Gestern wurden nach offiziellen Angaben knapp 13 000 Säuglinge und Kleinkinder in den Krankenhäusern des Landes behandelt, weil sie Milchprodukte getrunken hatten, die mit der giftigen Chemikalie Melamin versetzt waren. Außerhalb der Kliniken werden weitere 40 000 Kinder wegen Beschwerden versorgt, die mit dem Milchpulver in Verbindung gebracht werden.

Das chinesische Fernsehen berichtete, dass der hauptsächlich betroffene Betrieb Sanlu in der Provinz Hebei den intern seit Monaten bekannten Skandal am 2. August den örtlichen Behörden gemeldet habe. Diese hätten die Informationen jedoch nicht weitergegeben und auch keine Maßnahmen ergriffen. dpa/bw