Was bedeutet der Fund für die Suchmannschaften?
Strömungsmodelle belegen, dass Wrackteile aus dem vermuteten Absturzgebiet genau dahin geschwemmt werden könnten, wo die Flügelklappe gefunden wurde. Insofern bestärkt der Fund die Spezialisten, dass sie zumindest nicht am falschen Ort suchen. Aber der Wrackteilfund kann die Suche nicht weiter eingrenzen und damit die Erfolgsaussichten beschleunigen.

Warum dauert die Suche so lange?

Niemand weiß, wo genau die Maschine abgestürzt ist. Das Suchgebiet ist 120 000 Quadratkilometer groß, so viel wie die neuen Bundesländer und Schleswig-Holstein zusammen. Es handelt sich um eine der unwirtlichsten Meeresregionen der Welt. Hinzu kommt, dass niemand den Meeresboden dort je vermessen hat.

Trotzdem, lässt sich nicht auch ein riesiges Gebiet systematisch mit Kameras absuchen?
Es handelt sich ja nicht um einen flachen Meeresboden, über den Schiffe einfach Kameras an der Leine ziehen können. Das Terrain ist höchst schwierig. Das Meer ist teils 6000 Meter tief, es ist also am Boden stockdunkel. Dann liegen dort Reste submariner Vulkane, es gibt bis zu 300 Meter hohe Berge und 1400 Meter tiefe Gräben.

Sind die Boote pausenlos im Einsatz?
Nein, gerade jetzt, im antarktischen Winter, muss das ferngesteuerte Vehikel pausieren. Der Wellengang ist zu gefährlich. Weder die "Discovery" noch die "Equator" sind zurzeit vor Ort. Die "Equator" soll am 12. August wieder im Suchgebiet sein.

Wie groß sind die Aussichten, das Wrack überhaupt zu finden?
Der Chef der australischen Luftsicherheitsbehörde hat sich gerade noch einmal zuversichtlich gegeben. "Wir werden das Flugzeug dort finden", sagte Martin Dolan.

Und dann weiß man endlich, was damals an Bord passiert ist?
Das ist leider nicht gesagt. Dazu müssten die Blackboxen gefunden werden, die technische Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnen. Die könnten aber Hunderte Kilometer vom Wrack weggedriftet sein. Selbst wenn man sie findet, ist die Frage: Sind sie noch intakt?