Der Jugendliche war gemeinsam mit einem 17-jährigen Freund bereits am Donnerstag festgenommen worden. Im Laufe des Tages sollten beide wegen versuchten Mordes einem Haftrichter vorgeführt werden. Zu ihrem Motiv wollte der Sprecher zunächst nichts sagen. Unbekannte sollen den Bauschutt illegal auf der Brücke entsorgt haben. Der kiloschwere Eimer hatte am Mittwochabend einen Wagen auf der stark befahrenen Autobahn 1 (Hamburg-Bremen) getroffen. Der Fahrer, ein 41-Jähriger aus Niedersachsen, kam mit leichten Verletzungen davon. Sein Glück: Das Geschoss war gegen den Rahmen des Autos geprallt und dort abgelenkt worden.Dennoch durchschlug der Eimer die Windschutzscheibe. Der Schutt - eine Mischung aus Kacheln, Steinen und Sand - flog durch den Wagen. Trümmerteile trafen den Fahrer am Kopf und am linken Arm. "Er hatte richtig Glück - wäre der Eimer ein paar Zentimeter weiter rechts eingeschlagen, wäre er mit Sicherheit lebensgefährlich oder sogar tödlich verletzt worden", hieß es nach der Tat bei der Polizei.Nach Zeugenhinweisen und weiteren Ermittlungen suchten Beamte des Landeskriminalamts nach dem 17 Jahre alten Verdächtigen. Am Donnerstagnachmittag nahmen sie ihn in der Wohnung seiner Eltern in Hamburg fest. Am Abend fassten sie auch den 16-Jährigen. Der erklärte der Mordkommission, er habe den Eimer nach einer Aufforderung seines Freundes von der Brücke geworfen.