene Meer hinaus gespült wurden. Auch im Mittleren Westen hatte "Ike" bei seinem Zug nach Norden für Überflutungen gesorgt.

US-Präsident George W. Bush lobte die Einsatzkräfte bei einem Besuch in der Katastrophenregion. "Der Evakuierungsplan war exzellent", sagte er und versprach den Opfern des Hurrikans rasche Hilfe. Nach Bushs Worten wird die Regierung in Washington die Finanzierung der Aufräumarbeiten und der Schutzmaßnahmen vor "Ikes" Eintreffen vollständig übernehmen. Heimatschutz-Minister Michael Chertoff traf gestern zum zweiten Mal mit Helfern zusammen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. dpa/bw