Das 2200 Tonnen schwere Schiff wurde langsam aus dem Wasser gehoben, um die Suche nach den Leichen im Rumpf zu erleichtern. Am Nachmittag (Ortszeit)schauten die oberen zwei Decks aus dem Wasser heraus.

Die "Stern des Orients" war am Montagabend bei Jianli in der zentralchinesischen Provinz Hubei im Sturm gekentert. Nur 14 Menschen überlebten. Unter den Opfern waren meist ältere Touristen, die auf einer elftägigen Tour waren. Die Bergungsarbeiten an dem zunächst kieloben in 15 Meter tiefem Wasser liegenden Schiff waren zuvor nur langsam vorangekommen. Das Jangtse-Wasser ist trübe, Taucher konnten kaum etwas sehen. So waren bis Freitag erst 97 Leichen geborgen worden.

Am Donnerstag kamen die Einsatzkräfte zu dem Schluss, dass niemand mehr überlebt haben dürfte. So entschieden sie sich, das Schiff aufzurichten, um die Bergung zu erleichtern. "Der nächste Schritt ist, das Schiff zu heben und das Wasser ablaufen zu lassen", sagte ein Mitarbeiter der Bergungskräfte. Danach sollen die Leichen aus den Kabinen und den Gängen des Wracks geborgen und schließlich identifiziert werden.